Fussball

Hertha kassiert angeblich 125 Mio. Euro von Investor Windhorst

Von SID
Hertha BSC winken 125 Millionen Euro.
© getty

Hertha BSC kann einen warmen Geldregen erwarten. Ein neuer Investor soll den Hauptstadt-Klub zu neuem Glanz verhelfen.

125 Millionen für den Großangriff auf die Bundesliga-Spitze: Ein neuer Investor soll Hertha BSC mit einer großen Finanzspritze wegführen vom Graue-Maus-Image. 37,5 Prozent sicherte sich der Finanzinvestor Lars Windhorst an der ausgliederten Profi-Tochter des Vereins, in der kommenden Saison könnte es sogar noch mehr Geld geben.

Dies teilte der Klub am Donnerstag mit. Das Kapital wollen die Berliner auch in Star-Spieler investieren. "Das erhöht unsere Chancen, mittelfristig in Reichweite internationaler Plätze zu kommen", sagte Hertha-Manager Michael Preetz dem Spiegel.

Investor Windhorst: Hertha kann zu einem "Big City Club" werden

Und auch Windhorst verspricht sich von dem Deal einen Aufschwung des Tabellenelften der abgelaufenen Bundesligasaison. "Die Hertha kann wie andere Klubs in London oder Madrid zu einem echten 'Big City Club' werden", sagte er. Wenn er will, kann Windhorst seine Anteile bald gar auf 49,9 Prozent aufstocken. Die Hertha bekäme dann noch einmal einen warmen Geldregen. Die Bild-Zeitung schrieb gar von 250 Millionen Euro.

Gebrauchen können die Berliner dies durchaus. Zuletzt hatte es der Klub in der Saison 2016/2017 als Sechster in die Europa League geschafft. Platz zehn und elf in den Jahren danach stellten viele Fans nicht zufrieden.

Neues Personal könnte da helfen. Zumal Hertha konkret nach einem Ersatz für Flügelspieler Valentino Lazaro sucht, der vor einem Wechsel zum italienischen Traditionsklub Inter Mailand steht. Auch ein neuer Stürmer sowie eine neuerliche Leihe von Mittelfeldspieler Marko Grujic, der beim FC Liverpool unter Vertrag steht, sind im Gespräch.

Hertha freut sich: "Ein Meilenstein für die Zukunft"

Strategisch macht die Partnerschaft für Hertha Sinn, da der Klub erst im vergangenen Winter die Anteil des vorigen Investors KKR zurückgekauft hatte und anschließend auf der Suche nach einem anderen Geldgeber war. Die 71,2 Millionen Euro für den Rückkauf der 36,3 Prozent, die sie damals teils durch Anleihen finanziert hatten, haben die Berliner nun mit Leichtigkeit wieder raus. "Durch die neue Partnerschaft sind wir, was die Bewertung unseres Klubs angeht, in neue Dimensionen vorgestoßen", sagte Hertha-Finanzvorstand Ingo Schiller.

Dies sieht auch Torsten-Jörn Klein, Herthas Aufsichtsratsvorsitzender, so: "Ein Meilenstein für die Zukunft von Hertha BSC ist erreicht!" Windhorst sagte in einer Presseerklärung der Berliner: "Wir sehen es als langfristiges und vielversprechendes Engagement. Für mich persönlich ist es außerdem eine große Freude, einen Beitrag zur wirtschaftlichen Zukunft dieses großartigen Vereins in Berlin leisten zu können."

Windhorst, der über seine Beteiligungsfirma Tennor bei Hertha einsteigt, erhält nun zwei Sitze im Aufsichtsrat der Herthaner. Darüber hinaus jedoch soll nach Angaben der Hertha-Bosse nicht ins sportliche Tagesgeschäft eingegriffen werden.

Der 42-Jährige hatte in den 1990er-Jahren und zu Beginn der 2000er-Jahre mit einigen Firmengründungen auf sich aufmerksam gemacht, als er auch international als große Nachwuchshoffnung in der deutschen Wirtschaft galt. Nach Firmenpleiten war sein Ruf allerdings angekratzt.

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