Missverständnis von Anfang bis Ende

Donnerstag, 21.07.2016 | 17:22 Uhr
Mario Götze erlebte beim FC Bayern München viele unglückliche Momente
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Nach drei Jahren beendet Mario Götze das Kapitel Bayern München und bekundet offen seine Reue über den Schritt. Auch von Vereinsseite fällt das Fazit ernüchternd aus: Götze war das teuerste Missverständnis der Vereinsgeschichte - und zwar von Anfang an. Ein Kommentar von SPOX-Redakteur Jochen Rabe.

"Ich würde die Entscheidung heute so nicht mehr treffen!" Die Worte von Mario Götze nach seinem Abschied vom FC Bayern München hätten deutlicher kaum sein können.

Doch diese Einschätzung beruht auf Gegenseitigkeit. In der offiziellen Mitteilung der Bayern zeigte man sich auch nicht gerade traurig darüber, das einstige Jahrhunderttalent nach drei Jahren wieder abgegeben zu haben: "Ich denke, der Transfer ist für alle Parteien eine gute Lösung", sagte Karl-Heinz Rummenigge zu Götzes Abgang.

Die unterkühlten Aussagen beider Partien unterstreichen, was zuletzt immer klarer wurde: Das Kapitel Mario Götze beim FC Bayern war unter dem Strich ein Missverständnis.

Und ein teures Missverständnis noch dazu. Vor drei Jahren überwies der FCB 37 Millionen Euro an den großen Konkurrenten, um dessen Herzstück zu verpflichten. Drei unglückliche Jahre später bekommt man noch 26 Millionen zurück. Wenn man den Erfolg des Deals schonungslos evaluiert, muss man den heute 24-Jährigen als Transferflop werten.

Lappalie reiht sich an Lappalie

So richtig angekommen ist Götze in München nie - auf allen Ebenen. Schon bei seiner offiziellen Vorstellung zog er als Nike-Botschafter den Argwohn der Bayern-Offiziellen auf sich und kassierte einen Rüffel. Natürlich war das nur eine Lappalie.

Die Verkettung unglücklicher Umstände ging jedoch weiter. Es geriet an die Öffentlichkeit, dass Götze keineswegs der Wunschspieler von Pep Guardiola war, wie es Jürgen Klopp beim Bekanntwerden des Transfers aussagte. Der Katalane habe auf Neymar bestanden, von der Vereinsführung jedoch Götze nahegelegt bekommen. Ebenfalls nur eine Kleinigkeit. Aber die Anzeichen häuften sich von Anfang an, dass die Beziehung zwischen dem Nationalspieler und den Bayern nicht unkompliziert werden würde.

Eine Menge Verletzungspech

Natürlich darf man nicht verschweigen, dass Götze in seinen drei Bayern-Jahren auch eine Menge Pech hatte. Wenn er angreifen wollte, wenn er gut in Form war, wurde er immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen.

Doch auch wenn Götze fit war, fand er bei den Bayern nie so richtig seinen Platz. Auch im wörtlichen Sinne. Achter, Linksaußen, Rechtsaußen, hängende Spitze, falsche Neun - Pep Guardiola konnte in seinem System nie die richtige Rolle für den Offensivspieler finden, auf der er sich nachhaltig festspielen konnte. Genauer gesagt in keinem seiner vielen Systeme.

Für jede seiner drei Saisons muss man festhalten: In der wichtigen Phase war Götze nicht bei den elf Spielern, denen Guardiola von Beginn an vertraute.

Nie geliebt

Und die Fans? Die schlossen ihn auch nie richtig ins Herz. Götze-Sprechchöre, lobpreisende Spruchbanner oder auf den Star gemünzte Fangesänge suchte man in der Allianz Arena vergebens. Ob es die einerseits distanzierte, andererseits aber doch wieder sehr öffentlichkeitswirksame Art ist, mit der das bayrische Gemüt nie so richtig zurechtkam? Schwierig genau zu bestimmen, woran es lag - geliebt wurde Götze in München jedenfalls nie.

Tatsächlich war der Wechsel nach drei Jahren unausweichlich. Götze und Bayern - das passte nicht! Und zwar vom Anfang bis zum Ende.

Mario Götze im Steckbrief

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