Olic-Traumtor bringt HSV den Sieg

Von Haruka Gruber / Alexander Klucke
Sonntag, 23.11.2008 | 16:20 Uhr
Ivica Olic' Traumtor für den HSV gegen Bremen: Der Ball senkt sich perfekt ins lange Eck
© Imago
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Der Hamburger SV hat das 89. Nord-Derby in der Bundesliga gegen Werder Bremen zum Abschluss des 14. Spieltags mit 2:1 (1:1) gewonnen.

In der mit 56.121 Zuschauern - trotz einer saftigen Preiserhöhung bei den Tickets - ausverkauften HSH-Nordbank-Arena brachte Paolo Guerrero (6.) den HSV bei seinem Startelf-Comeback mit 1:0 in Front, ehe Diego mit einem schönen Freistoß (24.) für den Ausgleich sorgte. Aus dem Nichts erzielte Ivica Olic (75.) dann den Hamburger Siegtreffer per wundervollem Distanzschuss.

"Ich war auch ein bisschen überrascht. Ich wollte den Ball nur gut treffen, damit er nicht über das Tor geht. Das war bis jetzt mein schönster Treffer", sagte Olic, der mit seinem Traumtor Bremens Keeper Tim Wiese überwand, zu seiner "Rache". Vor einem halben Jahr noch hatte Wiese Olic per Kung-Fu-Tritt niedergestreckt.

Für den Aufreger des Spiels sorgte ein Zuschauer im HSV-Block, der kurz nach Diegos 1:1 eine kleine Batterie auf das Spielfeld warf, die Werders Kapitän Frank Baumann an der linken Schläfe traf. Baumann setzte die Partie nach einer kurzen Behandlungspause jedoch fort.

Bremens Manager Klaus Allofs erklärte in der Halbzeit-Pause, dass sein Verein keinen Protest einlegen werde.

Daumenkino: Baumann wird getroffen

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Beim HSV rückt Guerrero für den gelbgesperrten Jarolim ins Team. Werder verändert seine Aufstellung ebenfalls auf einer Position. Prödl wird durch Tosic ersetzt.

6., 1:0, Guerrero: Freistoß von der rechten Seite durch Petric. Der Kroate zieht den Ball auf den kurzen Pfosten, Wiese taucht ab und kann das Leder nach außen abklatschen. Guerrero ist jedoch zur Stelle und erzielt aus spitzem Winkel aus sieben Metern die Führung.

14.: Naldo mit einem Freistoß aus 30 Metern. Der Brasilianer zieht gewohnt brachial ab, doch das Spielgerät fliegt am rechten Pfosten vorbei.

24., 1:1, Diego: Bremens Spielmacher zirkelt das Leder über die Mauer in Richtung rechter Giebel. Rost kommt in Zeitlupe angeflogen, ist noch mit den Fingern am Ball, kann den Ausgleich jedoch nicht verhindern.

25.: Unschöne Szene! Baumann wird beim Torjubel von einer aus dem Zuschauerbereich geworfenen Batterie am Kopf getroffen. Kurze Spielunterbrechung, doch dann geht es sowohl für den Bremer Kapitän als auch mit dem Spiel weiter.

45.: Fast das 2:1 für den HSV! Boateng schlägt einen langen Ball in den Bremer Strafraum. Petric legt auf Olic ab, doch dessen Schuss aus 15 Metern wird im letzten Moment abgeblockt.

67.: Nach dem ersten(!) Eckball für Werder kommt Hunt aus sechs Metern völlig frei zum Abschluss. Doch sein Schussversuch wird im letzten Moment durch Silva abgeblockt.

75.: Was für ein Treffer des Kroaten. Vom rechten Strafraumeck zieht Olic in die Mitte und hämmert das Leder mit links in den linken oberen Giebel. Wiese fliegt schön, doch vergeblich. Traumtor!

78.: Erneut Diego, erneut Freistoß. Doch der Schuss landet direkt in Rosts Armen.

90.+1: Trochowski steht alleine vor Wiese, doch der Hamburger vergibt kläglich.

So lief das Spiel: Gute Anfangsphase der Hamburger. Mit gut getimten Pässen über die Außen ging es schnell nach vorne, die Bremer schienen zu Beginn mit Hamburgs Angriffswucht überfordert zu sein. Doch nach einer Viertelstunde verlor der HSV plötzlich den Glauben an seine zuvor so vielversprechende Taktik und zog sich viel zu weit zurück.

Fortan bestimmten die Bremer das Geschehen - ohne jedoch den Gegner zu dominieren. Dementsprechend verdient endete die Halbzeit 1:1.

In Abschnitt zwei ging die Partie ähnlich durchwachsen weiter. Es fehlte die so Derby-typische Intensität in den Zweikämpfen. Dem HSV gelang aber dann doch noch überraschend der Siegtreffer, Werders Schlussoffensive brachte nichts mehr ein.

Der Star des Spiels: Ivica Olic' Tor. Ein Gedicht. Eine Ode. Ein schlicht fantastischer Treffer des Kroaten zum 2:1. Kurze Körpertäuschung, dann zieht Olic mit links vom rechten 16er-Eck ab - und der Ball fliegt perfekt in das linke Toreck. Bremens Keeper Tim Wiese stand im Grunde genau richtig und machte sich lang - aber gegen so einen perfekten Schuss war er einfach chancenlos. Nebenbei bemerkt: Ansonsten war Olic' Leistung nicht der Rede wert.

Die Gurke des Spiels: Marcell Jansen. Zu seiner Entschuldigung: Er ist nach wie vor nicht in Topform. Dennoch bleibt unter dem Strich eine erneut enttäuschende Leistung des  Linksverteidigers.

Jansen mühte sich redlich - doch hinten stand er unsicher und vorne blieb sein Wirken Stückwerk. Leitete mit einem schwachen Pass das Foul vor dem 1:1 ein. Gewann bis zur Auswechslung lediglich 40 Prozent der Zweikämpfe.

Die Lehren des Spiels: Im Norden nichts Neues. Nach dem furiosen Saisonstart stagniert Hamburg in der Entwicklung. Tore fallen eher zufällig, als dass diese herausgespielt sind. Siehe das 2:1. Ein Grund: Noch immer sind die Top-Zugänge - Mladen Petric ausgenommen - keine echte Verstärkung.

Alex Silva spielt unauffällig, Jansen erinnert kaum mehr an den Nationalspieler vergangener Tage, und Thiago Neves sitzt weiterhin nur auf der Bank.

Aber immerhin stimmt beim HSV das Ergebnis - was man von Bremen nicht sagen kann. Werder lebt wie schon die ganze Saison über von vereinzelten Geniestreichen eines Diegos (siehe das 1:1) oder Claudio Pizarros. Doch wenn die Einzelkönner untertauchen (siehe Pizarro in den 90 Minuten beim HSV), fehlt der Mannschaft ein Masterplan. Eine Alternativtaktik, um einen Gegner kollektiv zu dominieren, ist nicht in Sicht.

Der 14. Spieltag im Überblick

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