Fussball

Eberl oder die große Überraschung?

Der FC Bayern sucht für den Sommer einen neuen Sportdirektor

Das Kommunikationsdesaster beim FC Bayern rund um die Verkündung des Karriereendes von Philipp Lahm warf viele Fragen auf, beantwortete andere aber endgültig. So steht fest, dass Lahm ab Sommer keine Führungsrolle im Klub antreten wird. "Es wird aber ab dem 1. Juli einen Sportdirektor geben", versicherte Uli Hoeneß unterdessen. SPOX beleuchtet die Kandidaten.

Max Eberl

Aktuell: Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach

"Ich habe gar keine Namen im Kopf, weil wir bisher nur mit Philipp Lahm gesprochen haben", sagte Uli Hoeneß am Dienstagabend. Das wird so sicherlich nicht stimmen, Planspiele gibt es bei den Bayern schon seit geraumer Zeit. Zumal der Name Eberl schon seit längerem in den Medien kursiert. Gladbachs Sportdirektor rückt nach Lahms Bekanntgabe deutlich stärker in den Fokus.

Seit dem Ausscheiden Matthias Sammers als Sportvorstand im Sommer gilt Eberl als Top-Kandidat beim Rekordmeister. Häufig wurde er auf das Thema bereits angesprochen, jedoch blockte der 43-Jährige stets ab. Zuletzt sagte er: "Darum geht es im Moment nicht, das ist auch nicht meine Thematik. Ich habe Vertrag bis 2020 ohne Ausstiegsklausel. Ich fühle mich im Klub wohl und habe einen großen Stellenwert." Nach dem Weiterkommen der Borussia im DFB-Pokal am Dienstagabend äußerte sich Eberl nicht zu den erneut aufkommenden Spekulationen.

Eberls konsistente, gute Arbeit in Gladbach ist der ausschlaggebende Punkt bei der Bewertung seiner Eignung für den FC Bayern. Aus der Relegationsmannschaft von 2011 formte er in kurzer Zeit ein Team, das permanent um Europa mitspielt. Eberl ist außerdem für seine gute Arbeit im Nachwuchsbereich bekannt. Bevor er in Gladbach Sportdirektor wurde, war er als Nachwuchs-Koordinator tätig. Für Hoeneß, der - nicht nur aufgrund des gerade entstehenden Nachwuchsleistungszentrums - zukünftig wieder einen größeren Fokus auf die Jugend legen will, ein starkes Argument.

Ebenfalls hinzu kommt Eberls Verbundenheit mit dem Klub. Im niederbayrischen Bogen geboren, spielte Eberl von 1989 bis 1993 für den FCB-Nachwuchs und kam auch auf einen Bundesliga-Einsatz bei den Profis. Hoeneß ist ein bekennender Eberl-Fürsprecher. Kommen die Vereine auf einen Nenner, was meist der Fall ist, wenn Hoeneß ein Ziel hat, steht Eberls Wechsel nichts im Weg.

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Im Gegensatz zu Philipp Lahm, dem offenbar 'nur' der Sportdirektor-Posten angeboten wurde, würde Eberl bei den Bayern womöglich als Sportvorstand einsteigen, wie Sammer zuvor. "Bei uns im Aufsichtsrat sitzen DAX-Vorstände. Für die kommt nicht infrage, dass jemand ohne Berufserfahrung im Vorstand anfängt. Auch Christian Nerlinger war Sportdirektor und nicht Vorstand", erklärte Hoeneß am Mittwoch, weshalb Lahm für diese Position noch nicht infrage kommt: "Bei Matthias Sammer war das anders. Er war vorher beim DFB." Eberl ist bei der Borussia.

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