Leverkusen verspielt Drei-Tore-Führung

Von Florian Bogner / Holger Messner
Samstag, 08.11.2008 | 17:20 Uhr
Paukenschlag nach 31 Sekunden: Patrick Helmes erzielt das 1:0 für Leverkusen
© Getty
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Bayer Leverkusen hat am 12. Spieltag der Bundesliga einen herben Dämpfer erhalten und den Sprung auf Platz eins der Tabelle verpasst. Beim Karlsruher SC verspielte das Team von Trainer Bruno Labbadia eine 3:0-Führung und musste sich am Ende mit einem 3:3 (3:1)-Unentschieden zufrieden geben.

Vor 28.238 Zuschauern im Karlsruher Wildparkstadion war die Partie nach nicht mal einer halben Stunde eigentlich so gut wie entschieden: Leverkusen lag nach Toren von Patrick Helmes (1.), Stefan Kießling (17.) und Michal Kadlec (24.) mit 3:0 in Front und hätte sogar noch weitere Treffer erzielen können.

Erst ein abgefälschter Freistoß von Antonio da Silva (37.) brachte den bis dato total verunsicherten KSC zurück ins Spiel.

In der zweiten Halbzeit präsentierten sich die Hausherren dann leidenschaftlich wie schon lange nicht mehr und kamen durch Tim Sebastian (60.) und den eingewechselten Alexander Iaschwili (76.) noch zum Ausgleich.

Labbadia: "Kompliment an den KSC"

"Für uns war es nach den letzten Ergebnissen eine ganz schwierige Situation und nach dem 0:3 wurde es noch schwieriger. Die Truppe hat aber mit Leidenschaft gekämpft und sich mit dem 3:3 belohnt", freute sich KSC-Coach Ede Becker.

"Ich muss den Karlsruhern ein großes Kompliment machen", meinte Bayer-Trainer Labbadia. "Selbst nach dem 0:3 hat man gemerkt, dass die Mannschaft nicht aufgibt. Bis dahin hatten wir alles richtig gemacht. Dann haben wir nicht die taktische Disziplin an den Tag gelegt, die wir gebraucht hätten. Deshalb geht die Punkteteilung in Ordnung."

Der KSC beendete damit eindrucksvoll seine Negativserie von fünf Niederlagen in Folge, Leverkusen verpasste den dritten Erfolg in Serie und damit die Tabellenführung.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Beim KSC ersetzt Stoll diesmal den verletzten Franz, Celozzi darf für Görlitz ran und da Silva rückt für Iaschwili in die Startelf. Leverkusen mit seiner Stammelf.

1., 0:1, Helmes: Vidal spielt einen herrlich getimten Pass aus dem linken Mittelfeld auf Helmes. Der geht alleine auf Torwart Miller zu und tunnelt den KSC-Keeper aus acht Metern. 31 Sekunden hat es nur gedauert - das schnellste Tor der Saison.

17., 0:2, Kießling: Kadlec schickt Augusto auf den linken Flügel, der flankt punktgenau auf Kießling. Der Stürmer springt richtig hoch in die Luft und köpft über Miller ein.

24., 0:3, Kadlec: Freistoß Leverkusen, 25 Meter, halbrechts. Kadlec hebt den Ball butterweich mit links über die Mauer, rechts oben schlägt's ein. Erstes Bundesligator für den Tschechen.

26.: Helmes im Glück. Der Bayer-Stürmer wird von Celozzi gefoult, das Spiel läuft weiter und dann gibt ihm Mutzel auch noch eine mit. Helmes tritt in Richtung Mutzel aus und hat viel Dusel, dass er nur Gelb sieht.

37., 1:3, da Silva: Freistoß KSC, 25 Meter. Da Silva trifft Kießlings Arm in der Mauer, der Ball ändert die Flugbahn und geht rechts neben den Pfosten ins Tor. Adler war schon unterwegs in die andere Ecke.

43.: Freis legt zurück auf da Silva, der an der Sechzehnergrenze lauert. Dessen Linksschuss ins linke untere Eck kratzt Adler mit den Fingernägeln raus.

58.: Kadlec zieht aus spitzem Winkel ab, Miller pariert im kurzen Eck.

60., 2:3, Sebastian: Wieder ist es ein Standard. Da Silva bringt den Freistoß aus halblinker Position herrlich in den Strafraum. Sebastian schraubt sich in die Höhe und köpft den Ball ins lange Eck.

63.: Die Chance zum 3:3! Iaschwili bekommt den Ball elf Meter vor dem Tor auf den Schlappen serviert, sein Schüsschen geht aber genau auf Adler.

66.: Augusto dreht sich im KSC-Strafraum um seinen Gegenspieler und zieht ab - Miller pariert stark.

76., 3:3, Iaschwili: Wahnsinn, der KSC! Kapllani gibt den Ball rechts raus auf Celozzi. Dessen schöne Flanke findet am langen Pfosten den Kopf von Iaschwili und drin isser! Erstes Saisontor für den Georgier.

So lief das Spiel: Die Richtung war schon nach 31 Sekunden klar: immer schön auf die Kiste von Markus Miller. Der KSC kam überhaupt nicht in die Zweikämpfe und rannte der Werkself nur hinterher. Leverkusen spielte abgeklärt, fast schon sachlich, und erarbeitetet sich Chance um Chance. Erst nach dem glücklichen Anschlusstreffer durch den abgefälschten da Silva-Freistoß erwachte der KSC und hätte schon kurz vor der Pause weiter verkürzen können.

Nach der Pause schaltete Leverkusen dann nochmal zwei Gänge zurück und wurde dafür bestraft. Der eingewechselte Iaschwili vergab nach Sebastians 2:3 erst die Riesenchance zum Ausgleich und machte ihn dann anschließend per Kopf. Erst nach dem 3:3 erwachte Leverkusen wieder aus der Lethargie - zu spät für einen Sieg.

Der Star des Spiels: Alexander Iaschwili. War zunächst der Depp, als er freistehend das 3:3 vergab. Dann war der Georgier aber im entscheidenen Moment zur Stelle und bescherte dem KSC den finalen Akt des Wahnsinnscomebacks. Sein letztes Bundesligator hatte Iaschwili übrigens am 21. Mai 2005 für Freiburg erzielt, mit dem Kopf traf der 1,75 Meter "große" Georgier zuletzt vor fünf Jahren.

Die Gurke des Spiels: Leverkusens Einstellung nach dem 3:0. "Mann, sind wir gut", dachten sich wohl die elf Bayer-Akteure und stellten nach 40 Minuten ihre Arbeit ein. Völlig unverständlich, wie Leverkusen den total verunsicherten KSC durch mangelnde Laufbereitschaft und pomadige Zweikampfführung wieder ins Spiel brachte, statt ihn - was möglich gewesen wäre - haushoch abzuschießen.

Die Lehren des Spiels: Leverkusen kann sich momentan eigentlich nur selbst schlagen. 40 Minuten lang war das gegen den KSC eine meisterschaftsreife Leistung, danach folgte ein unerklärlicher Leistungseinbruch. In den nächsten Wochen stehen Heimspiele gegen Schalke und Bayern an - da wird man sehen, wo die Reise für die junge Labbadia-Truppe hinführt.

Auf der anderen Seite wurde mal wieder klar: Den KSC darf man nicht abschreiben! Fantastisch, wie sich die schon mausetote Becker-Elf ins Spiel zurück biss und am Ende den schon verloren geglaubten Punkt einfuhr. Genau das richtige Zeichen nach fünf Niederlagen in Folge.

Der 12. Spieltag im Überblick

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