Fussball

Jan Age Fjörtoft: "Haller ist vom Typ her wie Lewandowski"

Von SPOX
Sebastian Haller fällt gegen den FC Chelsea mit einer Bauchmuskelverletzung aus.

Der norwegische Ex-Profi Jan Age Fjörtoft hat auf das Europa-League-Halbfinale zwischen Eintracht Frankfurt dem dem FC Chelsea (21 Uhr live auf DAZN) vorausgeblickt, dabei die Offensive der Hessen gelobt und erklärt, warum die SGE sogar reif für den Titel ist.

Im exklusiven Gespräch mit Goal und SPOX fand Fjörtoft lobende Worte für das torgefährliche Offensivtrio des Bundesligisten und dabei vor allem für den Franzosen Sebastien Haller: "Derjenige, der unter Adi Hütter immer spielt, ist Haller. Er wird sehr unterschätzt, weil die Leute nicht viel von ihm wissen. In meine Augen ist er vom Typ her wie Lewandowski, weil er in die Tiefe gehen, den Ball halten und dann seine Mitspieler in Szene setzen kann."

Weil Haller im Hinspiel am Donnerstagabend aufgrund einer Bauchmuskelverletzung passen muss und Ante Rebic eine Gelb-Sperre absitzt, muss SGE-Coach Hütter offensiv etwas umbauen.

Diese drei Stars sieht Fjörtoft, der in seiner aktiven Laufbahn auch bei den Hessen kickte, als die zentralen Figur der Frankfurter Erfolgsstory, auch weil sie sich so gut ergänzen. "Haller ist ein brillanter Spieler und der Schlüssel im Frankfurter Spiel. Dann gibt es da Rebic, den die mentale Stärke und seine positive Körpersprache auszeichnet und Jovic, der vor dem Tor eiskalt ist."

Fjörtoft: "Können den ganz großen Wurf schaffen"

Das Hinspiel steigt am Donnerstagabend in Frankfurt, eine Woche geht es zum Rückspiel an die Stamford Bridge. Fjörtoft traut den Hessen zu, sich eine gute Ausgangsposition zu schaffen, um dann in London den Finaleinzug klarzumachen: "Ich bin mir sicher, dass Chelsea die offensive Dreierreihe fürchtet und auch die Torgefahr der Mittelfeldspieler Frankfurts kennt. Ich glaube, dass sie Chelsea aus dem Wettbewerb kegeln können."

Im Rückspiel wird dann Rebic definitiv wieder mit dabei sein. Bei Haller hängt dies von seinem Fitnesszustand ab.

Der Norweger Fjörtoft merkte indes auch an, dass für Eintracht Frankfurt sogar der ganz große Coup, der Titelgewinn in der Europa League, drin sei. "Bei Teams, die diesen Enthusiasmus an den Tag legen, ist alles möglich. Einfach das Gefühl, dass man ein 2:4 in Lissabon mit einem 2:0 noch drehen kann. Und sie haben es geschafft. Es gehört ein wenig Glück dazu, eine winzige Entscheidung, wie die von Sebastian Rode, als er das Tor gemacht hat", beschrieb Fjortoft die leidenschaftliche Spielweise, die die Hessen in dieser EL-Saison bislang so erfolgreich gemacht hat.

"Da hat man dann das Gefühl, dass sie den ganz großen Wurf schaffen können", so der mittlerweile 52 Jahre alte Ex-Profi abschließend.

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