Fussball

Mario Gomez sauer auf Schiedsrichter Deniz Aytekin: War es Rache?

Von SPOX
Mario Gomez vom VfB Stuttgart sah gegen den SC Freiburg einen späten Platzverweis.

Mario Gomez vom VfB Stuttgart hat nach dem 2:2-Unentschieden gegen den SC Freiburg schwere Vorwürfe gegen Deniz Aytekin erhoben. Der Schiedsrichter habe sich womöglich für einen Disput aus der Hinrunde rächen wollen, vermutete der Stürmer.

"In vier Minuten eine Gelb-Rote zu geben: Das muss man schon wollen", sagte Gomez im Anschluss an das Baden-Württemberg-Derby.

Nach zwei Luftduellen mit Ellbogeneinsatz hatte Aytekin Gomez erst verwarnt (85.) und dann vom Platz gestellt (89.). Der Stürmer allerdings war sich keiner Schuld bewusst. "Wie soll ich hochgehen zum Kopfball? Natürlich holt man aus. Ich habe in meiner Karriere drei Millionen solcher Zweikämpfe geführt", so der 33-Jährige.

Gomez berichtet von Vorfall aus dem Hinspiel

Vielmehr äußerte er den Vorwurf, Aytekin habe sich an einen Streit aus der Hinrunde erinnert und die Chance genutzt, um Rache zu nehmen.

Nach dem 3:3 zwischen Stuttgart und Freiburg im September hatte Gomez ebenfalls Kritik an Aytekin geäußert und sei dafür von diesem im Kabinengang zur Rede gestellt worden.

"Während ich in die Kabine gelaufen bin, ist er auf mich zugestürmt und hat gesagt: 'Wenn das die Art ist, wie man miteinander redet, dann gute Nacht'", sagte der Stuttgarter.

Mario Gomez: "Es scheint, dass es keine Rache war"

Wenige Monate später habe der Schiedsrichter nun, so die Version von Gomez, zwei normale Zweikämpfe extrem hart bewertet und "vielleicht nur darauf gewartet".

Gomez suchte nach der Partie das Gespräch mit dem Unparteiischen: "Er hat gesagt: Nein, er wisse nicht mal mehr, was er gestern gegessen habe. Es scheint, dass es keine Rache war. So habe ich es interpretiert, doch damit lag ich falsch."

Dass der Platzverweis seine Mannschaft in den Schlussminuten hart traf, stellte der Stürmer genauso heraus wie Trainer Markus Weinzierl, der von einer "spielentscheidenden" Handhabe sprach.

Markus Weinzierl nach 2:2 gegen SC Freiburg bedient

Aytekin hätte sich der Brisanz der Partie bewusst sein müssen, klagte der VfB-Trainer. Der Unparteiische habe "definitiv zu hart" entschieden und mit dem Platzverweis ein eigentlich besiegtes Freiburg zurückgeholt: "Wenn du 2:1 führst und dann ein Mann weniger bist, der Gegner alles nach vorne wirft, dann war das entscheidend. Elf gegen elf hätten wir das Spiel definitiv gewonnen."

Auch Gomez erkannte im Platzverweis den Grund für den späten Ausgleich (90+4.): "Ich finde schon, dass das dem Gegner noch mal einen Push gibt. Allein schon deswegen, weil du auf die erste Reihe dann nicht mehr so viel Druck ausüben kannst."

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