Fussball

Wolfgang Dietrich vom VfB Stuttgart vermutet: "Kritik hat weniger mit mir persönlich zu tun"

Von SPOX
Wolfgang Dietrich vom VfB Stuttgart baut unter anderem auf Thomas Hitzlsperger.

Präsident Wolfgang Dietrich vom VfB Stuttgart wähnt sich selbst nicht als Ziel der Kritik aus dem Fanlager. Vielmehr sieht er eine allgemeine Unzufriedenheit der Fans mit dem Posten des Vereinspräsidenten. Entsprechend denkt er auch nach dem Abstieg nicht an einen Rücktritt.

"Die Kritik hat weniger mit mir persönlich zu tun, sondern mit meinem Amt", mutmaßte Dietrich im Gespräch mit der Bild. Im Laufe des Abstiegskampfs waren immer wieder Stimmen laut geworden, die eine Trennung von Dietrich forderten: "Traditionell wird bei sportlichen Misserfolg der Präsident als Erster angegriffen. Der ist in Augen vieler verantwortlich für alles."

Dietrich erhalte in der Ehrenloge Unterstützung von Personen, die Ähnliches bereits in der Vergangenheit mit anderen Präsidenten erlebten. "Davonrennen" will Dietrich deshalb auch nach dem zweiten Abstieg in drei Jahren nicht: "Wir haben den Begriff furchtlos und treu. Ich handle verantwortungsbewusst, ich bin für vier Jahre gewählt."

Wolfgang Dietrich: VfB Stuttgart bleibt "eine gute Adresse"

Für ihn sei es "eine Selbstverständlichkeit", sich den neuen Problemen zu stellen. Dennoch rechnet er fest damit, dass es auf der Mitgliederversammlung am 14. Juli zu einem Abwahlantrag kommen wird: "Jeder sollte aber auch im Kopf haben, dass wirtschaftliche Handlungsfähigkeit und personelle Stabilität das allerwichtigste für einen Verein sind, gerade in einer Krisen-Situation."

Nicht zuletzt im Kampf um Spieler und Sponsoren wäre ein Fortbestehen der aktuellen Führung wichtig. "Der VfB ist eine gute Adresse, auch wenn sich das eine Woche nach dem Abstieg vielleicht komisch anhört", erklärte Dietrich. Weiterhin stehe "ein klarer Plan" zur Weiterentwicklung sowie die nötige "Substanz" dazu.

Neuaufbau soll mit Trio aus Walter, Mislintat und Hitzlsperger gelingen

Fehler gab der Präsident derweil zu. "Dass ich nicht genug Druck gemacht habe, dass wir neben Michael Reschke zeitig einen zweiten Sport-Verantwortlichen einstellen", nannte er als eines seiner Vergehen. Auch die Trennung von Reschke habe nicht die richtige Wirkung erzielt.

Eigentlich habe man damit Trainer Markus Weinzierl stärken wollen. Wenig später wurde dieser aber ebenfalls verabschiedet, mit Interimstrainer Nico Willig gelang der Klassenerhalt auch über die Relegation nicht. Der Neuaufbau soll nun mit dem Trio aus Trainer Tim Walter, Sportdirektor Sven Mislintat und Sportvorstand Thomas Hitzlsperger gelingen.

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