Fussball

FC Bayern - Thomas Müller entschuldigt sich für Elfmeter-Aussage: "Wollte keinen Moralapostel spielen"

Von SPOX
Thomas Müller nahm mit etwas Abstand zum Pokalkrimi in Bremen Stellung zu seinen Aussagen nach dem Spiel.

Thomas Müller hat sich für seine Aussagen zum umstrittenen Elfmeter im Pokal-Halbfinale des FC Bayern bei Werder Bremen entschuldigt (3:2). Außerdem räumte er ein, dass das Foulspiel von Theodor Gebre Selassie an Kingsley Coman nicht elfmeterwürdig gewesen sei.

"Sorry, falls es ein bisschen zu überheblich rüberkam", sagte Müller in einem von ihm via Instagram und Twitter veröffentlichten Video. "Ich denke, dass der Schubser da ist und es ist auch ein Foulspiel. Allerdings kein Foulspiel, dass in dieser Situation für einen Elfmeter ausreicht", erklärte der 29-Jährige "mit etwas Abstand" seinen Sinneswandel zu der spielentscheidenden und heiß diskutierten Szene.

Kurz nach dem Spiel hatte der ehemalige Nationspieler noch gesagt, dass die Entscheidung richtig sei, auch wenn er verstehen könne, "dass ein Elfmeter, der zum 3:2 führt, immer heiß diskutiert wird".

Beim Stand von 2:2 hatte der Bremer Gebre Selassie Bayerns Flügelstürmer Kingsley Coman im Laufduell im Sechzehner leicht mit dem Arm nach vorne gedrückt und den Franzosen somit vermeintlich zu Fall gebracht. Schiedsrichter Daniel Siebert entschied auf Elfmeter, ohne die Szene noch einmal per Videobeweis zu überprüfen. Eine Fehlentscheidung, wie der DFB am Donnerstag selbst einräumte.

Müller: "Flapsige Düsseldorf-Aussage" wird zum "Bumerang"

Müller geriet nach der hitzigen Partie besonders in die Kritik, weil er eine Woche zuvor nach einer ebenfalls diskussionswürdigen Elfmeterentscheidung gegen den Rekordmeister gesagt hatte, dass er einen solchen Strafstoß nach Handspiel "absichtlich daneben" schieben würde.

"Das würde ich sogar vorne als Stürmer nicht als Elfmeter haben wollen", sagte Müller nach dem 4:1-Sieg der Bayern bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. "Meine flapsige Aussage nach dem Düsseldorf-Spiel ist als Bumerang zu mir zurückgekommen", stellte Müller fest: "Ich wollte keinen Moralapostel spielen."

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