Donnerstag, 03.11.2016

Julian Nagelsmann will Mats Hummels und den FC Bayern im Spitzenduell schlagen

Nagelsmann will Bayern "weh tun"

1899 Hoffenheim blickt dem Gipfeltreffen bei Bayern München am Samstag mit großem Selbstbewusstsein entgegen. Fünf Siege in Folge haben die nach wie vor ungeschlagenen Kraichgauer mutig gemacht.

Spitzenspiel hin, Spitzenspiel her: Mats Hummels ist so etwas wie ein Fan von 1899 Hoffenheim. Zumindest in seiner Rolle als virtueller Manager am Laptop führte für den Nationalspieler von Bayern München bislang kein Weg am Bundesliga-Konkurrenten vorbei.

"Ich mache ja so Managerspiele. Da habe ich dieses Jahr voll auf Hoffenheimer Spieler gesetzt", sagte Hummels ausgerechnet vor dem Gipfeltreffen des Rekordmeisters am Samstag gegen den Tabellendritten 1899 Hoffenheim (15.30 Uhr im LIVETICKER).

Im Kraichgau indes tüffelte 1899-Coach Julian Nagelsmann tagelang an seiner "Wie schlägt-man-die-Bayern"-Strategie. Und das mit großem Enthusiasmus.

"Wir versuchen, sie auf dem falschen Fuß zu erwischen", sagte der 29-Jährige, für den es als Trainer das erste Kräftemessen überhaupt mit dem Star-Ensemble von der Isar ist. Mehr zu seiner Taktik verriet der junge Mann mit dem Lausbubenlachen nicht.

Chancen für eine Überraschung gegen den um vier Punkte besseren Spitzenreiter sieht Nagelsmann allemal. "Wenn wir einen guten Tag haben und Bayern vielleicht keinen absoluten Sahnetag erwischt, dann ist in jedem Bundesligaspiel was möglich - auch in München."

Spannendes Top-Duell an der Isar

Der Zeitpunkt für das Duell könnte kaum besser sein.

Das Nagelsmann-Team siegte nach einem durchwachsenen Saison-Auftakt mit vier Unentschieden zuletzt fünfmal in Serie.Was zur Folge hatte, dass die Hoffenheimer neben dem Tabellenzweiten RB Leipzig und dem Tabellenvierten 1. FC Köln überraschend die Bayern-Jäger der Stunde sind.

Druck macht Nagelsmann seinen Jungs vor der Mammut-Aufgabe nicht - aber er nimmt sie in die Pflicht. "Ich erwarte, dass man sieht, was wir können", erklärte er. Nagelsmann weiß: "Der Schlüssel gegen Bayern ist das Vertrauen in die eigene Leistung." Vor Ehrfurcht erstarren - genau das will der Coach vermeiden.

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Hummels jedenfalls hat großen Respekt vor den "Blauen". "Es ist einfach eine gute Mannschaft mit hoher individueller Qualität und mit einem guten Trainer", sagte der Innenverteidiger über die Kraichgauer und sprach mit Blick auf das Spiel am Samstag von einer "spannenden Aufgabe".

Auch Nagelsmann ließ kaum eine Chance aus, die Bayern zu loben - auch vor seiner Mannschaft.

"Dann ist der Reiz größer, ihnen fußballerisch weh zu tun", meinte "Psychologe" Nagelsmann, der als Baumeister des Erfolgs gilt. "Er macht die Spieler einfach besser", erklärte der zuletzt stark aufspielende Kevin Vogt.

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Keine Angst vor Rückschlägen

Ähnliche Loblieder wie auf Nagelsmann wurden vor zwei Jahren schon einmal auf Trainer Markus Gisdol gesungen. Auch damals war die TSG nach neun Spielen ungeschlagen - dann ging es allerdings bergab.

Von derartigen Vergleichen hält Sportchef Alexander Rosen nichts. "Die Gier nach mehr ist bei der aktuellen Truppe sehr auffällig", sagte Rosen und lobte: "Seit ich hier bin, war die Entwicklung noch nie so weit fortgeschritten."

Bezeichnend, dass das 3-5-2-System von Nagelsmann greift. Und kaum eine Mannschaft reagiert so flexibel, falls es mal doch nicht so läuft.

"Wir können sofort auf andere Systeme umstellen - kompakt oder aggressiv oder druckvoll spielen", erklärte Nationalspieler Sebastian Rudy der Sport Bild.

Welche Hoffenheimer Profis er in seinem Managerspiel hat, das verriet Mats Hummels übrigens nicht.

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