Spieler im Fokus des 11. Spieltags: Philipp Lahm

Der verkürzte Arm des Trainers

Montag, 21.11.2016 | 14:42 Uhr
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Philipp Lahm wurde am 11. Spieltag der Bundesliga bei der Niederlage in Dortmund ausgewechselt. Dabei war der Rechtsverteidiger einer der besten Feldspieler der Münchner (Note 3). Es war nicht die erste ungewöhnliche Personalentscheidung Carlo Ancelottis, die den Kapitän betraf.

Über Philipp Lahms Zukunft ist in den letzten Wochen viel spekuliert worden. Wird er Sportdirektor oder Sportvorstand? Übernimmt er einen Posten im Klub schon nach dieser Saison oder doch erst 2018, wenn sein Vertrag als Spieler ausläuft? Oder macht er erstmal Pause?

Alles Zukunftsmusik. Um Lahm muss man sich ohnehin keine Sorgen machen, er hat während seiner Spielerkarriere bestens vorgesorgt und wird auch danach eine geeignete Rolle und den passenden Zeitpunkt für seine Entscheidung finden.

Außerdem gibt es in der Gegenwart noch genügend Dinge, mit denen er sich beschäftigen muss. Zum Beispiel mit der Auswechslung im Spitzenspiel bei Borussia Dortmund am Samstagabend - beim Stand von 0:1. 68 Minuten waren erst gespielt und Lahm, seit ein paar Tagen 33 Jahre alt, sah nicht so aus, als könnte er seiner Mannschaft in der Schlussphase keine entscheidenden Impulse mehr geben.

Lahm diplomatischer als Robben

Trotzdem nahm ihn Trainer Carlo Ancelotti vom Platz und brachte Rafinha. Sieben Minuten später holte der Italiener auch noch den zweiten Architekten des Münchner Spiels Xabi Alonso vom Platz. Der Rhythmus der Bayern, die Dortmund in dieser Phase kontrollierten und immer mehr Druck aufbauten, war gebrochen. Gefährlich wurden sie nur noch in der letzten Minute durch eine Hail-Mary-Flanke von David Alaba auf Robert Lewandowski.

Lahm war in seiner langen und erfolgreichen Karriere schon immer Diplomat genug, um seine Unzufriedenheit und sein Unverständnis für die Maßnahme besser in der Öffentlichkeit zu verbergen als beispielsweise Arjen Robben.

"Ich habe immer gelernt, seit meinem fünften Lebensjahr, dass man die Entscheidungen des Trainers zu akzeptieren hat", sagte Lahm. Er sei nicht für Ein- oder Auswechslungen zuständig. "Da müssen Sie den Trainer fragen."

Philipp Lahms Aktionsradius im Spiel bei Borussia Dortmund

Ohne Lahm in Spitzenspielen

Er sagte aber auch, dass er keine Probleme gehabt habe. Es stellt sich also die Frage, warum Ancelotti auf die Qualitäten seines Kapitäns freiwillig verzichtete. Oder weiter gefasst: Warum tat Ancelotti das schon wieder?

Es war zwar erst die zweite Auswechslung Lahms in dieser Saison, die erste gab es am 1. Spieltag beim 6:0 über Werder Bremen, als die Partie längst entschieden war. Aber zuvor hatte Ancelotti Lahm bei den Heimspielen gegen Köln und Hoffenheim gar nicht eingesetzt - beide Spiele endeten 1:1. Gegen Gladbach war er gar nicht im Kader.

Es ist klar, dass der 33-Jährige mehr Pausen braucht als noch vor fünf Jahren, aber warum bekommt er seine Pausen ausgerechnet in den Spitzenspielen und spielt dagegen gegen Augsburg zweimal 90 Minuten?

Veränderte Position unter Ancelotti

Als Kapitän ist Lahm eigentlich der verlängerte Arm des Trainers auf dem Platz, im Moment beschneidet sich Ancelotti aber selbst. Mit seiner Spielintelligenz wird Lahm auch für den Italiener ein Schlüsselspieler werden, um seine Idee tiefer in der Mannschaft zu verankern.

Auch für Lahm selbst hat sich nach der Ära Guardiola wieder etwas geändert. Er spielt in erster Linie wieder Rechtsverteidiger, steht in dieser Position deutlich höher und muss weitere Wege in höherem Tempo absolvieren als im Mittelfeld oder als einrückender Außenverteidiger.

Dass er auch dieses Anforderungsprofil ausfüllen kann, ist kein Geheimnis. Eine ähnliche Rolle kam ihm in der Triple-Saison unter Jupp Heynckes zu. Damals spielte er seine statistisch beste Saison mit elf Assists in der Bundesliga.

Der 11. Spieltag der Bundesliga im Überblick

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