Fussball

"Datenklau-Affäre": Neue Vorwürfe gegen Eintracht Frankfurt

SID
Die Datenklau-Affäre um Eintracht Frankfurt zieht weiter Kreise.

Eintracht Frankfurt sieht sich in der "Datenklau-Affäre" um die vermeintliche Spionage bei Konkurrent RB Leipzig mit neuen Vorwürfen konfrontiert. Wie das Unternehmen International Soccer Bank (ISB), das die betroffene Scouting-Plattform betreibt, dem Bayrischen Rundfunk bestätigte, könnte das Ausmaß des Daten-Diebstahls deutlich größer sein als bisher angenommen.

Vor allem die Annahme, dass ein inzwischen entlassener U17-Trainer der Eintracht allein verantwortlich für den unberechtigten Zugriff auf die Nachwuchs-Scouting-Datenbank war, wird von ISB-Geschäftsführer Jürgen Kost bezweifelt. "Ich kann hier nur Widerspruch erheben", sagte er: "In Anbetracht der Vielzahl der Zugriffe ist es schwer vorstellbar, dass hier eine einzelne Person tätig war."

Über 5600 Abrufe seien allein aus der Geschäftsstelle des hessischen Klubs erfasst worden, darunter auch solche auf Profile hochkarätiger Profi-Talente außerhalb des Junioren-Bereichs. Zudem sei der Datendiebstahl durch eine Aussage des Chefscouts der Eintracht aufgeflogen, der gegenüber einem RB-Kollegen von den unerlaubten Zugriffen sprach.

Die Eintracht hatte am Montag Presseberichte bestätigt, wonach der Account eines ehemaligen Leipzig-Mitarbeiters über einen längeren Zeitraum unerlaubt von dem Frankfurter Jugendtrainer genutzt worden war. Einen Zusammenhang zwischen den Zugriffen auf die Datenbank und Spielerverpflichtungen sahen beide Klubs allerdings nicht. Die ISB hat wegen der Vorgänge am Landgericht Frankfurt Klage gegen die Eintracht eingereicht.

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