3:3! Irres Spiel auf Schalke

Von Daniel Börlein/Markus Matjeschk
Sonntag, 25.10.2009 | 19:23 Uhr
Heißer Fight in der Arena auf Schalke: Halil Altintop (l.) im Duell mit Joris Mathijsen
© Getty
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Der FC Schalke 04 und der Hamburger SV haben sich im Topspiel des 10. Spieltags nach einer hochklassigen Partie 3:3 (0:2) getrennt. Durch das Remis verpassten die Hamburger den Sprung an die Tabellenspitze.

In einer packenden Begegnung in der ausverkauften Schalker Arena brachten Marcus Berg (26.) und Piotr Trochowski (45.) das Team von Trainer Bruno Labbadia vor der Pause mit 2:0 in Führung.

Nach dem Wechsel erzielten Kevin Kuranyi (50.) und Lukas Schmitz (62.) den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Schalker. Zuvor hatte Hamburgs David Rozehnal wegen einer Notbremse an Kuranyi die Rote Karte erhalten (61.). In Unterzahl gelang den Hamburgern dann noch einmal die Führung durch Berg (81.), ehe Kuranyi in der 90. Minute den Endstand besorgte.

Durch das Unentschieden bleibt der HSV weiter auf Rang zwei, Schalke ist Vierter.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Magath wechselt wieder durch. Zambrano beginnt für Höwedes in der Innenverteidigung. Altintop erhält mal wieder eine Chance. Rakitic deshalb nur auf der Bank. Beim HSV stürmt Pitroipa neben Berg. Elia rückt wieder auf links, Trochowski beginnt rechts und hinten verteidigt Rozehnal, weil Boateng angeschlagen ist.

14.: Klasse Konter der Hausherren. Altintop marschiert mit großen Schritten in Richtung HSV-Gehäuse und spielt im richtigen Moment rechts raus auf Farfan. Der Peruaner zieht sofort mit rechts ab, Rost lenkt den Schuss reflexstark zum Eckball.

26., 0:1, Berg: Wunderschöner Angriff! Elia überläuft Zambrano auf dem linken Flügel und zieht dann nach innen. Von der Grundlinie legt der Niederländer mit viel Übersicht auf den Elfmeterpunkt zurück. Berg rauscht heran und trifft mit links trocken ins rechte untere Eck.

43.: Elia spielt einen Traumpass in die Nahtstelle der Viererkette. Trochowski läuft in Position und zieht sofort aus halblinker Position ab. Neuer fliegt durch die Luft und klatscht die Kugel mit einer Hand zur Seite weg. Klasse Parade!

45., 0:2, Trochowski: Freistoß für Hamburg, 25 Meter halblinks vor dem Tor. Alle rechnen mit einer Flanke, doch Trochowski visiert das lange Eck an. Neuer reckt sich vergeblich, die Kugel schlägt genau neben dem rechten Pfosten ein. Schöner Treffer, doch den muss Neuer halten.

Halbzeit-Fazit: Schalke begann stark, aggressiv und hatte mehr vom Spiel. Nach 20 Minuten kam der HSV besser ins Spiel und ging nicht unverdient in Führung. Klasse Partie in Druchgang eins.

50., 1:2, Kuranyi: Rafinha hat auf dem rechten Flügel ganz viel Platz zum Flanken. Kuranyi setzt sich am zweiten Pfosten gegen Demel durch und trifft mit freundlicher Unterstützung des rechten Innenpfostens per Kopf zum Anschlusstreffer.

61.: Rozehnal muss unter die Dusche! Kuranyi überläuft Hamburgs Innenverteidiger nach einem schlechten Rückpass von Ze Roberto. Rozehnal will als letzter Mann klären, holt Kuranyi mit seiner Grätsche aber von den Beinen und sieht Rot!

62., 2:2, Schmitz: Nach dem Platzverweis donnert Bordon den Freistoß zentral aufs Tor. Rost lenkt den Gewaltschuss mit einer Hand an den Querbalken, doch Schmitz steht schon bereit und köpft ins leere Tor.

81., 2:3, Berg: Ja gibt's das denn?! Schalke drückt auf den Siegtreffer und Hamburg geht in Führung! Kein Schalker kann Ze Roberto den Ball vom Fuß nehmen. An der Strafraumgrenze spielt der Ex-Münchner einen exakt getimten Pass auf den Elfmeterpunkt. Berg schiebt mit links an Neuer vorbei ins linke Eck.

90., 3:3, Kuranyi: Unfassbar! Westermann flankt von links mit ganz viel Gefühl auf den zweiten Pfosten. Kuranyi setzt sich im Luftduell gegen Mathijsen durch und nickt zum Ausgleich ein!

90.+2.: Asamoah hat den Siegtreffer auf dem Kopf! Aus kurzer Distanz wirft sich Schalkes Angreifer in eine halbhohe Flanke von rechts, köpft Rost die Kugel aber genau in die Arme.

Fazit: Völlig irre Partie, die mit einem verdienten Unentschieden endete. Bitte mehr davon!

Der Star des Spiels: Kevin Kuranyi. Der Schalker war wie immer viel unterwegs, extrem einsatzfreudig und dieses Mal auch an allen Treffern der Königsblauen beteiligt. Beim seinen beiden Toren bewies er seine Kopfballstärke, bei der Roten Karten für Rozehnal ein gutes Näschen, als er den Tschechen übersprintete.

Die Gurke des Spiels: David Rozehnal. Der Tscheche verteidigte in der Abwehrzentrale an der Seite von Joris Mathijsen. Beide HSV-Innenverteidiger strahlten große Unsicherheit aus und hatten im Spielaufbau große Probleme mit den früh attackierenden Schalkern. Erschreckend: Rozehnals schwacher Antritt vor seiner Notbremse gegen Kuranyi. Durch den Platzverweis bekam die Partie noch einmal eine ganz andere Wendung.

Die Pfeife des Spiels: Manuel Gräfe. Hatte ein gutes Händchen dafür, wann er durchgreifen musste und wann es besser er, laufen zu lassen. War meist Herr des Geschehens, stand aber nie im Mittelpunkt, was bei einem Schiedsrichter ja immer ein gutes Zeichen ist. Auch beim Platzverweis für Rozehnal lag Gräfe richtig.

Die Lehren des Spiels: Unter der Woche hatte Magath angemahnt, seine Mannschaft sei läuferisch und kämpferisch mittlerweile auf einem richtig guten Niveau, spielerisch aber noch lange nicht. Die Partie gegen den HSV bestätigte die Aussage des Schalke-Coachs. Die Königsblauen betrieben viel Aufwand, setzen den HSV früh unter Druck und machten klug die Räume eng.

Im Spiel nach vorne mangelt es S04 allerdings an Ideen. Gefährlich wird es meist, wenn es schnell über die Außen geht oder - wie bei Kuranyis Treffer - nach hohen Bällen. Im Mittelfeld fehlt neben den Arbeitern Mineiro, Moritz und Schmitz ein kreativer Mann, der auch mal den Rhythmus ändern kann.

Dennoch darf man Schalke mittlerweile durchaus zu den Top-Teams zählen. Die Mannschaft wirkt gefestigt, steckte auch nach dem 0:2 und dem späten dritten HSV-Treffer nicht auf und wurde dafür belohnt.

Der HSV präsentierte sich auf Schalke anders als gewohnt. Kein dynamischer Tempo-Fußball, kaum Forechecking. Ze Roberto hielt sich mit Vorstößen zurück. Das Ziel: Defensive Stabilität und Spielkontrolle. 50 Minuten klappte das ziemlich gut. Dann allerdings stellte sich Demel gegen Kuranyi amateurhaft an und Rozehnal flog vom Platz.

In Unterzahl ging es für die Hamburger nur noch darum, das Remis zu sichern - am Ende hätte es fast noch für einen Sieg gereicht. Auch wenn der HSV dieses Mal nicht glänzte und sich in den Schlussminuten noch den Ausgleich einfing: Die Hamburger stehen völlig berechtigt auf den Spitzenplätzen.

Schalke - Hamburg: Daten zum Spiel

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