Köln nutzt Hannovers Naivität

Von Thomas Gaber / Viktoria Noll
Freitag, 07.11.2008 | 22:22 Uhr
Kölns Roda Antar (rechts) im Clinch mit Hannovers Frank Fahrenhorst
© Getty
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Der 1. FC Köln hat zum Auftakt des 12. Spieltags der Bundesliga mit dem hart erkämpften 2:1 (1:1)-Sieg gegen Hannover 96 den sechsten Saisonsieg eingefahren.

Pedro Geromel (42.) und Winfried Sanou (71.) erzielten die Tore für die Mannschaft von Trainer Christoph Daum, Jan Schlaudraff hatte 96 in der 15. Minute in Führung gebracht.

Geromels Ausgleichstreffer war jedoch umstritten. Hannovers Szabolcs Hustzi hatte den Ball von der Linie geschlagen, Schiedsrichter Peter Sippel entschied auf Tor. Die Fernsehbilder bestätigten seine Entscheidung. Kurz vor Schluss sah Hannovers Jiri Stajner nach einem Ellbogenschlag gegen Roda Antar die Rote Karte.

Köln hat jetzt bereits 19 Punkte auf dem Konto, 96 bleibt bei zwölf Punkten.

Der SPOX-Spielbericht:

Vor dem Spiel: Beide Trainer entschieden sich für ein 4-2-3-1. 

10.: Vucicevic lässt Schulz ins Leere laufen und zieht aus 18 Metern ab, zentrale Position. Fromlowitz ohne Mühe gegen das Schüsschen.

11.: Ecke Vucicevic von links, Kopfball Pezzoni aus fünf Metern - Fromlowitz auf dem Posten. 

15., 0:1, Schlaudraff! Forssell sieht Schlaudraff am 16er frei und spielt ab. Schlaudraff schaut auf, wo Mondragon steht und schlenzt den Ball unhaltbar ins rechte untere Eck. Klasse Bude!

42., 1:1., Geromel! Nach Eckball von Brecko köpft Mohamad den Ball zu Geromel, der die Kugel mit der Hacke ins Tor verlängert. Oder etwa doch nicht? Jedenfalls schlägt der auf der Linie stehende Huszti die Pille weg, die Fernsehbilder beweisen aber: Tor.

45.: Antar zündet aus knapp 20 Metern eine Fackel. Der Ball rauscht haarscharf links am Tor vorbei. 

71., 2:1 Sanou! Nach schlechtem Abwehrverhalten von Schlaudraff gegen Wome prallt die Kugel an Hanke ab und fällt Sanou vor die Füße. Der schießt aufs Tor, Hanke hält den Fuß rein und spitzelt ihn an Fromlowitz vorbei ins Netz.

82.: Wome verliert im Strafraum das Gleichgewicht und fällt hin. Schlaudraff spitzelt ihm den Ball an die Hand. Sippel lässt weiterspielen.

88.: Fahrenhorst kommt ungehindert zum Kopfball. Riesentat von Mondragon, der den Ball wegfaustet. 

89., Rote Karte für Stajner: Dämliche Aktion des Tschechen. Ellbogenschlag auf Antars linke Brustwarze - und Wiedersehen. Korrekte Entscheidung.

So lief das Spiel: Beide Teams zunächst um Ordnung bemüht. Der FC probierte es mit langen Bällen auf Novakovic, Hannover mit Kurzpassspiel. Nach zwei Chancen für den FC (Vucicevic und Pezzoni) schloss 96 den ersten vernünftigen Angriff mit dem Führungstreffer ab (15.). Hannover kontrollierte in der Folge die Partie, dem FC fiel im Spiel nach vorne nichts ein. 96 gewann die Mehrheit der Zweikämpfe im Mittelfeld und hatte die bessere Raumaufteilung. Gefahr für das Tor der Gäste entstand nur bei Standards, weil 96-Torhüter Fromlowitz ein paar Mal wild in der Gegend rum sprang. So entstand auch das 1:1 durch Geromel (42.). 96 war perplex, Köln legte nach und Antar hätte den FC beinahe noch vor der Pause in Front geschossen.

In der zweiten Halbzeit verflachte die Partie, viele Fouls zerpflückten den Spielfluss, Torchancen waren Mangelware. Kölns Siegtor durch Womes abgefälschten Schuss war glücklich, aber nicht unverdient. Eine Schlussoffensive der Gäste war verhalten, die einzige Chance der Gäste vereitelte Fahrenhorst. Er scheiterte mit einem Kopfball aus kurzer Distanz an Mondragon. 

Star des Spiels: Die ersten beiden Tore. Äußerst sehenswert. Schlaudraff guckte Mondragon aus und wollte den Ball genau dorthin haben, wo er auch einschlug: unten links. Geromel hielt geistesgegenwärtig die Ferse in die Flugbahn des Balles. Ein Kompliment gebührt zudem dem Schiedsrichtergespann, das zu Recht auf Tor entschied.  

Gurke des Spiels: Mike Hanke. Um seinen Stammplatz im Sturm zurückzuerobern, stellte Hanke seine Ernährung um: Obst und Gemüse statt Burger und schwere Soßen. Geholfen hat es nicht. In der 66. Minute wurde Hanke für Forssell eingewechselt, machte vorne keinen Stich gegen Geromel und Mohamad, traf dafür halb ins eigene Tor. 

Lehren des Spiels: Hannover hat es erneut verpasst, spielerische Überlegenheit in einen Sieg umzumünzen, und steht am Ende gar mit leeren Händen da. Nach Schlaudraffs Führungstor sprach alles für 96: Kölns limitierte spielerische Möglichkeiten, einen Rückstand aufzuholen, und die Konterstärke der Hannoveraner. Doch die Hecking-Elf ließ sich das Heft aus der Hand nehmen und verursachte viel zu viele Fouls in Nähe des eigenen Tores.

Zudem fiel auf, dass 96 nach dem Rückstand nicht mehr zulegen konnte. Den Niedersachsen fehlt ein Spieler, der das Ruder auch mal herumreißt. Mit zwölf Punkten nach zwölf Spielen liegt Hannover weit hinter den Erwartungen zurück.

Der FC dagegen machte von seinem Faustpfand Gebrauch: Fighten und die Gefährlichkeit bei Standardsituationen. Spielerisch hat der FC nach wie vor Nachholbedarf.     

Der 12. Spieltag der Bundesliga im Überblick

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