Fussball

VfB Stuttgart: Präsident Wolfgang Dietrich schließt "Notverkäufe" bei Abstieg aus

SID
Gilt als sehr umstritten unter den Fans des VfB Stuttgart: Präsident Wolfgang Dietrich.

Der VfB Stuttgart könnte einen möglichen dritten Absturz aus der Fußball-Bundesliga nach 1975 und 2016 zumindest wirtschaftlich verkraften. "Auch bei einem Abstieg müssten wir keine Notverkäufe machen", sagte Präsident Wolfgang Dietrich am Dienstag, "wir müssten niemanden unter Wert abgeben wie beispielsweise Timo Werner vor drei Jahren. Das halte ich für eine wichtige Grundlage."

Dietrich geht davon aus, dass der VfB die Lizenz für die Bundesliga oder 2. Liga "ohne Auflagen" erhalten werde - und zwar "auch ohne einen Pavard-Verkauf und ohne einen neuen Investor zu berücksichtigen". Weltmeister Benjamin Pavard wechselt im Sommer für die festgeschriebene Ablösesumme von 35 Millionen Euro zu Bayern München.

Während die Einnahmen aus dem Verkauf weiterer Anteile für die Lizenz nicht eingeplant seien, so sei doch vorgesehen, "bis 30. Juni den zweiten Investor zu finden", sagte Dietrich: "Ich gehe davon aus, dass wir das hinkriegen. Wir werden nicht unter unserer Bewertung verkaufen, durch die aktuelle sportliche Situation ist alles aber nicht einfacher geworden."

Dietrich: VfB Stuttgart von Saisonziel "weit entfernt"

Der VfB möchte auf Sicht insgesamt 24,9 Prozent seiner Anteile veräußern, um 100 Millionen Euro zu erlösen. In einem ersten Schritt hatte die Daimler AG für 11,75 Prozent der Anteile 41,5 Millionen Euro bezahlt.

Während Dietrich den fünfmaligen deutschen Meister wirtschaftlich auf Kurs sieht, macht ihm das Sportliche angesichts von Relegationsplatz 16 Sorgen. Vom Saisonziel Platz neun bis 13 sei der VfB "weit entfernt". Dennoch gebe es "keinen Grund", am Fernziel zu rütteln, bis 2022 wieder im oberen Drittel der Bundesliga zu stehen.

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