Van Nistelrooy stoppt den VfB

Von Stefan Moser / Stefan Rommel
Samstag, 13.02.2010 | 17:27 Uhr
Ruud van Nistelrooy wurde in der 65. Minute eingewechselt und brauchte 12 Minuten für 2 Tore
© Getty
Advertisement
NBA
Fr22.06.
Draft: Schafft Mo Wagner den Sprung in die NBA?
World Cup
Frankreich -
Peru (Highlights)
World Cup
Argentinien -
Kroatien (Highlights)
World Cup
Brasilien -
Costa Rica (Highlights)
World Cup
Nigeria -
Island (Highlights)
World Cup
Serbien -
Schweiz (Highlights)
World Cup
Belgien -
Tunesien (Highlights)
World Cup
Südkorea -
Mexiko (Highlights)
World Cup
Deutschland -
Schweden (Highlights)
World Cup
England -
Panama (Highlights)
World Cup
Japan -
Senegal (Highlights)
World Cup
Polen -
Kolumbien (Highlights)
World Cup
Saudi-Arabien -
Ägypten (Highlights)
World Cup
Uruguay -
Russland (Highlights)
World Cup
Spanien -
Marokko (Highlights)
World Cup
Iran -
Portugal (Highlights)
World Cup
Australien -
Peru (Highlights)
World Cup
Dänemark -
Frankreich (Highlights)
World Cup
Nigeria -
Argentinien (Highlights)
World Cup
Island -
Kroatien (Highlights)
J2 League
Fagiano -
Tokyo Verdy
World Cup
Südkorea -
Deutschland (Highlights)
World Cup
Mexiko -
Schweden (Highlights)
World Cup
Schweiz -
Costa Rica (Highlights)
World Cup
Serbien -
Brasilien (Highlights)
World Cup
Senegal -
Kolumbien (Highlights)
World Cup
Japan -
Polen (Highlights)
World Cup
Panama -
Tunesien (Highlights)
World Cup
England -
Belgien (Highlights)

Der Siegeszug des VfB Stuttgart durch die Bundesliga hat am 22. Spieltag ein Ende gefunden. Ruud van Nistelrooy mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten besiegelte die erste Niederlage für den VfB nach fünf Siegen in Folge.

Das 1:3 (0:1) gegen den Hamburger SV war zudem die erste Pflichtspielpleite unter Trainer Christian Gross. Durch die Niederlage bleibt der VfB mit 28 Punkten im Mittelmaß der Tabelle stecken und kann sich die vagen Hoffnungen auf einen Platz im internationalen Geschäft wohl abschminken.

Der HSV dagegen hält durch den zweiten Sieg in der Rückrunde den Anschluss an die Spitzengruppe.

Vor 42.000 Zuschauern auf der Baustelle Mercedes-Benz Arena erzielte Markus Berg die Führung für die Gäste (23.). Stuttgart hatte die Partie danach voll im Griff und glich durch Christian Träsch aus (55.).

Van Nistelrooy aber schaffte mit seinem dritten und vierten Ballkontakt das Kunststück, innerhalb von weniger als 90 Sekunden den schmeichelhaften Sieg für die Gäste einzutüten (75./77.).

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Stuttgart mit einer Änderung im Vergleich zum 2:1-Sieg von Nürnberg: Der genesene Delpierre rückt wieder in die Innenverteidigung neben Tasci. Niedermeier muss deshalb zunächst auf der Bank Platz nehmen.

Hamburg ohne die verletzten Elia und Boateng. Demel verteidigt rechts in der Viererkette, Jansen kommt wieder über die linke Seite. Im Sturm beginnen erneut Petric und Berg. Van Nistelrooy sitzt zunächst wieder auf der Bank.

23., 0:1, Berg: Langer Ball von Demel in die Spitze. Delpierre und Tasci verlassen sich gegenseitig aufeinander. Berg läuft einfach durch und haut den Ball aus 15 Metern volley in die linke Ecke.

26.: Hleb toll in die Gasse auf Molinaro. Der zieht von halblinks aus zehn Metern ab. Rost klärt zur Ecke.

30.: Trochowski zieht von rechts zur Mitte. Lehmann steht etwas weit vor dem Tor, fummelt den strammen Schuss aber gerade so noch weg.

36.: Glück für Hamburg: Pogrebnjak ist vor Rincon am Ball, der tritt ihm in die Hacken. Klarer Elfer, Aytekin sieht es anders.

39.: Einen Abpraller von Hleb nimmt Khedira aus 16 Metern direkt. Viel Verkehr vor Rost, der aber rechtzeitig abtaucht und stark pariert.

40.: Delpierre verschätzt sich. Dann zupft Berg an Tasci. Aytekin lässt weiterlaufen. Der Schwede alleine vor Lehman. Der ist aber rechtzeitig draußen und hält den Schuss aus 16 Metern.

43.: Pogrebnjak legt auf Marica ab. Dessen satten Schuss aus 15 Metern fischt Rost erneut stark aus dem Eck.

Halbzeit-Fazit: Ausgeglichenes Spiel mit einem Chancenplus für den VfB. Hamburg aber kühler vor dem Tor und bei kniffligen Schiedsrichterentscheidungen auch mit ein bisschen Glück.

51.: Hleb kommt über links zur Grundlinie und spielt flach auf Pogrebnjak. Der Russe schießt am Fünfer aus der Drehung, aber Mathijsen blockt mit dem langen Bein.

55., 1:1, Träsch: Molinaro auf Hleb. Der legt clever von der Grundlinie an den Sechzehner zurück. Jarolim kommt zu spät. Träsch schlenzt den Ball mit rechts aus 20 Metern. Rost ohne Chance, halbhoch rechts schlägt's ein.

59.: Hilbert zieht aus 18 Metern ab. Rost lässt nach vorne abprallen. Marica ist da, stolpert das Ding aber aus fünf Metern knapp am langen Pfosten vorbei.

75., 1:2, van Nistelrooy: Langer Ball an den Sechzehner. Tesche verlängert und van Nistelrooy steht auf einmal völlig blank vor Lehmann. Schuss aus zehn Metern ins rechte Eck.

77., 1:3, van Nistelrooy: Konter Hamburg. Tesche ist durch, legt noch einmal quer auf Berg. Der weiter auf Van Nistelrooy. Der Niederländer schließt eiskalt aus acht Metern ab. Lehmann ohne Chance.

Fazit: Schmeichelhafter HSV-Sieg. Stuttgart dominierte die komplette zweite Halbzeit, nutzte aber seine Chance nicht. Van Nistelrooy machte letztlich den Unterschied.

Der Star des Spiels: Ruud van Nistelrooy. Der Holländer hatte kaum Bindung zum Spiel oder war sonst auffällig - aber was für ein Killer der 33-Jährige ist, zeigte er bei seinen ersten beiden Torschüssen. Eiskalt und mit vernichtender Effizienz verwandelte van Nistelrooy seine beiden Chancen. Van the Man machte den Unterschied.

Die Gurke des Spiels: Matthieu Delpierre stand nach seiner Zehenverletzung zum ersten Mal in der Rückrunde auf dem Platz. Dabei machte der Kapitän aber keine gute Figur. Delpierre hatte deutliche Schwierigkeiten im Fein-Tunning, vor allem im Stellungsspiel und in den Zweikämpfen.

Die Pfeife des Spiels: Deniz Aytekin erwischte einen sehr schwachen Nachmittag. Verwehrte Pogrebnjak in der ersten Halbzeit zumindest einen Elfmeter. Ohne klare Linie, mal kleinlich, mal generös. Wurde zudem bei einigen wichtigen Abseitsentscheidungen von den Assistenten im Stich gelassen.

Die Lehren des Spiels: Der VfB Stuttgart ist auf dem Boden der Tatsachen zurück. Das muss nicht unbedingt eine niederschmetternde Nachricht sein für die Schwaben - schließlich predigt Coach Gross immer wieder, dass zunächst der Klassenerhalt zu schaffen ist und Träumereien nicht erlaubt sind.

Groß vorzuwerfen hatte sich der VfB bis auf die schlechte Chancenverwertung nichts. Aber mit nur zwei Stürmern im Kader - Cacau und Schieber waren verletzt - fehlen den Schwaben eben auch jene Alternativen, die der HSV auf der Bank hatte.

Deren Coach Bruno Labbadia wurde sogar quasi zu seinem Glück gezwungen. Sein Doppelwechsel wurde zum Schlüssel der Partie. Tesche ersetzte den überforderten Trochowski auf der rechten Seite, van Nistelrooy den angeschlagenen Petric.

Beide schwangen sich zu Matchwinnern auf in einem Spiel, das den Hamburgern immer mehr aus den Fingern zu gleiten schien.

Immerhin reagierte der Trainer diesmal rechtzeitig und wurde damit belohnt. Nach der leise aufkeimenden Kritik aus dem Umfeld auch ein wichtiger Sieg für Labbadia selbst.

Stuttgart - Hamburg: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung