Fussball

Calmund: "Bayern ganz klar Nummer zwei"

Von SPOX
Mittwoch, 16.08.2017 | 06:47 Uhr
Reiner Calmund ist angetan vom Management des FC Bayern München

Reiner Calmund sieht den FC Bayern München noch hinter Real Madrid angesiedelt. National dagegen lässt er gar keine Diskussion um die Vormachtstellung aufkommen.

"Für mich ist Bayern viel besser aufgestellt als viele das darstellen. Und sie sind wieder klarer Favorit auf die deutsche Meisterschaft", stellt Calmund im Interview mit der tz fest. Der ehemalige Manager von Bayer Leverkusen sieht auch den BVB nur in der Lage, "den Vorsprung der Bayern etwas zu verkürzen."

Dabei gefällt Calmund das Management in München: "Bei Bayern guckt man weiterhin auf sich selbst, holt junge Spieler und versucht, sie zu Spitzenspielern zu entwickeln. Die Bayern beteiligen sich nicht am Wahnsinn auf dem Transfermarkt, sondern arbeiten wirtschaftlich."

Sanches "keine Schlafmütze"

Dementsprechend kann er anführen: "Auf der Sechs steht es Bayern sehr gut zu Gesicht, mit Vidal und Tolisso zwei Mann zu haben, die nach dem Motto ‚Sieg oder Blut am Schuh' spielen. Technisch erstklassige Mannschaften können auch rustikale Spieler gebrauchen!"

Großes Lob erhält Joshua Kimmich und auch Kingsley Coman sowie Renato Sanches sieht Calmund nicht so schlecht, wie sie bisweilen gemacht werden: "Das sind keine Schlafmützen! Bei denen klingelt der Wecker noch früh genug. Ob sie das auf lange Strecke umsetzen können, muss man aber abwarten."

Real Madrid noch vor FC Bayern

Letztlich sieht Calmund aber einen großen Mankel im Team: "Einen vollwertigen Ersatz für Lewandowski gibt es nicht. Das müsste ja ein Bekloppter sein, der sich da auf die Bank setzt. Das ist immer teuer und schwierig." Dementsprechend sieht er die Bayern auch nicht an der internationalen Spitze.

"Wenn man auf die letzten fünf Jahre schaut, ist Bayern klar die Nummer zwei hinter Real Madrid", stellt Calmund fest. Real Madrid gewann in den letzten beiden Jahren die Champions League, die Bayern blicken auf ihren letzten Triumph im Jahr 2013 unter Jupp Heynckes zurück.

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