
Bundesliga: Saisonrückblick
Enttäuschung der Saison (Spieler): Rensing
Die Saison 2008/09 ist zu Ende und hat mit dem VfL Wolfsburg einen würdigen Meister gefunden. Das erhoffte Herzschlagfinale blieb zwar aus, die Saison hatte es dennoch in sich. Bayerns turbulentes Jahr mit der Entlassung von Jürgen Klinsmann, Felix Magaths Meisterstück und sein Wechsel nach Schalke und der Absturz von Werder Bremen. SPOX hat die Tops und Flops der 46. Bundesliga-Saison zusammengestellt.
Platz 1: Michael Rensing (FC Bayern)
Die Saison hatte vielversprechend für die langjährige Nummer zwei begonnen. Als Nachfolger von Oliver Kahn wurde der 25-Jährige von Trainer Jürgen Klinsmann zur Nummer eins befördert. 26 Spieltage lang stand er ununterbrochen zwischen den Bayern-Pfosten. Mal mit überzeugenden Leistungen, mal mit weniger ansehnlichen.
Das Champions-League-Spiel gegen den FC Barcelona brachte die Wende zum Schlechten für den Keeper. Klinsmann sägte Rensing ab und stellte Butt ins Gehäuse, der auch den Rest der Saison Nummer eins blieb.
Die Hauptschuld an seiner eher durchwachsenen Saison gibt er Klinsmann. Er hat ihm, so Rensing, seine Saison vermasselt. Dennoch will der 25-Jährige nicht aufgeben: "Ich habe das Zeug, um bei den Bayern als Nummer 1 zu bestehen. Das weiß ich. Ich werde zur neuen Saison wieder den Konkurrenzkampf suchen und mich durchsetzen." Zukunft: völlig offen.
Platz 2: Jefferson Farfan (Schalke 04)
Vor der Saison war der Peruaner für satte zehn Millionen Euro mit der Empfehlung von 57 Buden in 118 Spielen vom PSV Eindhoven gekommen. Die stolze Torquote konnte er auf Schalke nicht bestätigen. Mehr noch: In zahlreichen Partien blieb der 24-Jährige vollends blass, auch wenn 16 Scorer-Punkte (9 Tore, 7 Vorlagen) recht ordentlich sind.
Farfan enttäuschte nicht nur sportlich, sondern bisweilen auch charakterlich. Stellvertretend sei die Szene aus dem Spiel in Bochum genannt. Der Peruaner hatte in der 85. Minute Gegenspieler Daniel Imhof ins Gesicht gegriffen, als die Schalker mit 2:1 in Rückstand lagen. Der Vorfall blieb allerdings unbestraft.
Platz 3: Mikael Forssell (Hannover 96)
30 Saison-Einsätze hören sich erst mal gar nicht so schlecht an. In die Startelf der 96er hat es Forssell allerdings nur elf Mal geschafft. Der Finne kam mit reichlich Vorschusslorbeeren an die Leine, richtig durchsetzen konnte sich der 28-Jährige aber auch unter Dieter Hecking nicht.
Am Ende reichte es zu überschaubaren sieben Saisontreffern für den als Torjäger angepriesenen Nationalstürmer. Zum Vergleich: Selbst Jiri Stajner, einst schon zum alten Eisen gezählt und als Auslaufmodell abgestempelt, netzte in der abgelaufenen Spielzeit acht Mal ein.










