Fussball

Kapitän-Disput mit Michael Ballack: Philipp Lahm gesteht Fehler ein

Von SPOX
Philipp Lahm (l.) hat sich zur Auseinandersetzung mit Michael Ballack geäußert.
© getty

Philipp Lahm hat sich im Gespräch mit der Bild über seine öffentliche Kritik am FC Bayern München geäußert. "Ich mache nichts berechnend. Ich bin nur ehrlich", sagte der Ex-Profi.

Für ihn sei Ehrlichkeit auch im Profi-Geschäft stets ein wichtiger Faktor gewesen: "Ich werde immer so sein. Ich werde meine Meinung auch immer öffentlich kundtun. Ich stelle einfach Dinge zur Verfügung, um darüber zu disktuieren."

2009 hatte Lahm heftige Kritik am FC Bayern und dessen Transferpolitik sowie Vereinsführung geübt. Dem Verteidiger wurden damals 50.000 Euro vom Gehalt abgezogen, bereut hat er das Interview dennoch nicht: "Ich habe Geld schon schlechter angelegt."

Seine Kritik hätte sich "im Nachhinein ausgezahlt", wollte Lahm dem damaligen Trainer Louis van Gaal doch "den Rücken stärken."

Ballack-Gate: Lahm bereut Aussage nicht

2014 beanspruchte Lahm dann das Kapitänsamt des DFB-Teams für sich und überging damit den verletzten Michael Ballack.

Trotz vieler Kritik würde der heute 34-Jährige diese Aussagen erneut so treffen: "Inhaltlich würde ich das gleiche wieder sagen. Ich wollte weiter Kapitän sein.", gestand zugleich aber ein, dabei nicht das richtige Timing gewählt zu haben. "Es war kurz vor dem Halbfinale gegen Spanien. Das war nicht angenehm, ich hätte es lieber nach der WM gemacht."

Philipp Lahm dankt Schweinsteiger

Als "treuen Wegbegleiter" beschrieb Lahm Bastian Schweinsteiger, mit dem er lange Zeit beim FC Bayern Seite an Seite spielte: "Ich verspüre eine große Dankbarkeit an Basti, dass wir uns beide sehr, sehr gut ergänzt haben."

Lahm und Schweinsteiger waren lange Zeit die Führungsfiguren des FC Bayern und in der Nationalmannschaft: "Wir mussten Kritik einstecken als Generation und konnten am Ende doch die großen Titel zusammen feiern. Das wird uns immer verbinden, ein Leben lang."

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