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Bundesliga - Stimmen zum 27. Spieltag: Doll fatalistisch: "Was soll ich sagen?"

Von SPOX/SID
Holt bei Hannover 96 aktuell nur 0,38 Punkte pro Spiel: Trainer Thomas Doll.

Nach der siebten Niederlage im achten Spiel an der Seitenlinie von Hannover 96 gibt sich Thomas Doll fatalistisch. Niko Kovac und Hasan Salihamidzic sind nach dem 1:1 beim SC Freiburg stinksauer über die Einstellung ihres FC Bayern. Bei Borussia Dortmund ist die Freude über den späten Sieg gegen den VfL Wolfsburg groß.

SPOX präsentiert die Stimmen zum 27. Bundesliga-Spieltag.

Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart 3:0

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Ich habe Filip Kostic vom ersten Tag an als sehr guten Profi und tollen Menschen kennengelernt. Mit seinen zwei Toren hat er gezeigt, wie wertvoll er für die Mannschaft ist. Mir als Trainer ist es egal, wer die Tore macht."

Markus Weinzierl (Trainer VfB Stuttgart): "Entscheidend war der Rückstand, den wir in der 45. Minute schlucken mussten. Das war der Knackpunkt. Da haben wir uns nicht gut angestellt. Es ist ein riesiger Unterschied, ob man mit 0:0 oder 0:1 in die Pause geht. Es ist besonders bitter, weil wir eine gute erste Halbzeit gespielt haben."

Fredi Bobic (Sportvorstand Eintracht Frankfurt): "Nicht der vierte Platz ist zu diesem Zeitpunkt wichtig, sondern die sieben Punkte Vorsprung auf den siebten Rang. Aber es ist noch ein langer, harter Weg zu gehen."

Filip Kostic (Eintracht Frankfurt): "Gegen Stuttgart zu spielen, ist für mich natürlich was Besonderes. Ich war motiviert und konnte mit meinen zwei Treffern der Mannschaft helfen. Ich muss mich aber auch bei meinen Mitspielern bedanken. Wenn man so gut in Szene gesetzt wird, ist es leicht, Tore zu schießen. Dem VfB wünsche ich alles Gute für den Rest der Saison."

Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt): "Es macht einfach Spaß, mit diesem Team zu spielen. Wir vertrauen uns gegenseitig auf dem Platz, jeder marschiert für jeden. Mit dem Spiel bin ich zufrieden. Das Tor vor der Halbzeit war ein Dosenöffner für den Sieg. Wie Filip die linke Seite hoch und runter spurtet und dann noch trifft, das ist schon richtig stark. Ich freue mich heute sehr für ihn und für das Team."

Hannover 96 - FC Schalke 04 0:1

Thomas Doll (Trainer Hannover 96): "Was soll ich sagen? Natürlich ist unsere Situation nicht besser geworden, uns hat wieder einmal das Quäntchen Glück gefehlt. Es war ein couragierter und vernünftiger Auftritt, aber wieder einmal ohne Punkte. Deshalb sind wir alle niedergeschlagen."

Huub Stevens (Trainer Schalke 04): "In unserer Situation hast du keine Leichtigkeit, da muss gekämpft werden. Das haben die Jungs gemacht. Mein Dank dafür, dass wir heute die Null gehalten haben, geht an Alexander Nübel. Ich hoffe, dass dieses Resultat uns Vertrauen gibt für die nächsten Spiele."

Marvin Bakalorz (Kapitän Hannover 96): "Es zieht sich durch die ganze Saison. Es ist immer ein Fuß dazwischen, oder der Torwart hält überragend. Aber im Sport muss man weitermachen."

SC Freiburg - FC Bayern München 1:1

Niko Kovac (Trainer FC Bayern München) ...

... zum Spiel: "Man muss sich vorwerfen, dass wir in der ersten Halbzeit nicht so agiert haben, wie ich es mir vorgestellt habe. Es war ein offener Schlagabtausch und wir haben defensiv nicht so gestanden, wie ich es mir erwarte. Du musst in der zweiten Halbzeit die Vielzahl der Chancen einfach nutzen, dann gewinnen wir das Spiel locker. Das sind die entscheidenden Punkte. Ich bin sehr verärgert darüber, aber wir müssen weitermachen. Innerlich ist das alles noch bei mir drin, aber ich kann mich kontrollieren. Wir werden es sachlich ansprechen und in einer deutlichen Form. Man muss nicht aus der Haut fahren. Wir müssen nicht alles in Grund und Boden stampfen."

... zur Einstellung: "Es ist so, dass wir sehr viele Punkte liegengelassen haben gegen Gegner, die das Niveau von Freiburg haben. Das fehlt uns im Moment. Deswegen müssen wir wieder der ganzen Geschichte hinterherlaufen. Wir müssen nächstes Wochenende gewinnen, um dann noch richtig im Rennen zu bleiben. Das ist ärgerlich, weil wir eine sehr gute Aufholjagd gestartet haben. Das haben wir uns selbst eingebrockt. Jetzt geht es wieder von vorne los."

... zum Duell gegen den BVB: "Das erhöht den Druck sicherlich schon. Meine Spieler wissen, worum es in diesem Spiel geht und wir das Spiel gewinnen müssen. Wir bleiben positiv und glauben, dass wir eine Chance haben."

Hasan Salihamidzic (Sportdirektor FC Bayern): "Es war kein gutes Spiel von uns, total enttäuschend. Wir haben nicht die richtige Einstellung zum Spiel gefunden, haben die ersten Minuten verschlafen und Freiburg ins Spiel kommen lassen. Wir wissen, dass es hier schwer ist und sie uns vor allem in den ersten Minuten stark unter Druck setzen. Wir hatten hinten raus zwar noch drei hundertprozentige Chancen, von außen hatte man aber nicht das Gefühl, dass wir das unbedingt gewinnen wollen. Wir müssen gegen Dortmund zeigen, dass wir Meister werden wollen. Ich erwarte, dass wir sie nächste Woche unter Druck setzen und aggressiv auftreten."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Wir sind super ins Spiel reingekommen. Wir sind das Risiko gegangen und haben es immer wieder geschafft, ins Gegenpressing zu kommen. Die zweite Halbzeit ist dann natürlich brutal. Es ist extrem schwierig, weil die Bayern normalerweise erdrückend spielen. Hinten raus, hatten wir natürlich etwas Glück. Wir sind an die absolute Kante gegangen, ans Maximale, was möglich ist."

Leon Goretzka (FC Bayern): "Es liegt auf der Hand, was wir uns heute vorzuwerfen haben. Wir haben in den ersten fünf Minuten gepennt. Wir haben das vorher 700 Mal in der Kabine angesprochen, das ist unerklärlich. Du vergibst dann so viele Chancen, dass du es am Ende nicht verdient hast, zu gewinnen."

Lucas Höler (SC Freiburg): "Das ist natürlich ein Märchen. Ich habe den Ball super getroffen und war froh, dass er reingegangen ist."

Alexander Schwolow (SC Freiburg): "Es macht einfach Spaß, den Jungs zu helfen. Die Fans honorieren es total. Ich bin ein bisschen heißer, weil ich ein bisschen viel rumgeschrien habe. Ich versuche natürlich, meine Leute zu dirigieren."

Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg 2:0

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "Es war klar, dass es ein schweres Spiel wird. Das war für mich keine Überraschung. Wir mussten die Geduld bewahren. Wir haben immer geglaubt, dass es bis zum Schluss möglich ist. Wir genießen diesen Sieg."

Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg): "Es ist eine extrem bittere Niederlage für uns. Meine Mannschaft hat das sehr gut gemacht. Ich hatte nicht das Gefühl, dass Dortmund sehr viele Mittel gefunden hat. Am Schluss waren wir dem Sieg eigentlich näher."

Mario Götze (Borussia Dortmund): "Wir haben natürlich immer daran geglaubt. Es war ein schwieriges Spiel, Wolfsburg hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Dass wir am Ende die Tore machen, ist sehr gut, natürlich auch ein bisschen glücklich, aber auch eine gute Qualität. Wir freuen uns alle auf das Spiel in München, wir wissen, dass es sehr wichtig für uns wird. Wir haben sieben wichtige Spiele, das wichtigste ist am Samstag, es wird sehr sehr geil."

Manuel Akanji (Borussia Dortmund): "Es war ein einigermaßen ausgeglichenes Spiel, ein Unentschieden wäre auch in Ordnung gewesen. Wir haben bis zum Schluss daran geglaubt. Es gibt uns ein bisschen mehr Selbstvertrauen. Hoffentlich können wir in München auch gewinnen, jetzt zählt es, uns darauf vorzubereiten."

Joshua Guilavogui (VfL Wolfsburg): "Wir haben sehr gut und kompakt gespielt. Wir haben es Dortmund sehr schwer gemacht, können heute aber nicht sehr zufrieden sein und es ist sehr schade, weil wir nicht mit mindestens einem Punkt nach Hause fahren."

Koen Casteels (VfL Wolfsburg): "Unser Plan war, defensiv gut zu stehen. Das haben wir gemacht, Dortmund hat sehr wenige Torchancen gehabt. Wir sind immer wieder gut rausgekommen und haben gezeigt, dass wir sehr gut Fußball spielen können. Es ist bitter, dass wir keinen Punkt mitnehmen."

RB Leipzig - Hertha BSC 5:0

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig) ...

... zum Spiel: "Zuhause war es unser bestes Spiel in dieser Saison. Wir haben mit und gegen den Ball nur sehr wenig zugelassen. Wir hatten noch mehr Chancen für noch mehr Tore. Heute waren wir auch richtig effizient. Eine super Vorarbeit von Timo Werner beim zweiten Tor. Es war seit langem sein bestes Spiel, ich war mit ihm heute sehr zufrieden. Wir haben bewusst mutig aufgestellt, auf einer gewissen Art und Weise riskant. Yussuf wird derzeit belohnt für das, was er macht."

... zu den nächsten Spielen: "Das Spiel am Dienstag ist keine kleine Hürde. Wir nehmen das Selbstvertrauen von heute mit. Drei Tage später haben wir das nächste extrem wichtige Spiel in Leverkusen. Wenn wir dort was holen, dann sind wir richtig gut dabei. Heute gilt es sich zu freuen, zu regenerieren, übermorgen fliegen wir schon nach Augsburg."

... zur Zukunft von Timo Werner (vor dem Spiel): "Wir haben noch ein bisschen Zeit zur Sommerpause. Im Moment interessiert mich das Thema nicht, mich interessiert unsere Leistung und die Formentwicklung von Timo. Wir haben gesagt, dass wir nicht in eine neue letzte Saison gehen wollen, ohne vertragstechnisch zu wissen, woran wir sind. Momentan bin ich zu hundert Prozent Trainer."

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC) ...

... zum Spiel: "Die gefühlt größte Niederlage in meiner Trainerkarriere. Schmerzhaft, das wird eine schöne Busfahrt. Ich will es gar nicht erklären und keine Ausreden suchen, das bringt nichts. Von der Startelf hat in Kalou nur ein Spieler immer trainiert, der Rest war weg oder verletzt. Das war heute keine Mannschaft, nicht defensiv, nicht offensiv, es war kein Spielplan erkennbar. Ich habe es unter der Woche schon gespürt. Die Stimmung war nicht ganz in Ordnung. Eine gute und verdiente Klatsche, normalerweise hätte es ein 8:0 sein können. Wir müssen gegen Düsseldorf ein Zeichen setzen."

Yussuf Poulsen (erstmals Dreifach-Torschütze, RB Leipzig): "Es war ein gutes Spiel insgesamt. Man hat nicht die beste Hertha-Mannschaft auf dem Platz gesehen. Wir haben hochverdient hoch gewonnen. Wenn man Selbstvertrauen hat, dann funktionieren auch solche Tore. Ich werde im September Papa, deshalb auch dieser Jubel. Unser Ziel ist es, unter den Top 4 zu bleiben. Die Champions League ist unser allergrößtes Ziel. Wenn wir in die Champions League und ins Pokalfinale kommen, dann wäre das eine Top-Top-Top-Saison."

Emil Forsberg (Torschütze RB Leipzig): "Es ist schön, wieder zurück zu sein. In alter Form, Tore zu machen, Vorlagen zu geben. Alle haben gesehen, dass wir Spaß hatten, Fußball zu spielen. Wir wollen ins Pokalfinale und werden alles tun, um dahin zu kommen. Der dritte Platz ist unser."

Davie Selke (Stürmer Hertha BSC): "Ich bin eigentlich ein Typ, der immer Worte findet. Heute finde ich keine Worte, die Packung und die Art und Weise, wie Leipzig gewonnen hat, war zu deutlich. An solchen Tagen ist man besser ruhig. Ich sage ganz ehrlich: Wer von unserer Mannschaft das Wort Europa in den Mund nimmt, nein. Wir müssen das erstmal sacken lassen. Wir haben richtig auf die Mütze bekommen. Für einen Sportler ist das heute fatal."

Fortuna Düsseldorf - Borussia Mönchengladbach 3:1

Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf): "Ich bin überaus glücklich mit dem Auftritt meiner Mannschaft. Wir haben einen Meilenstein gesetzt für den Klassenerhalt. Wir wollten gut und tief stehen und über ein gutes Umschaltspiel nach vorne kommen. Das ist uns drei-, viermal hervorragend gelungen. Wir haben unsere Chancen genutzt, das war fantastisch. Dass es in der zweiten Halbzeit schwerer wird, das war uns bewusst. Gladbach ist eine tolle Mannschaft, die ihre Leistung nicht so abrufen konnte, wie sie das sonst in dieser Saison gemacht hat."

Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Es fällt mir nicht leicht, das Spiel zu analysieren. Wir haben eine Anfangsphase gespielt, die ich nicht erklären kann. Wir waren in einem Tiefschlaf und viel zu nachlässig. Ich muss mit der Mannschaft besprechen, warum es diese Passivität gab. Das war viel, viel zu wenig. Ich bin richtig enttäuscht."

Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach): "Wenn wir so in ein Spiel gehen, dann haben wir es auch nicht verdient. Wir haben eine ganz schlechte erste Halbzeit gespielt, da gibt es nichts schön zu reden. Fortuna hat heute verdient gewonnen."

1. FC Nürnberg - FC Augsburg 3:0

Boris Schommers (Trainer 1. FC Nürnberg): "Wir sind sehr glücklich über den verdienten Heimsieg. Man hat ab der ersten Minute gesehen, dass wir unbedingt gewinnen wollten. Das Spiel brauchte einen Türöffner, der ist diesmal Gott sei Dank uns gelungen durch den Standard. Danach bekam die Mannschaft mehr Selbstvertrauen und hat daran geglaubt, dass sie diesen Sieg landen kann. Es freut mich, dass wir uns nicht mehr über irgendwelche Serien unterhalten müssen."

Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): "In der ersten Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel. Man hat gemerkt, es geht um den Klassenerhalt. Wie so oft in solchen Spielen ist dann eine Standardsituation der Dosenöffner nach einem Foul, das man nicht unbedingt machen muss und nachdem wir am zweiten Pfosten den Gegenspieler durchlaufen lassen. Wir haben danach die falschen Stilmittel gewählt, zu viele lange Bälle geschlagen, immer die falsche Entscheidung getroffen. Wir sind enttäuscht über das Spiel und die Leistung, das haben wir uns ganz anders vorgestellt."

Hanno Behrens (1. FC Nürnberg): "Wir sind da, wir leben und glauben an uns. Wir haben uns noch lange nicht aufgegeben, auch wenn uns viele schon abgeschrieben haben. Es ist noch alles möglich."

SV Werder Bremen - 1. FSV Mainz 05 3:1

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Max ist ein super Spieler und Typ. Er weiß, was er an uns und an mir hat. Er muss sich das gut überlegen. Ich bin optimistisch und in einem sehr offenen Austausch mit ihm. Wenn Max gewisse Möglichkeiten hat bei anderen großen Vereinen, dann müssen wir darüber reden. Aber selbst dann sehe ich uns nicht chancenlos. Hier hat er etwas Besonderes. Er führt eine Mannschaft auf eine beeindruckende Art und Weise."

Max Kruse (Werder Bremen): "Es ist schön, dass die Euphorie hier entfacht ist. Wir haben noch genug Spiele vor der Brust. Wir wollen da sein, wenn die anderen schwächeln. Im Moment haben wir eine gute Phase. Wenn es am Ende reicht, dann sind wir sehr froh."

Daniel Brosinski (Mainz 05): "Wenn wir so weitermachen, dann können wir uns nicht darauf verlassen, dass die da unten nicht ewig verlieren. Die werden auch ihre Spiele gewinnen."

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