Freitag, 01.04.2016

Berthold über Bayern

"Barcelona gilt es zu schlagen"

Thomas Berthold sieht auf dem Weg zum Gewinn der Champions League für seinen Ex-Klub Bayern München mehrere Stolpersteine - und eine große Hürde. Für den 62-maligen Nationalspieler ist klar, dass der FCB im Viertelfinale gegen Benfica die Oberhand behält, anschließend warten für ihn dann die großen Kaliber.

Thomas Berthold ist überzeugt von Carlo Ancelotti
© getty
Thomas Berthold ist überzeugt von Carlo Ancelotti

Berthold sagte der Abendzeitung München : "Die Mannschaft, die es zu schlagen gilt, ist Barcelona. Die machen über die Saison gesehen den besten Eindruck. Zehn Punkte vor Real Madrid: Das ist 'ne Hausnummer! Auch in der Champions League waren die so souverän, dass man nie den Eindruck hatte: Denen kann einer was!"

"PSG ist auch unbequem. Die haben sich verbessert, sind lauf- und zweikampfstark. Und Real muss man immer auf der Rechnung haben. Das sind die Teams, die sich mit Bayern vom Rest absetzen", führte der 51-Jährige weiter aus. Eine Spitze gegen die Klubs aus der Premier League konnte er sich dabei nicht verkneifen. Sie sind nur noch mit Manchester City in der Königsklasse vertreten: "Bei den Engländern muss man sich schon die Frage stellen, was die mit dem ganzen Geld anstellen. Das steht ja in gar keiner Relation mehr."

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Zu City wird im Sommer Bayern-Coach Pep Guardiola wechseln. Für Berthold steht fest, dass auf den Katalanen eine große Herausforderung wartet: "Das ist ein Riesen-Projekt für ihn, aber eins ist auch klar: Ab 1.7. hat er einen ganz anderen medialen Druck als in München. Und dann auch noch Erzrivale Jose Mourinho in der gleichen Stadt: Das ist schon ein enormer Druck. Und die Medien haben da eine andere Macht, gerade die TV-Sender, die die Rechte haben. Die sagen den Vereinen schon, wo der Hammer hängt."

"Ein super Trainer!"

Als einen wesentlichen Faktor für den Abschied aus München nannte Berthold die Möglichkeit der "größeren Einflussnahme", die Guardiola in Manchester habe. Am Ende sei es dort der Trainer, "der entscheidet, wer geht und wer kommt."

Der FCB habe mit der Verpflichtung Carlo Ancelottis als Nachfolger jedenfalls alles richtig gemacht: "Ein super Trainer! Italiener! Ein Internationaler, war bei fast allen großen Klubs in Europa und in den großen Zeiten des AC Mailand selbst ein großer Spieler. Ein ganz anderer Typ als Pep, viel kommunikativer. Mit dem werden die Medien mehr Spaß haben."

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