Sonntag, 28.09.2008

Bundesliga - 6. Spieltag

Eintracht im Glück

Eintracht Frankfurt hat den erhofften Befreiungsschlag verpasst, dank eines späten Tores von Benjamin Köhler aber zumindest die Rote Laterne in der Fußball-Bundesliga abgegeben. Fünf Tage nach der peinlichen Pokal-Pleite gegen Hansa Rostock bewahrte der Mittelfeldspieler die weiter sieglosen Hessen vor einer erneuten Pleite und sorgte vier Minuten vor Schluss für das 1:1 (0:1) gegen Arminia Bielefeld.

Eintracht Frankfurt, Arminia Bielefeld
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Vor 37.600 Zuschauer in der Commerzbank-Arena hatte Artur Wichniarek schon in der siebten Minute den Führungstreffer für die Gäste erzielt.

Trainer Friedhelm Funkel sitzt nach dem kämpferischen Kraftakt seiner Elf wieder etwas fester im Sattel. Der dienstälteste Coach der Bundesliga hat allerdings viel Arbeit vor sich.

Schon früh kamen die Bielefelder zu ihrer ersten Großchance. Wichniarek stürmte alleine auf Torhüter Oka Nikolov zu, doch Marco Russ grätschte den Ball im Strafraum noch ab.

"König Artur" sorgt für Bielefelder Führung

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Doch nur vier Minuten später erzielte der Pole seinen sechsten Saisontreffer, als er mit einer Bogenlampe von der Strafraumgrenze den Eintracht-Keeper überwand. Allerdings stand "König Artur" bei der Vorarbeit von Katongo knapp im Abseits - trotzdem war es ein Traumtor.

Ein klares Abseitstor der Hessen durch den Griechen Nikos Liberopoulos zählte dagegen später nicht. Spät dann der Eintracht-Jubel, als Köhler (87.) per Kopf den hochverdienten Ausgleich erzielte.

Frankfurt ohne Durchschlagskraft

Dabei hätte es beinahe schon 0:2 gestanden. Katongo hatte erneut Wichniarek bedient, der 1,83 Meter große Arminia-Angreifer zielte am Tor vorbei.

Die Frankfurter bemühten sich, doch im Angriff fehlte dem Team von Trainer Friedhelm Funkel lange Zeit die Durchschlagskraft. Bei den wenigen Chancen war Torhüter Dennis Eilhoff auf dem Posten - bis zum Ausgleich.

Mit dick bandagierter Hand musste Bielefelds Oliver Kirch sieben Minuten vor der Pause verletzt ausgewechselt werden; Alexander Laas kam. Mit einem gellenden Pfeifkonzert wurden die Frankfurter verabschiedet.

Caio sorgt für neuen Schwung

Nach einer Stunde sorgte Caio mit einem Schuss aus 20 Metern für einen Lichtblick, doch Eilhoff hatte keine Mühe. Die Gäste taten nichts mehr für die Offensive und das wurde bestraft.

Die Frankfurter bestimmten das Spiel. 20 Minuten vor Schluss kam Hama Juvhel Tsoumou - der 17-Jährige wurde damit zum jüngsten Bundesligaspieler der Eintracht.

Schon vor dem Anpfiff hatte es einen Treueschwur gegeben. "Zum Trainer brauche ich mich nicht zu äußern. Ich habe viereinhalb Jahre mit Friedhelm Funkel gearbeitet", sagte Heribert Bruchhagen, der Vorstandsvorsitzender der Frankfurter, vor dem Anpfiff und stellte fest: "Wir haben ein wunderbares Vertrauensverhältnis."

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