Freitag, 15.01.2010

Bundesliga - 18. Spieltag

Auftakt nach Maß für den FC Bayern

Bayern München hat dank Martin Demichelis und Miroslav Klose erstmals seit 608 Tagen wieder die Tabellenführung erobert und damit gleich zum Rückrunden-Auftakt das erhoffte Signal an die Liga gesendet.

Mario Gomez (im Hintergrund) agierte gegen Hoffenheim glücklos, traf nur den Pfosten
Mario Gomez (im Hintergrund) agierte gegen Hoffenheim glücklos, traf nur den Pfosten

Der deutsche Rekordmeister gewann gegen 1899 Hoffenheim verdient mit 2:0 (1:0) und zog damit zumindest bis Samstagnachmittag an Bayer Leverkusen und Schalke 04 vorbei an die Spitze.

Die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal setzte damit ihren Höhenflug auch nach der kurzen Winterpause fort und landete den siebten Pflichtspielsieg in Folge. Hoffenheim blieb dagegen zum fünften Mal hintereinander ohne Sieg und verliert die angestrebten Europapokalplätze damit weiter aus den Augen.

"In der ersten Halbzeit haben wir nicht gut gespielt, in der zweiten Halbzeit waren wir besser. Da haben wir super Chancen kreiert, aber nicht die Tore gemacht. 2:0 ist aber auch gut. Ich denke, dass wir in der Liga Angst verbreitet haben", sagte Bayern-Trainer Louis van Gaal und Miroslav Klose ergänzte: "Es tut gut, mal wieder Tabellenführer zu sein."

Erstes Tor für Demichelis

Der Argentinier Demichelis brachte die Münchner in der 35. Minute mit seinem ersten Saisontor in Führung. Für die Entscheidung sorgte der eingewechselte Miroslav Klose, der ebenfalls sein erstes Saisontor erzielte (86.).

Der Erfolg der Münchner vor 69.000 Zuschauer in der ausverkauften Arena war hochverdient. Großen Glanz konnten die dominanten und engagierten Bayern, die mit ihren Chancen nach dem Wechsel fahrlässig umgingen oder an Hoffenheims Keeper Timo Hildebrand scheiterten, aber nicht verbreiten.

Hoffenheim begann ohne den verletzten Spielmacher Carlos Eduardo, dessen Einsatz wegen einer Patellasehnenverletzung nicht möglich war, ohne Respekt vor den Münchnern.

Robben in der Startelf

Die TSG präsentierte sich in der Anfangsphase wacher und laufbereiter. Nach Flanke von Boris Vukcevic hatte Demba Ba in der 6. Minute auch die erste Chance der Gäste, traf den Ball aus kurzer Distanz aber nicht richtig. Die Bayern taten sich dagegen schwer, in Schwung zu kommen.

Auch Mittelfeldstar Arjen Robben, der wie erwartet nach auskurierter Sprunggelenksverletzung in der Startformation stand, konnte zunächst keine Akzente setzen. Der Rekordmeister war zwar optisch überlegen, dem Spiel der Münchner fehlte aber oft die Präzision beim finalen Pass.

Hoffenheim hatte dadurch erst einmal wenig Mühe, die Bayern-Offensive, in der der verletzte Franck Ribery fehlte, in Schach zu halten. Ein abgefälschter Freistoß von Bastian Schweinsteiger (18.) war die erste Gelegenheit der Münchner.

Viele Chancen für Bayern

Der Nationalspieler war es dann auch, der Hildbrand prüfte (29.) und die Führung einleitete: Eine Flanke des Mittelfeldspielers verlängerte Hoffenheims Kapitän Josip Simunic mit dem Kopf, Demichelis vollendete aus halbrechter Position zum 1:0.

Auf der anderen Seite hatte Jörg Butt bei einem Schuss von Vedad Ibisevic (28.) erhebliche Mühe. Zudem traf Sejad Salihovic per Kopf kurz nach dem 0:1 nur das Außennetz des Münchner Gehäuses. Ansonsten taten die ersatzgeschwächten Gäste aber nach vorne zu wenig, um für noch mehr Gefahr zu sorgen.

Nach dem Wechsel benötigten die Bayern wieder einige Anlaufzeit, bis Mario Gomez in der 57. Minute nach Pass von Robben freistehend das 2:0 verpasste. Nur eine Minute später scheiterte der Torjäger per Kopf an Hildbrand. Anschließend behinderten sich Schweinsteiger und Robben in aussichtsreicher Position.

Gomez trifft nur den Pfosten

Zudem fanden Thomas Müller und Robben im anfänglich etwas unsicheren Hildebrand ihren Meister. Dies hätte sich beinahe gerächt, doch Butt reagierte bei einem Freistoß von Maicosuel glänzend.

So mussten die Bayern bis zur 86. Minute warten, ehe Klose für Erleichterung sorgte. Gomez verpasste anschließend mit einem Pfostenschuss das 3:0 (90.+1).

Bei den Bayern konnte Schweinsteiger, der im zentralen defensiven Mittelfeld sehr variabel und konstruktiv agierte, und Holger Badstuber am besten gefallen. Bei Hoffenheim verdienten sich Hildebrand und Salihovic die Bestnoten.

Bayern - Hoffenheim: Daten zum Spiel


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