Fussball

FC Bayern: Rummenigge spricht über Kahn, Kovac und Transfers

Von SPOX

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, wird nach Ablauf seines Vertrages Ende Dezember 2021 definitiv aufhören. Zuvor will er Ex-FCB-Keeper Oliver Kahn als seinen Nachfolger einarbeiten. Das bestätigte Rummenigge am Morgen nach der 5:0-Gala gegen Borussia Dortmund in der Talk-Sendung "Wontorra" bei Sky Sport News HD.

"Ja, ich höre auf. Das ist auch ein guter Zeitpunkt, den Staffelstab an Oli Kahn zu übergeben", sagte Rummenigge und führte aus: "Der Plan ist, dass Oli mein Nachfolger wird. Er soll von mir eingearbeitet werden. Ich finde die Entscheidung sehr schlüssig. Er ist ein sehr wichtiger Spieler bei Bayern gewesen, er hat einen zweiten Bildungsweg eingeschlagen und ist jetzt schon in der Wirtschaft unterwegs. Der Aufsichtsrat hat schon grünes Licht erteilt. Ich traue das dem Oli zu."

Außerdem sprach Rummenigge, der neben BVB-Boss Hans-Joachim Watzke bei Kult-Moderator Jörg Wontorra zu Gast war, über die Chancen auf die deutsche Meisterschaft, die Transferpläne der Münchner und Trainer Niko Kovac. Dabei machte der 63-Jährige klar, dass "niemand" eine Jobgarantie bei den Bayern habe - auch Kovac nicht.

SPOX hat alle Aussagen von Rummenigge und Watzke zum Nachlesen:

12.46 Uhr: Das war's! Rummenigge verabschiedet sich noch mit einer erfreulichen Nachricht für alle Bayern-Fans: "Wir wollen mit Lewandowski verlängern. Wir sind hoch zufrieden mit ihm."

12.43 Uhr: Watzke kritisiert die Suche nach dem DFB-Präsidenten: Wir können nicht 'Deutschland sucht den DFB-Präsidenten' daraus machen. Das ist ja lächerlich."

12.39 Uhr: Watzke über den Amaterfußball: "Ich muss jetzt auch mal eine Lanze für den Amateurfußball brechen. Man sagt immer: 'Das sind die Profis - das sind die Amateure.' Das ist immer so ein bisschen abwertend. Amateurfußball leistet viel für Deutschland. Der Fußball hätte sich ohne ihn nicht so entwickeln können. Man muss da Respekt vor vielen Klubs haben und man muss ihnen die Möglichkeit geben, richtig repräsentiert zu sein.

12.36 Uhr: Rummenigge über Grindel: "Ich trete grundsätzlich nicht auf Leute, die auf der Erde liegen. Ich glaube, dass es nicht ein Problem Reinhard Grindel bei uns gegeben hat. Diese Landesfürsten beim DFB haben meiner Meinung nach eine viel zu große Rolle gespielt. Sie haben den Kaiser und den König gekürt. Unter Niersbach hatten wir ein Wahnsinns-Verhältnis zwischen Amateur- und Profi-Fußball. Mit dem Duo Koch und Grindel ist da richtig Gift reingeflossen. Das war das Amateurlager. Ich muss klar und deutlich sagen: Wenn man eine neue Struktur schafft, muss es transparent und demokratisch geschaffen werden."

BVB sucht neuen Linksverteidiger, Bayern einen Außenstürmer

12.29 Uhr: Rummenigge über die Super League: "Die Initiative kommt nicht aus Deutschland, sondern aus dem Süden Europas. Trotzdem hat die Bundesliga ein Gewicht. Ich war lange ECA-Präsident. Wenn ich gefragt werde, werde ich meine Stimme einbringen: Die Bundesliga ist nicht für diese Veränderung." Watzke: "Was sollen wir machen? Sollen wir jetzt nicht mehr Champions League spielen? Wir werden für unseren Weg werben. Die Spanier und die Italiener haben nicht so ein Verhältnis zu ihrer Liga wie wir, da ist es nicht so gefühlig. Bei den Engländern ist es vielleicht anders. Ich glaube nicht, dass sich Barcelona auf ein Auswärtsspiel in Huesca freut. Am Ende des Tages ist es eine Mehrheitsentscheidung." Rummenigge: "Es wird die eine oder andere Kröte geben, die man schlucken muss. Ich glaube schon, dass die deutsche Liga ein Mitspracherecht hat."

12.27 Uhr: Jetzt diskutieren Rummenigge und Watzke über die Zukunft der Bundesliga und die Super-League-Pläne.

12.25 Uhr: Watzke über das lange angespannte Verhältnis zu Rummenigge: "Es geht ja nicht darum, ob du nicht zusammen essen gehst. Es ist richtig: Wir mittlerweile ein offenes und vertrautes Verhältnis. 2012/13 war schon kritisch, da haben wir uns beschossen. Aber man wird ja auch älter."

12.21 Uhr: Was planen die Dortmunder auf dem Transfermarkt? "Wir haben im letzten Jahr einen Umbruch gemacht, jetzt machen wir die Feinjustierung. Wir werden auf der linken Verteidigerposition auf jeden Fall etwas machen." Filipe Luis von Atletico Madrid soll ein Kandidat sein. "Wir werden nicht über Namen spekulieren."

12.20 Uhr: "Wir brauchen aus qualitativen und quantitativen Gründen noch einen Außenstürmer", meint Rummenigge. Mehr will der Vorstandsvorsitzende des Rekordmeisters nicht sagen.

Watzke: Keine Hummels-Rückkehr zum BVB

12.18 Uhr: Rummenigge über Havertz: "Wenn die in Leverkusen mit ihrem Glyphosat-Problemen nicht noch größere Probleme haben, dann wird da nichts passieren."

12.17 Uhr: Rummenigge über Werner: "Ich äußere mich nicht zu Spielern, die über den 30. Juni 2019 hinaus bei einem anderen Klub unter Vertrag stehen. Das ist eine Sache des Respekts und in den FIFA-Statuten vermerkt. Dementsprechend mauere ich total und gebe keinen Kommentar dazu ab."

12.15 Uhr: "Jetzt muss der Bauer die Kartoffel einfahren. Unser Sportdirektor ist sehr umtriebig unterwegs. Wir sind aber gut beraten, nicht zu viel über den Transfermarkt zu sprechen", meint Rummenigge.

12.12 Uhr: "Mein Lieblingsspieler war immer Messi. Den konnten wir leider nicht kriegen. Ich denke aber schon, dass Bayern München Spieler mit guter Qualität verpflichten kann. Das ist unser Anspruch", sagt Rummenigge.

12.09 Uhr: Watzke ist davon überzeugt, dass Hummels nicht zum BVB zurückkehrt. "Das Thema können Sie vergessen. Ich bin mir sogar sicher, dass er bei Bayern bleibt."

12.08 Uhr: Welcher Abgang ist wahrscheinlicher: der von Hummels oder der von Boateng? "Wir haben noch nicht mit den beiden gesprochen. Bei Bayern München ist noch nie jemand auf die Straße gesetzt worden", sagt Rummenigge.

Rummenigge kündigt weitere Zu- und Abgänge an

12.07 Uhr: Rummenigge über Hernandez: "Wir konnten ihn nur für 80 Millionen Euro kriegen. Das war seine Ausstiegsklausel. Wir wollten diesen Spieler unbedingt. Joachim Löw hat uns in Freiburg zu dem Transfer gratuliert und gesagt: "Das ist einer der besten Abwehrspieler der Welt". Wir sind von dem Spieler überzeugt, sonst hätten wir nicht so viel Geld für ihn bezahlt. Er wurde erfolgreich operiert und wird uns zu Saisonbeginn zur Verfügung stehen."

12.05 Uhr: "Es wird noch den einen oder anderen Zugang geben und noch den einen oder anderen Abgang. Wir werden die Saison beenden und uns anschließend zusammensetzen", meint Rummenigge.

11.55 Uhr: "Der Transfermarkt hat exklusiv mit Geld zu tun. Wir wollen wirtschaftliche Seriosität an den Tag legen. Wir wollen nicht den Wahnsinn mitmachen wie die Spanier oder Italiener vor ein paar Jahren. Klubs wie Inter Mailand, die jetzt am finanziellen Fliegenfänger hängen", sagt Rummenigge.

11.50 Uhr: Nach einer kurzen Pause geht's weiter. Watzke spricht über die Probleme des deutschen Fußballs. Man sei im Vergleich zu den Engländern finanziell im Nachteil. Der Unterschied liege bei den TV-Geldern. "In England ist knallharter Kapitalismus angesagt. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass es schwieriger wird mitzuhalten, wenn die Engländer pro Jahr ein bis zwei Milliarden Euro mehr zur Verfügung haben als wir."

Rummenigge verkündet Ausstieg bei Bayern

11.45 Uhr: Rummenigge verkündet seinen Ausstieg bei Bayern im Jahr 2021. Auch ein Posten im Aufsichtsrat kommt für ihn nicht in Frage. "Ich gehe dann in den hoffentlich verdienten Ruhestand. Ich möchte nicht auf dem Friedhof der Kuscheltiere derer beerdigt werden, die glauben, sie seien unersetzlich." Kommt Kahn als Nachfolger? "Das ist der Plan. Ich traue dem Oli das zu. Ich bin überzeugt, dass er das kann. Oli ist klug und kennt den Verein."

11.42 Uhr: Erfüllt Kovac seinen bis 2021 datierten Vertrag in München? "Es spricht ja aktuell nichts dagegen", meint Rummenigge.

11.38 Uhr: "Niko hat viel Druck verspürt. Darüber darf er sich nicht beklagen, wenn er beim FC Bayern unterschreibt", meint Watzke über die Brandrede von Kovac auf der Pressekonferenz nach dem Spitzenspiel, sagt aber auch: "Ich mag den Niko. Ich wusste gar nicht, dass er so hoch springen kann wie gestern bei den Toren. Damit hätte er als Spieler jedes Kopfballduell gewonnen."

11.37 Uhr: Rummenigge über Kovac: "Im Klub wird Niko gerecht behandelt. Wir werden ihn dabei im positiven Sinne begleiten und daran arbeiten, dass er das bei Bayern München auch bewerkstelligt, was er bei Eintracht Frankfurt bewerkstelligt hat. Er hat das in Frankfurt sehr gut gemacht."

Rummenigge kritisiert Löw und Bierhoff

11.34 Uhr: Rummenigge über das Aus von Boateng, Hummels und Müller: "Ich möchte das Sportliche nicht bewerten, das ist eine exklusive Angelegenheit von Joachim Löw. Was mir nicht gefallen hat: die Art und Weise. Es war so viel Zeit zwischen den letzten Länderspielen, in dieser Spanne hätte man das etwas intelligenter und sympathischer gestalten können. Es war Faschingsdienstag. Wir wollten uns eigentlich gerade alle verkleiden. Und da stand auf einmal der Oliver Bierhoff in meinem Büro. Und wenig später der Joachim. Das kam mir so ein bisschen vor wie eine James-Bond-Aktion. Wie aus dem Nichts heraus. Das war für Thomas und Mats einen Schock, Jerome war innerlich ein Stück weit vorbereitet."

11.33 Uhr: Rummenigge über Robben und Ribery: "Wir möchten ihnen zeigen, wer hier spielt, ist Bestandteil der FC-Bayern-Familie. Wir werden sie so verdient und ehrenvoll verabschieden, wie sich das gehört. Nicht so, wie das der DFB mit unseren drei Spielern gemacht hat."

11.30 Uhr: Rummenigge schwärmt von den französischen Neuzugängen Pavard und Hernandez ("Zwei Top-Spieler für die Defensive") und kündigt Abgänge an. "Wir dürfen nicht nur ausgeben."

11.27 Uhr: Watzke verteidigt den Umbruch der Bayern. "Gestern haben Coman und Gnabry auf den Flügeln gespielt. Nicht Roben und Ribery. Mehr Umbruch geht doch nicht. Zu sagen, die Bayern haben den Umbruch verpasst, stimmt nicht"

11.24 Uhr: Bei all der Kritik an Kovac gesteht Rummenigge eigene Fehler ein. "Wir würden diese Pressekonferenz nicht mehr so machen", sagt der 63-Jährige. "Aber: Artikel eins des Grundgesetzes ist immer noch Artikel eins des Grundgesetzes."

11.23 Uhr: "Ich bin bei Kalle. Irgendwann kommt zwar der Punkt, an dem du rotieren musst. Das Rotieren um des Rotierens Willen ist nicht zielführend", sagt Watzke.

11.19 Uhr: Rummenigge kritisiert Kovac wegen dessen Rotationsprinzip im Herbst: "Wir sind sehr gut in die Saison gestartet mit fünf, sechs Spielen am Stück, haben uns selbst das Bein gestellt. Der Trainer hat viel und vor allem leistungsunabhängig rotiert. Das hat zu einer unglaublich großen Unruhe in der Mannschaft geführt. Ich bin ein großer Gegner der Rotation. Das haben wir dem Trainer so auch gesagt."

Rummenigge über Kovac: "Es gibt keine Jobgarantie"

11.13 Uhr: Wontorra hakt bei Rummenigge wegen Kovac nach. Dessen Antwort: "Es gibt keine Jobgarantie bei Bayern München. Jeder muss liefern. Ob die Spieler, der Trainer oder die Verantwortlichen. Das ist das Prinzip Bayern München. Wer mit dem Druck nicht umgehen kann, ist im falschen Klub.

11.12 Uhr: Wontorra fragt: "Darf Kovac bleiben, wenn er Vizemeister wird? Rummenigge entgegnet: "Wir werden Meister!" Tosender Applaus im Studio.

11.10 Uhr: Rummenigge ärgert immer noch das Champions-League-Aus gegen Liverpool. "Ich war nach dem Spiel sehr frustriert und enttäuscht. Ich finde, wir haben am Ende des Tages nicht ausreichend mit Mut und Herz gespielt. Wir hätten mit offenem Visier angreifen müssen. Das, was wir gegen Dortmund auch gespielt haben."

11.06 Uhr: Rummenigge spricht über die Bayern-Krise im Herbst. "Da hat es intern richtig gescheppert", sagt er und verrät, dass zu diesem Zeitpunkt "nur wenige" beim Rekordmeister an die Meisterschaft geglaubt hätten. "Entscheidend war Dormtunds Niederlage in Düsseldorf. Damit war nicht zu rechnen", sagt Rummenigge. Durch die Siege gegen Leipzig und Frankfurt im Dezember sei "der Glaube an den Titel" langsam wieder zurückgekehrt.

11.03 Uhr: "Wir waren nicht neun Punkte besser als Bayern. Sie hatten eine Schwächephase, wir hatten eine Schwächephase", meint Watzke.

Rummenigge warnt vor Bayerns Restprogramm

11.02 Uhr: Rummenigge zeigt sich entspannt. "Wir sind jetzt einen Punkt vorne und wissen, dass wir unsere Spiele gewinnen müssen. Dortmund wird am Samstag wahrscheinlich gegen Mainz gewinnen. Wir sind dann am Sonntag in Düsseldorf gefordert. Wichtig ist, dass wir den Druck ausblenden. Fußball ist immer noch ein Spiel."

11.01 Uhr: "Wir schauen auf Mainz. Wichtig ist, dass wir eine Reaktion zeigen und diese Klatsche abschütteln. Auch das gehört zu einem Reifeprozess dazu", erklärt Watzke und gibt eine Prognose im Hinblick auf das Restprogramm hat: "Einer der beiden wird nicht alle spiele gewinnen. Das Restprogramm ist nicht ohne. Weder für Bayern noch für uns."

10.56 Uhr: Watzke hadert mit der katastrophalen Anfangsphase. Vor allem das 2:0 habe die Mannschaft "gekillt". "Zagadou ist 19 Jahre alt, spielt Robert dem Ball in die Füße. Wenn du solche Fehler machst und nach 18 Minuten mit zwei Gegentoren hinten liegst, wird es in München schwer." Gleichwohl nimmt der BVB-Geschäfsführer seine junge Mannschaft in Schutz: "Wir befinden uns auch noch in einem Reifeprozess, der Geduld erfordert. Auch die Erfahrung hat bei dem Spiel gestern eine Rolle gespielt."

10.55 Uhr: Rummenigge warnt vor dem üppigen Restprogramm: "Wir haben noch sehr schwere Spiele vor der Brust. Und: Unser Vorsprung beträgt nur einen Punkt."

Watzke verteidigt Aufstellung von BVB-Coach Favre

10.54 Uhr: "Ein Sieg war alternativlos", sagt Rummenigge über seine Bayern und lobt die Mannschaft: "Sie hat mit Herz und Leidenschaft gespielt."

10.51 Uhr: "Die Aufstellung hatte mit dem Ergebnis gar nichts zu tun. Das war alles schlüssig. Wir müssen uns anders präsentieren", betont Watzke, erinnert aber auch: "Die Bayern haben auch nur drei Punkte für diesen Sieg bekommen."

10.50 Uhr: Watzke spricht von einem "verdienten" Bayern-Sieg. "Vielleicht war der Druck zu groß. Vielleicht hätte man das auch noch mehr als Endspiel herauskristallisieren müssen. Aber: Das war mit das Beste, was ich in den letzten Jahren von den Bayern gesehen habe. Trotzdem war unsere Leistung indiskutabel."

10.45 Uhr: Los geht's. Rummenigge und Watzke betreten das Studio.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung