Gladbacher Fohlen überrennen alle

Von SPOX
Donnerstag, 04.04.2013 | 20:40 Uhr
Meisterteam 1970/71 mit u.a. Kultkeeper Kleff, Vogts, Netzer, Heynckes und Über-Trainer Weisweiler
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Zum 50. Geburtstag ließ SPOX in den vergangene Wochen seine User die beste Mannschaft der Geschichte wählen. Im Finale stand die aktuelle Mannschaft des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach von 1970/71. Am Ende brachen die Fohlen die Übermacht der Bayern und setzten sich die Krone auf.

1. Runde: Der klarste Sieg im Turnierverlauf: 87,3 Prozent sahen die Gladbacher stärker als den 1. FC Köln 1963/64.

Viertelfinale: Souveräner Erfolg mit 58,7 Prozent im "Bruderduell" mit den Fohlen der Spielzeit 1974/75.

Halbfinale: Die Borussia setzt sich gegen Dortmunds Rekordmeister von 2012 mit 57,6 Prozent der Stimmen durch.

Finale: Wieder ein klarer Sieg. Diesmal gegen die Super-Bayern der Saison 2012/13 mit 57,9 Prozent.

Köln, Gladbach, Dortmund, Bayern: Die siegreiche Mannschaft der Borussia hat auf dem Weg zum Titel ein Potpourri der erfolgreichsten Mannschaften der Bundesliga-Geschichte ausgeschaltet und auch die Helden der Neuzeit geschlagen. Ein verdienter Sieg also für das Team um Trainer Hennes Weisweiler, Regisseur Günter Netzer und Torjäger Jupp Heynckes.

Jupp Heynckes freute sich bei SPOX über die Wahl der User: "Da sieht man, wie viel Fußballsachverstand Ihre Leser haben. Die Wahl ist nachvollziehbar. Wir haben schon guten Fußball gespielt und das ist bei den Leuten im Gedächtnis haften geblieben. Heute muss man beides: erfolgreich sein und gut spielen. Nur Erfolg genügt nicht mehr - besonders beim FC Bayern. Damals haben wir super gespielt, aber waren - gerade international - nicht so erfolgreich wie der FC Bayern und das hat uns gewurmt."

Die siegreiche Elf und ihre Geschichte

Wolfgang Kleff (34 Spiele, 0 Tore, 0 Vorlagen)

Kam als 21-Jähriger 1968 nach Mönchengladbach und wurde in seinem zweiten Jahr zum Stammtorhüter. Vom 19. April 1969 bis zum 12. Juni 1976 absolvierte Kleff in der Bundesliga 244 Spiele am Stück für die Borussia. In der Nationalmannschaft kam "Otto", wie er aufgrund seiner Ähnlichkeit mit Otto Walkes genannt wurde, aber nie an Sepp Maier vorbei und brachte es so nur auch sechs Länderspiele.

Klaus-Dieter Sieloff (33 Spiele, 6 Tore, 2 Vorlagen)

War offiziell Libero der Mannschaft, spielte aber nicht so klar hinter der Abwehr wie zu dieser Zeit eigentlich üblich. Die Borussia spielte damals schon eine Art Viererkette, wie Horst Köppel im SPOX-Interview erklärte. Sieloff nutzte seine Freiheiten immer wieder für Vorstöße. Er nahm für Deutschland an den Weltmeisterschaften 1966 in England und 1970 in Mexiko teil.

Berti Vogts (34 Spiele, 1 Tore, 4 Vorlagen)

Spielte in seiner ganzen Karriere nur für die Borussia und erarbeitete sich dort als bissiger Verteidiger den Spitznamen "Terrier". Trotz seiner geringen Körpergröße für jeden Stürmer ein unangenehmer Gegenspieler. Körperlich extrem robust und laufstark.

Ludwig Müller (34 Spiele, 2 Tore, 2 Vorlagen)

So etwas wie der Alterspräsident in der jungen Fohlen-Elf. Der "Luggi" war mit seinen 30 Jahren der älteste Spieler im Kader und für das Rustikale zuständig. Kam 1969 vom 1. FC Nürnberg nach Mönchengladbach und sollte gemeinsam mit Sieloff, der aus Stuttgart kam, die Defensive der Gladbacher stärken. Das gelang. Verschoss im Viertelfinal-Rückspiel des Landesmeistercups gegen den FC Everton aber den entscheidenden Elfmeter.

Herbert Wimmer (26 Spiele, 3 Tore, 2 Vorlagen)

War der Wasserträger des Spielermachers Netzer und als solcher auch immer im Schatten des großen Strategen. Auf der anderen Seite wäre Netzer ohne seinen Abräumer "Hacki" nicht vollkommen gewesen. In der heutigen Betrachtung ein klassischer Sechser.

Günter Netzer (32 Spiele, 9 Tore, 12 Vorlagen)

Der unumstrittene Chef auf und neben dem Platz. Lenkte das Spiel der Borussia in der Offensive mit seinen langen Bällen, war stark im Dribbling und schoss verdammt gute Standards. Einer der besten Spielermacher, die Deutschland je hatte.

Peter Dietrich (28 Spiele, 3 Tore, 4 Vorlagen)

Der zweite Staubsauger im Mittelfeld. Kam 1967 von Rot-Weiß Essen zur Borussia und überzeugte Trainer Hennes Weiseweiler durch seine Laufstärke und sein Aufbauspiel. Stand 1970 auch im WM-Kader. Wechselte nach dieser Saison und vier Jahren am Bökelberg zu Werder Bremen.

Horst Köppel (34 Spiele, 9 Tore, 2 Vorlagen)

Gladbachs Mittelstürmer stand in Sachen Torgefährlichkeit im Schatten von Heynckes und Laumen, war im Sturmzentrum aber gesetzt und als Arbeiter gefragt. Wechselte nach der Saison zurück nach Stuttgart, um 1973 wieder für sechs Jahre an den Bökelberg zu kommen.

Jupp Heynckes (33 Spiele, 19 Tore, 8 Vorlagen)

Kam vor der Saison von Hannover 96 zur Borussia zurück. Erzielte in seiner gesamten Karriere in 369 Spielen 220 Tore und ist damit die Nummer drei in der ewigen Rangliste. 195 Treffer erzielte er für die Borussia - Vereinsrekord! Aufgrund seiner Schnelligkeit ein extrem gefährlicher Stürmer mit sehr gutem Torabschluss.

Herbert Laumen (31 Spiele, 20 Tore, 4 Vorlagen)

Mit Heynckes der torgefährlichste Gladbacher. Kam entweder als Rechtsaußen oder als hängende Spitze zum Einsatz. Beherrschte die ganze Bandbreite eines gefährlichen Offensivspielers und konnte sowohl mit links, mit rechts als auch mit dem Kopf Tore erzielen. Ging nach der Saison mit Dietrich nach Bremen. Den Wechsel bezeichnete Laumen hinterher als großen Fehler.

Ulrik Le Fevre (31 Spiele, 3 Tore, 3 Vorlagen)

Der einzige Ausländer im Kader. Der Däne kam 1969 von Velje BK nach Mönchengladbach und war drei Spielzeiten Stammspieler, ehe er zum FC Brügge weiterzog. Schoss 1971 das erste Tor des Jahres.

Die Abschlusstabelle 1970/71

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