Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge und seine besten Sprüche

 
Donnerstag, 02.08.2018 | 08:22 Uhr
Niemand scheint dieser Tage vor einer Verbalschelte von Karl-Heinz Rummenigge sicher zu sein. Erst der DFB, dann Özil, jetzt Grindel. Der van Gogh unter den Rednern ist in Form und seine Sprüche sind legendär. SPOX hat ein Best-of zusammengestellt.
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Niemand scheint dieser Tage vor einer Verbalschelte von Karl-Heinz Rummenigge sicher zu sein. Erst der DFB, dann Özil, jetzt Grindel. Der van Gogh unter den Rednern ist in Form und seine Sprüche sind legendär. SPOX hat ein Best-of zusammengestellt.
Rummenigge stand dem Thema Investoren immer zwiespältig gegenüber. Zuletzt bezeichnete er 50+1 zwar als nicht mehr zeitgemäß, aber ganz auf die Spitze treiben wollte er es nun auch nie: "Wir haben keinen Hasan Ismaik. Gott behüte uns vor solchen Leuten."
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Rummenigge stand dem Thema Investoren immer zwiespältig gegenüber. Zuletzt bezeichnete er 50+1 zwar als nicht mehr zeitgemäß, aber ganz auf die Spitze treiben wollte er es nun auch nie: "Wir haben keinen Hasan Ismaik. Gott behüte uns vor solchen Leuten."
Allgemein verspottete er gerne mal den blauen Stadtrivalen, wie auf der JHV 2008: "Wissen Sie, wann 1860 hier erstmals urkundlich erwähnt wurde? Im Alten Testament. Da stand nämlich: 'Sie trugen seltsame Gewänder und irrten planlos umher.'“
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Allgemein verspottete er gerne mal den blauen Stadtrivalen, wie auf der JHV 2008: "Wissen Sie, wann 1860 hier erstmals urkundlich erwähnt wurde? Im Alten Testament. Da stand nämlich: 'Sie trugen seltsame Gewänder und irrten planlos umher.'“
Auch ein beliebter Seelenbalsam: die Schadenfreude über den BVB-Börsengang: "Wir kaufen keine Aktien von Fußballvereinen, obwohl der BVB ein Übernahmekandidat wäre. Die Aktien sind auf den halben Wert gesunken und die haben immerhin ein schönes Stadion."
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Auch ein beliebter Seelenbalsam: die Schadenfreude über den BVB-Börsengang: "Wir kaufen keine Aktien von Fußballvereinen, obwohl der BVB ein Übernahmekandidat wäre. Die Aktien sind auf den halben Wert gesunken und die haben immerhin ein schönes Stadion."
Ein besonderes Kunststück gelang ihm 2004, als Antwort auf die Kritik von Rudi Assauer, dass die TV-Sender ausgerechnet den "fetten Gänsen" des FCB, "den Arsch schmieren" würden. KHR darauf: "Was kümmert es die Eiche, wenn sich die Wildsau dran reibt."
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Ein besonderes Kunststück gelang ihm 2004, als Antwort auf die Kritik von Rudi Assauer, dass die TV-Sender ausgerechnet den "fetten Gänsen" des FCB, "den Arsch schmieren" würden. KHR darauf: "Was kümmert es die Eiche, wenn sich die Wildsau dran reibt."
Für Freunde hat er hingegen blumige Worte übrig. Als Uli Hoeneß seinen 60. feierte, sprudelte der Van Gogh unter den Geburtstagsrednern los: "Uli ist der Vater Teresa vom Tegernsee, der Nelson Mandela von der Säbener Straße und die Mutter aller Manager.”
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Für Freunde hat er hingegen blumige Worte übrig. Als Uli Hoeneß seinen 60. feierte, sprudelte der Van Gogh unter den Geburtstagsrednern los: "Uli ist der Vater Teresa vom Tegernsee, der Nelson Mandela von der Säbener Straße und die Mutter aller Manager.”
Als Franck Ribery sein 100. Tor für den FC Bayern schoss, geizte Rummenigge nicht mit Komplimenten und sagte einfach irgendwas, was mit Frankreich zu tun hat: "Ich ziehe meinen Hut und sage Champs-Elysees."
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Als Franck Ribery sein 100. Tor für den FC Bayern schoss, geizte Rummenigge nicht mit Komplimenten und sagte einfach irgendwas, was mit Frankreich zu tun hat: "Ich ziehe meinen Hut und sage Champs-Elysees."
Aber auch intern konnte KHR austeilen, wenn ihm was nicht passte. Zum Beispiel das Betragen von Jerome Boateng: "Jerome muss mal wieder etwas zur Ruhe kommen. Es wäre in seinem Sinne und in dem des Klubs, wenn er mal wieder 'back to earth' kommen würde.“
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Aber auch intern konnte KHR austeilen, wenn ihm was nicht passte. Zum Beispiel das Betragen von Jerome Boateng: "Jerome muss mal wieder etwas zur Ruhe kommen. Es wäre in seinem Sinne und in dem des Klubs, wenn er mal wieder 'back to earth' kommen würde.“
Ging es jedoch um Fußballsachverstand, war Rummenigge nimmermüde, dem gemeinen Fußballnarren seine Taktikdefizite aufzuzeigen - natürlich so trivial, dass der Letzte es kapiert: "Viele können nicht unterscheiden zwischen Viererkette und Fahrradkette.“
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Ging es jedoch um Fußballsachverstand, war Rummenigge nimmermüde, dem gemeinen Fußballnarren seine Taktikdefizite aufzuzeigen - natürlich so trivial, dass der Letzte es kapiert: "Viele können nicht unterscheiden zwischen Viererkette und Fahrradkette.“
Amateurhaftes Verhalten war ihm stets zuwider. Das bekam zuletzt auch der DFB zu spüren: "Mir fehlt da im Moment die professionelle Handhabung der Krise. Es wundert mich auch nicht, weil der DFB ist nur noch durchsetzt von Amateuren."
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Amateurhaftes Verhalten war ihm stets zuwider. Das bekam zuletzt auch der DFB zu spüren: "Mir fehlt da im Moment die professionelle Handhabung der Krise. Es wundert mich auch nicht, weil der DFB ist nur noch durchsetzt von Amateuren."
Selbstkritisch wie er ist, gab Rummenigge einmal zu: "Ich war nie ein lockerer Vogel." Nach dem Triple-Sieg hörte sich das aber anders an: "Letzte Woche hab ich ja in London gesagt, 1,8 Promille ist das Maß, heute erhöhen wir auf über 2." Prost!
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Selbstkritisch wie er ist, gab Rummenigge einmal zu: "Ich war nie ein lockerer Vogel." Nach dem Triple-Sieg hörte sich das aber anders an: "Letzte Woche hab ich ja in London gesagt, 1,8 Promille ist das Maß, heute erhöhen wir auf über 2." Prost!
Rummenigge tischt mit seinen Zitaten auf und lädt zum Frühstück ein: "Die Bundesliga muss unser ’Brot und Butter‘-Geschäft bleiben, die Champions League ist die Marmelade dazu.“
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Rummenigge tischt mit seinen Zitaten auf und lädt zum Frühstück ein: "Die Bundesliga muss unser ’Brot und Butter‘-Geschäft bleiben, die Champions League ist die Marmelade dazu.“
Doch die Champions League gewinnt man eben nicht mal so im Vorbeilaufen. Oder um es mit Rummenigges Philosophen-Worten auszudrücken: "Man kann nicht von uns verlangen, dass wir die Champions League so im Nebenwaschgang gewinnen.“
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Doch die Champions League gewinnt man eben nicht mal so im Vorbeilaufen. Oder um es mit Rummenigges Philosophen-Worten auszudrücken: "Man kann nicht von uns verlangen, dass wir die Champions League so im Nebenwaschgang gewinnen.“
Bis es wieder soweit ist, ergötzt sich Rummenigge an dem Bekanntheitsgrad seines FC Bayern, denn es ist ja hinlänglich bekannt: "Wenn Franz Beckenbauer oder Gerd Müller nach China reisen, müssen dort die Straßen gesperrt werden."
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Bis es wieder soweit ist, ergötzt sich Rummenigge an dem Bekanntheitsgrad seines FC Bayern, denn es ist ja hinlänglich bekannt: "Wenn Franz Beckenbauer oder Gerd Müller nach China reisen, müssen dort die Straßen gesperrt werden."
Ein so großer Klub braucht natürlich fähige Mitarbeiter und wenn die auch noch gute Arbeit leisten, ist Rummenigge der Erste, der das honoriert. Zuletzt wurde Sportdirektor Hasan Salihamidzic diese Ehre zuteil: "Hasan ist wie eine fleißige Biene."
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Ein so großer Klub braucht natürlich fähige Mitarbeiter und wenn die auch noch gute Arbeit leisten, ist Rummenigge der Erste, der das honoriert. Zuletzt wurde Sportdirektor Hasan Salihamidzic diese Ehre zuteil: "Hasan ist wie eine fleißige Biene."
Unvergessen auch sein Lob für Markus Babbel: "Er ist mit allen Salben gesalbt." Oder war das ein Verdienst von Dr. Müller-Wolfahrt?
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Unvergessen auch sein Lob für Markus Babbel: "Er ist mit allen Salben gesalbt." Oder war das ein Verdienst von Dr. Müller-Wolfahrt?
Aber genug der Liebkosungen, immerhin führt KHR aktuell wieder die Abteilung Attacke an. Opfer: Berater. "Das geht mir ohnehin zunehmend auf die Nerven: Die geben heute immer mehr die Statements und die Interviews. Das ist teilweise wie Märchenstunde."
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Aber genug der Liebkosungen, immerhin führt KHR aktuell wieder die Abteilung Attacke an. Opfer: Berater. "Das geht mir ohnehin zunehmend auf die Nerven: Die geben heute immer mehr die Statements und die Interviews. Das ist teilweise wie Märchenstunde."
Und auch zur aktuellen Özil-Debatte hatte Rummenigge einiges zu sagen: "Das war nie ein Spieler, mit dem wir uns auch nur zu einem Prozent beschäftigt haben. Nie. Wenn wir in London gespielt haben, hat Uli immer gesagt: 'Hoffentlich spielt der heute.'"
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Und auch zur aktuellen Özil-Debatte hatte Rummenigge einiges zu sagen: "Das war nie ein Spieler, mit dem wir uns auch nur zu einem Prozent beschäftigt haben. Nie. Wenn wir in London gespielt haben, hat Uli immer gesagt: 'Hoffentlich spielt der heute.'"
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