Fussball

Bundesliga: Union-Präsident Zingler gegen Berliner Derby am 9. November: "Das ist absurd"

SID
Dirk Zingler, Präsident von Union Berlin, will von einem "Einheitsderby" gegen die Hertha nichts wissen.
© getty

Präsident Dirk Zingler von Aufsteiger Union Berlin hat sich deutlich gegen die Austragung eines Stadt-Derbys gegen Hertha BSC am 9. November zum 30. Jahrestag des Mauerfalls ausgesprochen. In der neuen Saison kommt es erstmals in der Bundesliga zu diesem Duell.

"Ehrlich gesagt, verstehe ich den Wunsch nicht. Für mich ist das ein Derby, das steht für Rivalität, für Abgrenzung. Und für Fußball-Klassenkampf in der Stadt", sagte der Klub-Präsident der Berliner Zeitung: "Diesem Spiel eine Art Freundschaftsspielcharakter zu geben, nach dem Motto: Wir spielen jetzt hier einen auf deutsche Einheit, das finde ich absurd. Ich weiß nicht, wie man auf so was kommt."

Liga-Rivale Hertha BSC hatte bestritten, einen entsprechenden Antrag für das Derby am 9. November bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) eingereicht zu haben. Der Spielplan für die neue Saison wird am kommenden Freitag veröffentlicht.

Zingler verteidigt neuen Hauptsponsor: "Wussten, dass es Widerspruch geben wird"

Derweil verteidigte Zingler die Zusammenarbeit der Köpenicker mit dem neuen Hauptsponsor Aroundtown SA, einem milliardenschweren Gewerbe-Immobilien-Unternehmen. Die Kooperation hatte auch im Fanlager von Union viele Irritationen ausgelöst.

"Wir wussten natürlich, dass es bei der Bekanntgabe der Partnerschaft mit Aroundtown auch Widerspruch geben wird. Wir sind ja nicht blind. Wir nehmen die gesellschaftlichen Verwerfungen im Bereich des sozialen Wohnraums hier in Berlin wahr und wussten, das es Diskussionen geben wird", sagte Zingler

Dennoch stehe der Klub zu dem Deal, auch wenn nicht alle im Umfeld einverstanden sind. "Wir haben unserem Partner Aroundtown nichts vorzuwerfen. Im Gegenteil, wir sind stolz, dass wir sie an unserer Seite haben. Das ist ein milliardenschweres MDax-Unternehmen. Vor zehn Jahren hätte sich doch in Berlin noch jeder darüber gefreut, wenn Union so einen Partner gehabt hätte", so Zingler.

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