BVB-Rückkehrer: Nur ein Hummels-Vorgänger überzeugte restlos

 
Mats Hummels kehrt nach drei Jahren zum BVB zurück. Die große Frage: Kann er noch einmal an seine vorherigen Leistungen in Dortmund anknüpfen? Vor Hummels holte der BVB acht Spieler zurück. Restlos überzeugen konnte nur einer und der wurde zum Verräter.
© imago
Mats Hummels kehrt nach drei Jahren zum BVB zurück. Die große Frage: Kann er noch einmal an seine vorherigen Leistungen in Dortmund anknüpfen? Vor Hummels holte der BVB acht Spieler zurück. Restlos überzeugen konnte nur einer und der wurde zum Verräter.
SIEGFRIED HELD: Einer der besten Fußballer in der Geschichte des BVB. Bildete nach seinem Wechsel 1965 von Offenbach nach Dortmund mit Lothar Emmerich eines der gefürchtetsten Angriffs-Duos ("Terrible Twins") der Liga.
© imago
SIEGFRIED HELD: Einer der besten Fußballer in der Geschichte des BVB. Bildete nach seinem Wechsel 1965 von Offenbach nach Dortmund mit Lothar Emmerich eines der gefürchtetsten Angriffs-Duos ("Terrible Twins") der Liga.
Erzielte beim Europacup-Sieg 1966 das 1:0 gegen Liverpool und assistierte beim 2:1. "Das war sicher der Höhepunkt meiner Karriere", sagte er später. 1971 verließ er den BVB, kehrte 1977 für drei Jahre im hohen Fußballer-Alter noch einmal zurück.
© imago
Erzielte beim Europacup-Sieg 1966 das 1:0 gegen Liverpool und assistierte beim 2:1. "Das war sicher der Höhepunkt meiner Karriere", sagte er später. 1971 verließ er den BVB, kehrte 1977 für drei Jahre im hohen Fußballer-Alter noch einmal zurück.
Held war auch wegen seines fortgeschrittenen Alters nicht mehr der Torjäger, der er noch in seiner ersten Zeit beim BVB gewesen war. Zu seinen 41 Toren kamen nur noch drei Treffer für die Schwarz-Gelben hinzu. Dennoch hat er absoluten Legendenstatus.
© getty
Held war auch wegen seines fortgeschrittenen Alters nicht mehr der Torjäger, der er noch in seiner ersten Zeit beim BVB gewesen war. Zu seinen 41 Toren kamen nur noch drei Treffer für die Schwarz-Gelben hinzu. Dennoch hat er absoluten Legendenstatus.
ERDAL KESER: Kam 1980 zum BVB. Machte besonders in seiner dritten Spielzeit mit 12 Toren in 38 Spielen auf sich aufmerksam. Wechselte nach vier Jahren in Dortmund auf Leihbasis zu Galatasaray und kehrte 1986 noch einmal für eine Spielzeit zurück.
© imago
ERDAL KESER: Kam 1980 zum BVB. Machte besonders in seiner dritten Spielzeit mit 12 Toren in 38 Spielen auf sich aufmerksam. Wechselte nach vier Jahren in Dortmund auf Leihbasis zu Galatasaray und kehrte 1986 noch einmal für eine Spielzeit zurück.
An seine besten Zeiten beim BVB kam er trotz seiner 5 Treffer in 26 Spielen nicht mehr ran. Nach zwei Jahren bei Sariyer kehrte er zu Galatasaray zurück und beendete dort 1995 seine Karriere. Heute ist er Leiter des Europa-Büros des türkischen Verbandes.
© getty
An seine besten Zeiten beim BVB kam er trotz seiner 5 Treffer in 26 Spielen nicht mehr ran. Nach zwei Jahren bei Sariyer kehrte er zu Galatasaray zurück und beendete dort 1995 seine Karriere. Heute ist er Leiter des Europa-Büros des türkischen Verbandes.
JÜRGEN WEGMAN: Spielte erstmals von 1984 bis 1986 für den BVB und rettete Dortmund mit einem Last-Minute-Treffer gegen Fortuna Köln vor dem Abstieg. Wegmann ging anschließend als "Judas" verschrien zu Schalke 04 und zum FC Bayern.
© imago
JÜRGEN WEGMAN: Spielte erstmals von 1984 bis 1986 für den BVB und rettete Dortmund mit einem Last-Minute-Treffer gegen Fortuna Köln vor dem Abstieg. Wegmann ging anschließend als "Judas" verschrien zu Schalke 04 und zum FC Bayern.
1989 kehrte er für 4 Jahre zum BVB zurück. Zwei Spielzeiten war er Stammspieler und überzeugte durchaus. In den letzten beiden Saisons stand er verletzungsbedingt nur jeweils einmal auf dem Platz. Der BVB verewigte ihn dennoch auf dem BVB Walk of Fame.
© imago
1989 kehrte er für 4 Jahre zum BVB zurück. Zwei Spielzeiten war er Stammspieler und überzeugte durchaus. In den letzten beiden Saisons stand er verletzungsbedingt nur jeweils einmal auf dem Platz. Der BVB verewigte ihn dennoch auf dem BVB Walk of Fame.
ANDREAS MÖLLER: Kam 1987 nach dem Bruch mit Eintracht Frankfurt zum BVB und wurde dort zum Nationalspieler. Nach dem Pokalsieg 1989 versprach er den Fans zu bleiben, ging aber nach dem WM-Triumph 1990 zurück zur Eintracht.
© imago
ANDREAS MÖLLER: Kam 1987 nach dem Bruch mit Eintracht Frankfurt zum BVB und wurde dort zum Nationalspieler. Nach dem Pokalsieg 1989 versprach er den Fans zu bleiben, ging aber nach dem WM-Triumph 1990 zurück zur Eintracht.
1993 gewann Möller in den Diensten von Juve den UEFA-Cup – im Finale gegen den BVB. Nach der WM 1994 kehrte er als Mischung aus Weltstar und Persona non grata zum BVB zurück und wurde unter Hitzfeld absoluter Leistungsträger.
© getty
1993 gewann Möller in den Diensten von Juve den UEFA-Cup – im Finale gegen den BVB. Nach der WM 1994 kehrte er als Mischung aus Weltstar und Persona non grata zum BVB zurück und wurde unter Hitzfeld absoluter Leistungsträger.
Als verehrter Schlüsselspieler gewann er zwei Meisterschaften und die CL. 2000 ernannte ihn das Vereinsmagazin zum „Borussen der Saison“ und schrieb: "Die Spielkultur bei Borussia Dortmund trägt seinen Namen." Die Rückholaktion war ein voller Erfolg.
© getty
Als verehrter Schlüsselspieler gewann er zwei Meisterschaften und die CL. 2000 ernannte ihn das Vereinsmagazin zum „Borussen der Saison“ und schrieb: "Die Spielkultur bei Borussia Dortmund trägt seinen Namen." Die Rückholaktion war ein voller Erfolg.
Doch Möllers Vertrag lief aus, der BVB zögerte mit einer Verlängerung wegen seines Alters (32) und der hohen Kosten. Es kam zu einem der spektakulärsten Bundesligatransfers: Möller wechselte völlig überrschend zu Schalke. Bis heute ein Transfer-Sakrileg.
© getty
Doch Möllers Vertrag lief aus, der BVB zögerte mit einer Verlängerung wegen seines Alters (32) und der hohen Kosten. Es kam zu einem der spektakulärsten Bundesligatransfers: Möller wechselte völlig überrschend zu Schalke. Bis heute ein Transfer-Sakrileg.
JÖRG HEINRICH: Kam erst mit 24 in die Bundesliga und sagte in der Winterpause 1995/96 den Bayern ab und ging zum BVB. "Arbeiter passen eben in den Ruhrpott", sagte er im Interview mit SPOX und sprach von einer "absolut richtigen Entscheidung".
© getty
JÖRG HEINRICH: Kam erst mit 24 in die Bundesliga und sagte in der Winterpause 1995/96 den Bayern ab und ging zum BVB. "Arbeiter passen eben in den Ruhrpott", sagte er im Interview mit SPOX und sprach von einer "absolut richtigen Entscheidung".
Heinrich wurde mit dem BVB Meister, 1997 Champions-League-Sieger und ganz nebenbei Nationalspieler. 1998 klopfte Florenz an und machte den Rechts- und Linksverteidiger zum mit Abstand teuersten deutschen Spieler (25 Mio. D-Mark).
© getty
Heinrich wurde mit dem BVB Meister, 1997 Champions-League-Sieger und ganz nebenbei Nationalspieler. 1998 klopfte Florenz an und machte den Rechts- und Linksverteidiger zum mit Abstand teuersten deutschen Spieler (25 Mio. D-Mark).
Nur zwei Jahre später kehrte er zurück. Der AC hatte sich finanziell brachial übernommen und beim BVB erinnerte sich der neue Trainer Matthias Sammer an Heinrichs Fähigkeiten, die er zumindest phasenweise zeigte. Er wurde 2002 erneut Meister.
© getty
Nur zwei Jahre später kehrte er zurück. Der AC hatte sich finanziell brachial übernommen und beim BVB erinnerte sich der neue Trainer Matthias Sammer an Heinrichs Fähigkeiten, die er zumindest phasenweise zeigte. Er wurde 2002 erneut Meister.
2003 folgte eine Formkrise und eine Knieverletzung. Der BVB sah von einer Vertragsverlängerung ab. Heinrich absolvierte 141 Spiele für Dortmund und machte dabei 18 Tore.
© getty
2003 folgte eine Formkrise und eine Knieverletzung. Der BVB sah von einer Vertragsverlängerung ab. Heinrich absolvierte 141 Spiele für Dortmund und machte dabei 18 Tore.
NURI SAHIN: Ein echtes BVB-Urgestein. In Lüdenscheid geboren, ging er 2001 mit 12 Jahren zum BVB und gab als jüngster Profi der Geschichte sein BL-Debüt für Dortmund. Nach einer Leihe zu Feyenoord kehrte er 2008 zu Dortmund zurück…
© getty
NURI SAHIN: Ein echtes BVB-Urgestein. In Lüdenscheid geboren, ging er 2001 mit 12 Jahren zum BVB und gab als jüngster Profi der Geschichte sein BL-Debüt für Dortmund. Nach einer Leihe zu Feyenoord kehrte er 2008 zu Dortmund zurück…
… und war überragender Mittelfeldregisseur beim Meistertitel 2011. Er unterschrieb von großen Träumen getrieben für sechs Jahre bei Real Madrid.
© getty
… und war überragender Mittelfeldregisseur beim Meistertitel 2011. Er unterschrieb von großen Träumen getrieben für sechs Jahre bei Real Madrid.
Nach nur vier Liga-Spielen wurde er zu Liverpool verliehen und als er dort ebenfalls nicht Fuß fassen konnte, kehrte er im Januar 2013 zum BVB zurück. Zur prägende Figur von 2011 wurde er aber nicht mehr.
© getty
Nach nur vier Liga-Spielen wurde er zu Liverpool verliehen und als er dort ebenfalls nicht Fuß fassen konnte, kehrte er im Januar 2013 zum BVB zurück. Zur prägende Figur von 2011 wurde er aber nicht mehr.
Nach eineinhalb guten Spielzeiten prägten Verletzungen sein zweites Stelldichein beim BVB. Sahin machte zwischen 2014/15 und 2018/19 (Wechsel zu Werder Bremen) nur noch 55 Spiele in Schwarz-Gelb.
© getty
Nach eineinhalb guten Spielzeiten prägten Verletzungen sein zweites Stelldichein beim BVB. Sahin machte zwischen 2014/15 und 2018/19 (Wechsel zu Werder Bremen) nur noch 55 Spiele in Schwarz-Gelb.
SHINJI KAGAWA: Ebenso wie bei Sahin geriet seine zweite Hochzeit mit dem BVB zu einem Missverständnis. Kagawa kam 2010 für 350.000 Euro aus Japan und war auf Anhieb Leistungsträger und eine der großen Überraschungen in der Meistermannschaft von 2011.
© getty
SHINJI KAGAWA: Ebenso wie bei Sahin geriet seine zweite Hochzeit mit dem BVB zu einem Missverständnis. Kagawa kam 2010 für 350.000 Euro aus Japan und war auf Anhieb Leistungsträger und eine der großen Überraschungen in der Meistermannschaft von 2011.
In 71 Spielen war Kagawa an 41 Toren direkt beteiligt. Das weckte Begehrlichkeiten bei Manchester United, wohin Kagawa 2012 für 16 Millionen Euro wechselte, aber dort nie glücklich wurde.
© getty
In 71 Spielen war Kagawa an 41 Toren direkt beteiligt. Das weckte Begehrlichkeiten bei Manchester United, wohin Kagawa 2012 für 16 Millionen Euro wechselte, aber dort nie glücklich wurde.
Nach seiner Rückkehr machte Kagawa nur noch 64 Prozent aller möglichen Pflichtspiele (vorher 79 Prozent). Auch seine Torbeteiligungen gingen zurück. Unter Favre spielte Kagawa keine Rolle mehr und befindet sich auf Vereinssuche.
© getty
Nach seiner Rückkehr machte Kagawa nur noch 64 Prozent aller möglichen Pflichtspiele (vorher 79 Prozent). Auch seine Torbeteiligungen gingen zurück. Unter Favre spielte Kagawa keine Rolle mehr und befindet sich auf Vereinssuche.
MARIO GÖTZE: Das "Jahrhunderttalent" sprühte nach seinem Sprung zu den BVB-Profis 2010 vor Spielwitz, Ideen und Torgefahr. "Er war einfach unglaublich", sagte Förderer Klopp: "Er ist der Beste, den ich je trainiert habe."
© getty
MARIO GÖTZE: Das "Jahrhunderttalent" sprühte nach seinem Sprung zu den BVB-Profis 2010 vor Spielwitz, Ideen und Torgefahr. "Er war einfach unglaublich", sagte Förderer Klopp: "Er ist der Beste, den ich je trainiert habe."
Und doch brach Götze Klopp und den BVB-Fans im April 2013 das Herz. Denn da wurde der Wechsel des Musterschülers zum FC Bayern bekannt – kurz vor dem CL-Halbfinale des BVB gegen Real Madrid. Fan-Plakate wie "Judas" oder "Gotz€" folgten.
© getty
Und doch brach Götze Klopp und den BVB-Fans im April 2013 das Herz. Denn da wurde der Wechsel des Musterschülers zum FC Bayern bekannt – kurz vor dem CL-Halbfinale des BVB gegen Real Madrid. Fan-Plakate wie "Judas" oder "Gotz€" folgten.
Nach drei Jahren beim FCB, in denen Götze zwar statistisch gesehen gut spielte, aber nie richtig glücklich wurde, kehrte er als Persona non Grata zum BVB zurück. Eine schlimme Stoffwechsel-Erkrankung warf ihn zurück, die Leistungen stimmten nicht.
© getty
Nach drei Jahren beim FCB, in denen Götze zwar statistisch gesehen gut spielte, aber nie richtig glücklich wurde, kehrte er als Persona non Grata zum BVB zurück. Eine schlimme Stoffwechsel-Erkrankung warf ihn zurück, die Leistungen stimmten nicht.
Doch er kam zurück und zeigte in der abgelaufenen Saison viele Facetten des "alten" Götze. 14 seiner 26 Torbeteiligungen seit seiner Rückkehr gelangen Götze 2018/19. Gut möglich, dass sich diese Rückholaktion für den BVB noch als Coup herausstellt.
© getty
Doch er kam zurück und zeigte in der abgelaufenen Saison viele Facetten des "alten" Götze. 14 seiner 26 Torbeteiligungen seit seiner Rückkehr gelangen Götze 2018/19. Gut möglich, dass sich diese Rückholaktion für den BVB noch als Coup herausstellt.
1 / 1
Werbung
Werbung