Bundesliga - 15. Spieltag

Hoffenheim fit für die Bayern

Von Stefan Rommel/Martin Rösch
Samstag, 29.11.2008 | 17:20 Uhr
Hoffenheims Vedad Ibisevic erzielte per Seitfallzieher sein 17. Saisontor
© Getty
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1899 Hoffenheim bleibt auch dank Topstürmer Vedad Ibisevic nach dem 15. Spieltag der Bundesliga Tabellenführer. Der Aufsteiger gewann sein vorletztes Heimspiel der Vorrunde gegen Arminia Bielefeld klar mit 3:0 (2:0).

Beim achten Sieg aus den letzten neun Spielen zeigte sich Hoffenheim auch ohne drei Stammspieler bestens gerüstet für den Schlager am kommenden Wochenende bei Rekordmeister Bayern München.

Ibisevic (5.) und Carlos Eduardo (10.) stellten vor 26.000 Zuschauern in Mannheim schon früh die Weichen auf Sieg. Der eingewechselte Francisco Copado stellte mit einem verwandelten Foulelfmeter kurz vor Schluss den Endstand her (89.).

Der Erfolg hätte bei besserer Chancenverwertung auch deutlich höher ausfallen können und war am Ende hochverdient.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Spiel: Hoffenheim muss in Salihovic, Gustavo (beide gesperrt) und Obasi (verletzt) auf drei wichtige Spieler verzichten. Dafür rücken Vorsah, Weis und Teber in die Startelf.

Bielefeld-Coach Fontzeck bringt den zuletzt starken Halfar an Stelle von Katongo und Rau auf links hinten für Schuler (Grippe).

3.: Erste Chance für die Gastgeber. Ba behauptet sich im Strafraum gegen Herzig und zieht aus der Drehung ab. Eilhoff pariert mit einer Fußabwehr.

5., 1:0, Ibisevic: Teber setzt sich rechts gegen Rau durch. Seine Flanke fälscht Herzig noch leicht ab. Ibisevic steht einmal mehr richtig und knallt den Ball im Fallen aus zehn Metern volley ins lange Eck.

10., 2:0, Eduardo: Marx fällt am Sechzehner, Schiri Weiner sieht kein Foul. Weis auf Eduardo. Der spaziert locker durchs komplette Mittelfeld und zieht aus 18 Metern ab. Flacher Schuss ins lange Eck, Eilhoff streckt sich vergebens.

21.: Wichniarek tankt sich im Sechzehner durch. Kullerball mit links, an Freund und Feind - und auch knapp am Pfosten - vorbei.

26.: Wieder Teber, wieder von rechts. Ba bekommt den Ball am Fünfer an die Brust, den Nachschuss aus vier Metern hält Eilhoff mit dem linken Fuß.

34.: Ibisevic im Sechzehner. Seine Flanke landet über Umwege bei Teber. Satter Volleyschuss aus 14 Metern, Eilhoff mit beiden Fäusten.

37.: Freistoß Kamper von links. Kucera mit dem Kopf dran, aber Haas passt gut auf und hat den Versuch aus acht Metern sicher.

38.: Ecke Eduardo von rechts. Teber mit dem Kopf aus vier Metern - Latte!

65.: Ba aus spitzem Winkel. Herzig fälscht noch ab - knapp am langen Pfosten vorbei.

75.: Flanke von Teber. Ibisevic schneller am Ball als Herzig, schaufelt aus sechs Metern aber am langen Eck vorbei.

87., Elfmeter für Hoffenheim: Ba rutscht im Zweikampf mit Lamey eher weg, als dass der Bielfelder foult. Unberechtigter Elfmeter!

89., 3:0, Copado: Copado läuft zum Elfer an und chipt den Ball locker in die Mitte. Eilhoff ist ganz schön sauer...

So lief das Spiel: Hoffenheim merkte man die Ausfälle der wichtigen Kreativspieler nie an, von Beginn an zog die TSG ihr gewohntes Spiel durch. Das befürchtete Geduldsspiel erübrigte sich durch die beiden frühen Tore.

Hoffenheim verwaltete danach souverän, setzte aber immer wieder schmerzende Nadelstiche in Form von schnellen Kontern.

Bielefeld fand in der Offensive so gut wie gar nicht statt, auch weil Hoffenheim in der Zentrale im Mittelfeld in Person von Vorsah und Weis klar Herr im Haus war. Teilweise kam Bielefeld in der ersten Halbzeit gar nicht mehr aus der eigenen Hälfte.

Im zweiten Durchgang durfte die Arminia etwas mehr am Spiel teilhaben, weil es Hoffenheim ein wenig gelassener angehen ließ - ohne allerdings seine Torgefahr einzubüßen.

Der Star des Spiels: Bei allem Respekt vor dem grandiosen Offensivspiel, aber was Tobias Weis im zentralen defensiven Mittelfeld veranstaltet hat, war schlicht überragend. Der Fast-Nationalspieler machte seinem Beinamen Mini-Gattuso alle Ehre, klaute zahllose Bälle, stopfte Löcher, war aggressiv am Mann und spielte dann auch immer wieder den gescheiten Pass zum Mitspieler. Ein Bombenspiel von Hoffenheims Sechser.

Die Gurke des Spiels: Bielefelds linke Seite war völlig überfordert. Kamper machte nach hinten so gut wie nie mit, völlig unverständlich, dass der Däne in der Pause nicht in der Kabine bleiben musste - immerhin stellte ihn Frontzeck im zweiten Durchgang auf rechts.

Rau sah sich auch mit Kirch als Vordermann in Teber und dem pausenlos stürmenden Beck immer wieder einer aussichtlosen Unterzahlsituation gegenüber und musste somit etliche gefährliche Flanken zulassen. In der zweiten Halbzeit wurden dann auch Rau und Kamper ausgewechselt.

Die Lehren des Spiels: Aufstellungssorgen? Kein Problem. Am 4-1-2-3 änderte Rangnick anders als gegen Köln nichts - und am Spiel seiner Mannschaft somit auch nichts. Sehr beeindruckend, wie der Aufsteiger die Ausfälle der drei wichtigen Spieler ohne mit der Wimper zu zucken wegsteckte.

Hoffenheim spielte teilweise perfekten Hochgeschwindigkeitsfußball, jeder einzelne war seinem Bielefelder Gegenüber in punkto Schnelligkeit, Ballsicherheit und Aggressivität überlegen. Das Pressing war an diesem Tag beängstigend gut, die defensiverprobte Gästeabwehr wusste teilweise nicht mehr ein noch aus.

Das Schöne am Aufsteiger: Selbst bei klarer Führung hört Hoffenheim nicht auf und nimmt Tempo aus dem Spiel, sondern spielt erstmal weiter beherzt nach vorne. Nirgendwo anders in der Liga bekommen die Heim-Fans derart viel für ihr Geld geboten wie in Hoffenheims Wahlheimat Mannheim.

Die zweite Halbzeit glich einem kleinen Experimentierfeld: Wie schaukelt man einen Vorsprung ohne große Probleme über die Runden? Könnte nächste Woche gegen die Bayern noch von Belang sein...

Daten und Fakten zum Spiel

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