Samstag, 16.01.2010

Bundesliga - 18. Spieltag

Bayern: Wie stark sind sie erst mit Ribery?

Mit einem Arjen Robben in Topform hat der FC Bayern gegen Hoffenheim beeindruckt. Und jetzt kommt noch der andere prominente Patient zurück - Franck Ribery. Mario Gomez freut sich schon auf die "wahnsinnige Qualität". Ein Konkurrent von Gomez meldete sich mit einem Tor und einer kleinen Kampfansage zurück.

Tabellenführer! Die Bayern sind wieder da, wo sie dem eigenen Selbstverständnis nach hingehören
© Getty
Tabellenführer! Die Bayern sind wieder da, wo sie dem eigenen Selbstverständnis nach hingehören

Ein großer Redenschwinger war Miroslav Klose noch nie. Der Bayern-Stürmer liebt es kurz und sachlich, wenn er in der Öffentlichkeit über seinen Job spricht. Nach dem 2:0-Sieg der Bayern gegen Hoffenheim war Klose zudem noch abgelenkt. Auf dem Flatscreen lief gerade die Szene seines ersten Bundesligatreffers der Saison rauf und runter, als Klose im Journalistenpulk verharrte.

Die Antworten kamen tröpfchenweise, noch langsamer als sonst. Er habe sich ein bisschen was vorgenommen für 2010, so Klose, nämlich das eine oder andere Tor zu schießen. "500", antwortete er scherzhaft auf die Frage nach der gewünschten Anzahl.

Rummenigge: "Ein hochverdienter Sieg"

Dass ausgerechnet Klose nach einer Vielzahl vergebener Chancen seiner Sturmkollegen das erlösende Tor gelang, passt perfekt in die heile Welt des FC Bayern. Das neue Jahr begann wie das alte endete: mit einem Sieg und einer, jedenfalls in der zweiten Halbzeit, dominierenden Bayern-Mannschaft.

"Der Sieg war hochverdient. Wir haben teilweise sehr gut Fußball gespielt", sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge.

Trainer Louis van Gaal war der Meinung, Angst in der Liga verbreitet zu haben und Christian Nerlinger konnte sogar den fahrlässig ungenutzten Torchancen Positives abgewinnen. "Grundsätzlich ist für mich wichtig, dass wir die Chancen überhaupt haben. Das spricht für unser Spiel und unsere Spielanlage", so der Sportdirektor.

Robben in Topform, warten auf Ribery

An fast jedem vielversprechenden Angriff war Arjen Robben beteiligt. Der Niederländer braucht für sein kräftezehrendes Spiel eine erstklassige körperliche Verfassung. Gegen Hoffenheim zeigte Robben, dass ihn die in Dubai erlittene Bänderdehnung im Sprunggelenk kein Stückchen zurückwarf.

"Arjen dreht immer auf. Er bringt jeden Abwehrspieler zur Verzweiflung. Mit seinem Speed kann man kaum mithalten", sagte Mario Gomez.

Mit Robben hat ein prominenter Patient seinen Platz im Team gefunden. Der andere soll schnellstmöglich folgen. "Nächste Woche werden wir in Bremen wieder Franck Ribery begrüßen bei uns und dann haben wir schon eine sehr gute Mannschaft. Das muss man ganz klar sagen", sagte Nerlinger. Und Gomez ergänzte: "Mit Franck und Arjen haben wir eine wahnsinnige Qualität. Das würde auch die Gegner beeindrucken. Es wäre schön, wenn wir alle mal gleichzeitig fit wären."

Nerlinger will schon in Bremen mit drei Punkten "ein deutliches Zeichen setzen". Das haben die Bayern laut Timo Hildebrand bereits am Freitag getan. "Sie zeigen eine Halbzeit lang nichts und dann überrollen sie dich. Das ist halt die Qualität der Bayern", sagte der Hoffenheimer Torhüter.

Gomez bleibt erste Wahl

Nach 90 Pflichtspiel-Minuten im Jahr 2010 ist eine Analyse über die wahre Stärke der Bayern nicht zulässig. Doch das Spiel gegen Hoffenheim hat gezeigt, dass die Bayern einen klaren Plan verfolgen. Lange Ballbesitzzeiten werden mittlerweile effizienter genutzt, der Risikopass dem Querpass immer öfter vorgezogen.

Das Spiel hat Struktur und der Gegner wieder Respekt. "Wir sind schwer zu schlagen. Wir wissen das und unsere Gegner auch. Und wenn wir so spielen wie in der zweiten Halbzeit, werden wir nicht mehr viele Spiele verlieren", sagte Gomez.

Im nächsten wird Gomez wieder von Beginn an dabei sein - trotz seiner Nieten gegen Hoffenheim. "Er ist unser Torjäger und Stürmer brauchen Selbstvertrauen. Ich werde ihm das Vertrauen auch schenken", stellte van Gaal klar.

Kloses Kampfansage

Miroslav Klose muss also weiter auf seine Chance warten. Er hat die Ruhe weg. "Es ist für mich nur eine Frage der Zeit, dass ich von Anfang an spiele", sagte Klose auf SKY.

Davon geht auch Nerlinger aus: "Mit Beginn der Vorbereitung hat er sich sehr gut präsentiert. An der Einstellung gibt es bei ihm sowieso nie etwas auszusetzen. Er ist dran, hat gekämpft. Er ist auf einem sehr guten Weg, wieder der alte zu werden."

Wenn es ums Reden geht, muss Klose das gar nicht erst.

Bayern - Hoffenheim: Daten zum Spiel

Für SPOX in der Allianz Arena: Thomas Gaber

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