Fussball

Ballon d'Or 2013: Franck Ribery holt zum Rundumschlag gegen Frankreichs Medien aus

Von SPOX
Franck Ribery im Zweikampf im Testspiel in Doha

Mit dem FC Bayern München gewann Franck Ribery im Jahr 2013 das historische Triple, wurde außerdem zu Europas Fußballer des Jahres gewählt - der Ballon d'Or ging trotzdem überraschend an Cristiano Ronaldo.

"Es hat sich angefühlt, als wäre er mir gestohlen worden", erklärte Ribery nun bei Canal Football Club. "Es ist unbegreiflich. Ich habe jeden Pokal gewonnen, ich hätte nicht mehr machen können. Das war eine Ungerechtigkeit."

Der Franzose landete bei der Wahl zum Weltfußballer damals hinter Ronaldo und sogar auch Lionel Messi auf dem dritten Platz - eine Tatsache, die Ribery offenbar immer noch sauer aufstößt. Ein Grund sind dabei auch seine Landsleute.

Ribery fühlt sich als Frankreichs Sündenbock

"Mein Land stand nicht hinter mir", erklärte er. "Ich habe es selbst gesehen, wie die Franzosen wollten, dass Ronaldo gewinnt. Wollten die Portugiesen Ribery oder Messi gewinnen sehen? Natürlich nicht."

Ribery fühlt sich dabei als Sündenbock für das blamable Aus der Franzosen bei der WM 2010 hingestellt, wobei die Spieler sogar einen Streik angezettelt haben. Deshalb ist er auch mit den Medien nach wie vor auf Kriegsfuß.

"Sie haben einen Schuldigen gebraucht", so Ribery. "Jeder in Frankreich hat geglaubt, ich sei das Problem - selbst meine Eltern. Ich kann die Handlungen bestimmter französischer Medien nicht vergessen. Das ist eine Narbe, die mir immer bleibt - das war zu viel des Guten."

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