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Freitag, 20.01.2017 | 09:00 Uhr
Carlo Ancelotti gilt als Spezialist für den saisonentscheidenden Frühling
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Der FC Bayern München hat in der ersten Saisonhälfte unter Carlo Ancelotti spielerisch nicht durchgehend überzeugt. Vor allem der Herbst war holprig, der Rekordmeister ist dennoch in allen Wettbewerben auf Kurs. Die Verantwortlichen beschwören einen größeren Fokus auf die saisonentscheidende Rückrunde. In dieser gilt es nun jedoch zu liefern, ansonsten bleiben unangenehme Fragen nicht aus.

Hängende Schultern. Leere Blicke. Frust. Die Spieler des FC Bayern stapfen langsam über den Rasen der Allianz Arena. Pep Guardiola tröstet seine Schützlinge. Aber auch er kann es nicht verbergen. In seinen Augen steht die Enttäuschung darüber geschrieben, dass er das ganz große Ziel nicht erreicht hat.

Der 2:1-Sieg gegen Atletico Madrid vor heimischem Publikum war wohl einer der besten Auftritte in den letzten Jahren. Doch er hat nicht gereicht.

Die Bayern sind auch im dritten und letzten Versuch unter Guardiola nicht ins Finale der Champions League eingezogen. Zum dritten Mal in Serie hatten die Bundesliga-Dominatoren auf der Zielgeraden der Saison nicht mehr genügend Kugeln im Lauf.

Die Ära Guardiola, so dominant die Bayern in der Liga waren, so überzeugend die Auftritte über beinahe die gesamten drei Jahre waren, gilt als unvollendet. Zumindest in der breiten öffentlichen Wahrnehmung.

Titel werden am Ende der Saison verteilt

Guardiolas Nachfolger Carlo Ancelotti predigte nicht zuletzt deswegen seit seinem Amtsantritt eine Maxime: Die Titel werden am Ende der Saison verteilt.

Oder um es mit den Worten des Mister aus dem September zu sagen: "Ich will meine Spieler nicht schon in der ersten Hälfte der Saison killen."

Holpriger Herbst

Im holprigen Herbst ließ sich der Italiener nicht aus der Ruhe bringen.

Über weite Strecken der Hinrunde waren die Bayern deutlich unsouveräner als in den Jahren zuvor. Immer wieder prangerten die Führungsspieler nach Heimspielen an, dass die letzte Konsequenz und Dominanz fehle. "Wir müssen dem Gegner klar machen, dass hier in der Allianz Arena nichts zu holen ist", sagte etwa Manuel Neuer nach dem 1:1 gegen den 1. FC Köln.

Ancelotti blieb ruhig

Stellte sich in den vergangenen drei Jahren eigentlich nur die Frage danach, wie hoch die Münchner ihre Bundesligaspiele gewinnen würden, merkten die Gegner plötzlich, dass etwas zu holen war. Selbst bei einer Bayern-Führung. Ungewohnt. Doch Ancelotti blieb ruhig.

In der Champions League beendeten die Bayern ihre Gruppe erstmals seit der Saison 2009/2010 nicht mehr als Erster. Das wichtige Auswärtsspiel bei Atletico Madrid ging wie das Halbfinal-Hinspiel der Vorsaison im Vicente Calderon mit 0:1 verloren - und diesmal mit weniger Kontrolle, weniger Ideen, weniger Gefahr. Verdienter. Obendrauf kam die peinliche 2:3-Niederlage beim FK Rostov zu einem Zeitpunkt, als man rechnerisch noch alle Chancen auf den Gruppensieg hatte. Der war damit futsch. Doch Ancelotti blieb ruhig.

Der wiedergewählte Präsident Uli Hoeneß stärkte seinem Trainer und dessen Sichtweise den Rücken: "Bis Weihnachten müssen wir uns durchwurschteln", um in der Rückrunde anzugreifen, so das Credo, das Hoeneß Ende November ausgab.

Und das Durchwurschteln funktionierte beeindruckend effizient. Die fünf Pflichtspiele im Dezember gewannen die Münchner allesamt, Torverhältnis: 13:1. Darunter der Statement-Sieg mit dem 3:0 gegen den direkten Konkurrenten RB Leipzig.

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Irgendwo im Kleingedruckten

Nicht zuletzt wegen des starken Endspurts ist die Ancelotti-Truppe vor der Rückrunde in allen Wettbewerben auf Kurs: Spitzenreiter in der Bundesliga mit drei Zählern Vorsprung, Pokal-Achtelfinale gegen Wolfsburg, Champions-League-Achtelfinale gegen Arsenal.

Alle Titel sind möglich. Und alle Titel sollten es möglichst auch sein. Das ist nicht die offizielle Zielvorgabe, steht aber irgendwo im Kleingedruckten. Nur so wird eine sehr, sehr gute Saison zu einer sensationellen Saison.

Vor dem Pflichtspielstart ins neue Jahr mit dem Hinrunden-Abschluss gegen den SC Freiburg am Freitag (20.30 Uhr im LIVETICKER) beschwören alle Beteiligten bei den Bayern das enorme Steigerungspotenzial für 2017: "Wir sind ein bisschen frischer als zum Start der Hinrunde. Jetzt hatten wir viel mehr Zeit, uns gut vorzubereiten und an unseren Problemen zu arbeiten. Wir werden in der Rückrunde besser spielen", sagte Robert Lewandowski zu SPOX.

Thomas Müller zieht seine Zuversicht neben der akribischen Arbeit im Trainingslager aus der ansteigenden Form des Dezembers: "Man hat gesehen, dass wir nochmal eine Schippe draufgelegt und in den letzten drei, vier Wochen eine kleine Entwicklung durchgemacht haben. Das macht mir Hoffnung für die nächsten Wochen."

Und Ancelotti? Der predigte bereits in der ersten Saisonhälfte regelmäßig, dass es ausschließlich um die entscheidenden zwei, drei Monate gehe. Der Ton wird mit Hinblick auf die Rückrunde bestimmter: "Es ist er­laubt, Feh­ler im ers­ten Teil der Sai­son zu ma­chen. Aber du darfst keine Feh­ler im zwei­ten Teil der Sai­son machen."

Just in time bestellt

Immer wieder wurde in der Hinserie das Bild von Carlo und der langen Leine gezeichnet. Ancelotti eilt aber auch der Ruf voraus, in eben jener Crunchtime der Saison anzuziehen. Die Aussagen werden prägnanter, die Reputation scheint sich zu bestätigen.

Nach drei Saisons mit überwältigender Hinrunde und kleinem Knick in der Rückrunde soll es in diesem Jahr umgedreht sein. Die Bayern haben ihre Form just in time für die entscheidenden Monate bestellt, um sich diesmal wieder Allesgewinner nennen zu können. Bestellt mit Ancelotti Prime sozusagen.

Doch eben jener Prime-Service muss auch liefern.

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Alles auf eine Karte

Unter dem Italiener ist die Aura der Unbesiegbarkeit gewichen. Das Vertrauen ins System und in die Spielweise ist noch nicht endgültig vorhanden, eine Weiterentwicklung wenn dann erst mittelfristig zu erkennen. Bislang nicht.

Überspitzt formuliert: Ancelotti, die Mannschaft, der ganze Verein setzt derzeit in seinem Sprech alles auf die Karte, dass man in der Rückrunde schon die Titel einfahren werde. Sollte das nicht klappen, ist genauso wenig alles schlecht wie in der Ära Guardiola alles schlecht war. Unangenehme Fragen kämen dennoch ans Tageslicht.

Ist der Italiener derjenige, der den zweifelsohne bevorstehenden Umbruch langfristig einleiten, durchführen und schließlich zum Erfolg bringen kann? Oder ist er als derjenige geholt worden, der aus der Erfolgsgeneration Lahm-Robben-Ribery die letzten Prozente herausquetschen soll, um schließlich den Trophäenschrank noch einmal pickepackevoll zu machen? Wie sieht die mittel- bis langfristige Ausrichtung aus?

Arjen Robben stimmte am Mittwoch in die Ankündigungen für die Rückrunde mit ein - mit einem entscheidenden Zusatz. Er glaube, dass der FC Bayern bessern spielen werde, aber: "Das müssen wir aber erst einmal bestätigen, sagen können wir das alle."

Der FC Bayern München in der Übersicht

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