Bundesliga - 12. Spieltag

Marin schießt Gladbach zum Sieg

Von Andreas Lehner / Christian Günthner
Gladbachs Marko Marin war in Bielefeld bester Mann auf dem Platz
© Getty
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Borussia Mönchengladbach hat dank Marko Marin einen wichtigen 2:0-Auswärtssieg im Kellerduell mit Arminia Bielefeld gefeiert.

Der Nationalspieler sorgte mit einem herrlichen Freistoß (6.) und einem Kontertor (80.) für einen glücklichen aber nicht unverdienten Erfolg der Borussen.

Vor 24.600 Zuschauern ließ die Arminia in der ersten Halbzeit zu viele Chancen liegen und wartet seit sieben Spielen auf einen Sieg.

Das Bielefelder Publikum reagierte auf die anhaltende Misere mit Pfiffen und "Wir haben die Schnauze voll"-Rufen.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Hans Meyer bringt fünf neue Leute, darunter den 19-jährigen Christian Dorda, der sein Bundesligadebüt als Linksverteidiger gibt. Dazu stürmt Roberto Colautti neben Rob Friend. Bei Bielefeld kehrt Oliver Kirch nach seinem Unterarmbruch zurück.

6.: Was für ein Auftakt. Marin zirkelt einen Freistoß von halb-links aus 22 Metern über die Mauer. Der Ball schlägt genau im linken Kreuzeck ein. Sein 1. Bundesligator!

9.: Chance für Bielefeld. Freistoßflanke aus dem rechten Halbfeld. Halfar kommt aus sieben Metern frei zum Kopfball, setzt den Ball aber weit vorbei.

15.: Wichniarek wird von Schuler per flacher Flanke von links perfekt bedient. Aber der Stürmer haut den Ball aus anderthalb Metern übers Tor. Unglaublich!

16.: Noch mal ein Meter vor dem Tor, wieder nicht drin. Diesmal flankt Wichniarek flach von rechts, Katongo lauert am langen Pfosten und will einschieben. Aber Levels kommt von hinten und klärt mit einer Wahnsinnsgrätsche an den Pfosten und dann ins Aus.

33.: Klasse Konter der Borussia. Marin bekommt den Ball auf dem linken Flügel und geht mit Tempo auf die Abwehr zu. Der Nationalspieler lässt drei Bielefelder stehen, lässt Kauf ins Leere rutschen und zieht aus sieben Metern ab. Eilhoff lenkt den Ball mit einem klasse Reflex an die Latte.

37.: Wichniarek dreht sich im Strafraum um die eigene Achse und zielt Richtung rechtes Eck. Gospodarek lenkt den Ball mit den Fingerspitzen um den Pfosten.

43.: Wichniarek gegen Gospodarek, Teil II. Diesmal zieht der Armine von rechts ins lange Eck ab. Gospodarek muss sich richtig lang machen, um den Schuss aus 17 Metern zur Ecke zu klären.

45.: Herzig mit dem Ellbogen gegen Colautti. Fünfte Gelbe für den Innenverteidiger. Er fehlt nächste Woche in Stuttgart

62.: Schuler kommt über links und schlägt den Ball scharf und flach in den Fünfer. Kamper und Wichniarek fehlen bei ihren Grätschen aber die bekannten Zentimeter zum Tor.

76.: Aigner köpft aus fünf Metern eine Ecke von Halfar nur ganz knapp neben den rechten Pfosten.

77.: Baumjohann hat die Vorentscheidung auf dem Fuß. Kucera patzt, Baumjohann geht allein auf Eilhoff zu und spielt ihn aus. Sein Schuss wird aber von Kucera einen Meter vor der Linie geklärt.

80.: Marin und Baumjohann im Doppelpass. Der im Abseits stehende Friend kommt am Elfmeterpunkt an den Ball, sein Schuss wird geblockt, so dass der Ball wieder bei Marin landet. Der umkurvt noch Kucera und schiebt den Ball aus zehn Metern mit etwas Glück ins lange Eck.

So lief das Spiel: Verhaltener Beginn von beiden Mannschaften. Keine Fehler begehen, lautete die Devise. Gladbach hatte das Glück, durch einen traumhaften Freistoß in Führung zu gehen.

Die Borussia konzentrierte sich danach auf die Defensive, hatte im Mittelfeld aber Probleme gegen die Arminia. Bielefeld kam zu mehreren guten Möglichkeiten, scheiterte aber entweder am eigenen Unvermögen oder am starken Gospodarek.

Die Borussia kam nur selten kontrolliert über die Mittellinie, hatte aber mit Marin einen ständigen Unruheherd, der bei einem Konter die Vorentscheidung auf dem Fuß hatte.

Nach der Pause trat das ganze spielerische  Leid der Arminia zu Tage. Die Ostwestfalen konnten so gut wie keinen Druck aufbauen und kamen nur noch selten gefährlich vor das Gladbacher Tor. Die Borussia nutzte dagegen einen Konter durch Marin eiskalt.

Star des Spiels: Marko Marin. Der Nationalspieler war praktisch die Offensive der Borussia. Wenn es gefährlich wurde, hatte Marin seine Füße im Spiel. Mit seinem Freistoßtreffer brachte er sein Team auf die Siegerstraße. Zudem ackerte er auch in der Defensive und bewies seinem Trainer, dass er auch nach hinten zu gebrauchen ist. Sein Einsatz ging sogar soweit, dass er schon nach rund 30 Minuten rot-gefährdet war.

Gurke des Spiels: Artur Wichniarek. Der Pole vergab nach einer Viertelstunde die große Möglichkeit zum Ausgleich, als er aus anderthalb Metern das Tor nicht traf. Ein Stürmer seiner Klasse muss solche Chancen einfach nutzen. Besonders, da Bielefeld auf seine Tore angewiesen ist.

Lehren des Spiels: Borussen-Coach Hans Meyer war durch Verletzungen erneut zu vielen Wechseln gezwungen und machte bei seinen Entscheidungen alles richtig. Seine Mannschaft zeigte in Bielefeld eine disziplinierte Leistung und hatte mit Marin einen Mann auf dem Platz, der an diesem Tag den Unterschied machte.

Zudem hatte die Borussia besonders in der ersten Hälfte das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite.

Für die Arminia wird es dagegen immer düsterer. Seit sieben Spielen wartet die Frontzeck-Elf auf einen Sieg.

Besonders in der zweiten Hälfte wurde die spielerische Armut des Tabellen-17. offensichtlich. Keine Kreativität, kein Spielwitz und kein Tempo. Wenn Wichniarek nicht trifft, hat Bielefeld ein weiteres großes Problem, da sonst kein Spieler Torgefahr ausstrahlt.

Immerhin stimmte die kämpferische Komponente. Nur insgesamt ist das für die Bundesliga zu wenig.

Bielefeld - Gladbach: Daten und Fakten zum Spiel

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