Fussball

50+1: Hannover 96 dementiert Einstellung des Verfahrens um Martin Kind

SID
Seit sechs Monaten wartet Martin Kind auf ein Ergebnis des Schiedsgerichtes.
© getty

Hannover 96 hat Medienberichten dementiert, wonach das 50+1-Verfahren vor dem Ständigen Schiedsgericht der Lizenzligen vor dem Aus steht. "Diesen Darstellungen widersprechen wir vollumfänglich", heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten offiziellen Mitteilung.

Aktuell, so in der Erklärung weiter, gebe es "vertrauliche und vertrauensvolle Gespräche" zwischen den neu gewählten Vereinsgremien und der Profiabteilung. Bis zu deren Abschluss habe man den Ausnahmeantrag zur 50+1-Regel zurückgestellt.

Die DFL hatte dem SID einen entsprechenden Bericht der Bild bestätigt, wonach das Schiedsgerichtsverfahren kurz vor der Einstellung stehe. Kind selbst habe den Antrag gestellt, das Verfahren ruhend zu stellen.

Kind: Neues 96-Gremium stellt Forderung

Die DFL hatte im Juni 2018 den Antrag von Hannover und Martin Kind auf Bewilligung einer Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel einstimmig abgelehnt. Dem Klubchef war es dadurch nach den Verbandsregeln nicht möglich, die Mehrheit der Anteile an der "Hannover 96 Management GmbH" zu übernehmen.

Der 75 Jahre alte Unternehmer hatte sich anschließend an das Schiedsgericht gewandt. Seit über sechs Monaten wird dort unter dem Vorsitz des Ex-Verfassungsrichters Udo Steiner verhandelt.

Das Schiedsgericht wollte die Entwicklung bei der Mitgliederversammlung bei Hannover 96 am 23. März abwarten. Da es auf dieser zu einem deutlichen Sieg der Opposition kam, war die Situation unklarer denn je. Nach Bild-Informationen haben die neu gewählten Gremien Kind aufgefordert, das Verfahren vor dem Schiedsgericht ruhend zu stellen.

Dass der Antrag angenommen wird, ist wohl nur noch eine Formsache, wie Steiner der Zeitung bestätigte: "Es fehlt noch die Zustimmung des Ligaverbandes als Beklagter. Auch muss das Schiedsgericht noch beraten. Aber es sieht danach aus, dass das Verfahren zunächst ruhen wird."

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