2. Spieltag

Hoffenheim bleibt Spitzenreiter

SID
Samstag, 23.08.2008 | 17:26 Uhr
Hoffenheim, Mönchengladbach
© Getty
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1899 Hoffenheim hat sich mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel die alleinige Tabellenführung gesichert. Gegen Mitaufsteiger Mönchengladbach gelang ein 1:0-Heimsieg.

Mannheim - Der Höhenflug des Provinzklubs 1899 Hoffenheim in der Bundesliga hält an. Eine Woche nach dem 3:0 bei Energie Cottbus gewann das Team aus der badischen 3300-Seelen-Gemeinde nahe Heidelberg vor 26.300 Zuschauern mit 1:0 (1:0) gegen Borussia Mönchengladbach und ist nach zwei Spielen alleiniger Spitzenreiter der Bundesliga.

Matchwinner war der Bosnier Vehad Ibisevic mit seinem bereits dritten Saisontor in der 31. Minute.

Vier Änderungen bei Gladbach

Der Hoffenheimer Coach hatte bei seiner Sieger-Elf von Cottbus nur eine Umstellung vorgenommen: Für den verletzten Andreas Ibertsberger rückte Matthias Jaissle ins Team.

Borussen-Coach Jos Luhukay brachte nach der Auftakt-Heimpleite gegen Stuttgart mit Tobias Levels (für Marcel Ndjeng), Jan Ingwer Callsen-Bracker (für Roel Brouwers), Sebastian Svärd (für Gal Alberman) und Roberto Damian Colautti (für Rob Friend) gleich vier Neue.

"Ein Superstart mit einem schönen Tabellenbild. Aber wir sind nicht so naiv zu glauben, dass das so weitergeht. Mehr Aussagekraft gibt es erst nach zehn Spielen", meinte Rangnick zurückhaltend.

Sein Gladbacher Kollege Jos Luhukay erkannte den Sieg der Gastgeber an und meinte: "Das war schon besser als gegen Stuttgart. Wir waren in der 2. Halbzeit überlegen, ohne indessen echte Chancen herauszuspielen. Ich habe aber keine Zweifel, dass wir die Wende schaffen."

Patzer von Paauwe

Das Duell der Aufsteiger, die beide technisch anspruchsvollen Fußball propagiert hatten, kam vor den erwartungsvollen Fans nur schwer in Fahrt. Nach Karim Matmours harmlosen Weitschüssen (6./12.) waren es die Hoffenheimer, die durch Demba Ba und Per Nilsson (beide 29.) die ersten beiden klaren Chancen hatten.

Doch Gladbachs Torwart Christofer Heimeroth zeigte sich beide Male auf dem Posten. Machtlos jedoch war der Borussen-Keeper gegen den Führungstreffer von Ibisevic, der von einem Patzer von Patrick Paauwe im Mittelfeld profitierte und danach die Gäste-Abwehr austanzte.

"Die Ernüchterung ist groß, denn wir hatten uns schon viel vorgenommen für die ersten zwei Spiele. Das jetzt mit null Punkte nichts dabei herausgekommen ist, ist natürlich enttäuschend. Aber im Moment machen wir zu viele Fehler und werden dafür bitter bestraft", sagte Borusse Sascha Rösler im Gespräch mit SPOX.

Die bis dahin wenigen Angriffs-Bemühungen der Borussia, deren Jungstar Marko Marin sich harter Attacken erwehren musste, wurden von der sicheren Hoffenheimer Abwehr um den omnipräsenten Ex-Gladbacher Marvin Compper souverän gestoppt.

Viel Chancen für Hoffenheim 

Nach dem Wechsel spielten die Gäste etwas druckvoller. Luhukay brachte in Neuville für Rösler und Friend für Colautti zwei frische Offensivkräfte, doch die besseren Chancen hatten die Hoffenheimer.

Ba (48./67./80.) und Ibisevic (60./63./86.) hätten ebenso schon frühzeitig die Partie entscheiden können wie auch Nilsson, der mit einem wuchtigen Kopfball nur die Latte traf (70.) oder der am besten Borussen-Akteur Heimeroth scheiternde Carlos Eduardo (76.).

Heimeroth vereitelte mit großartigen Paraden eine noch höhere Niederlage der Gäste, die nun bereits mit dem Rücken zur Wand stehen.

Luhukay nicht beunruhigt

Rösler weiter: "Es gibt einfach so Phasen, in denen das Selbstvertrauen nicht so da ist. Aber wir waren auch in der letzten Saison in der 2. Liga schlecht gestartet. Die Euphorie nach dem Aufstieg will man natürlich mitnehmen. Jetzt sitzt halt jeder da und überlegt, ob wir die Tauglichkeit haben."

Die kommenden Aufgaben gegen Bremen und in Hannover werden für die Borussia kaum leichter. "Es ist halt nicht mehr so wie in der 2. Liga, wo man sagen kann "Den putzen wir weg". Vielleicht ist Bremen vom Kopf her einfacher, weil wir da Außenseiter sind. Vielleicht tun wir uns da ein bisschen leichter", hofft Rösler.

Für Luhukay gibt es noch keinen Grund zur Beunruhigung: "Nach zwei Spieltagen fallen noch keine Entscheidungen."

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