Fussball

Christian Streich sagt "nix mehr": Das kurioseste Interview des 20. Spieltags

Von SPOX
Hatte erneut die Lacher durch ein kurioses Gespräch mit einem Reporter auf seiner Seite: Freiburg-Trainer Christian Streich.

Christian Streich ist bekannt und beliebt für seine markigen Sprüche und charmant-witzigen Interviews. Nach dem Last-Minute-Remis des SC Freiburg gegen den VfB Stuttgart hatte der Trainer des Sport-Clubs durch ein kurioses Gespräch mit Sky-Reporter Marcus Lindemann die Lacher auf seiner Seite.

Lindemann hatte Streich auf den umstrittenen Platzverweis von Mario Gomez und die anschließende Schiedsrichter-Kritik von Stuttgart-Trainer Markus Weinzierl angesprochen. Dieser hatte zuvor bei Sky90 gesagt, dass der VfB ohne die gelb-rote Karte gegen den Torjäger in der Schlussphase "definitiv" gewonnen hätte.

Streich antwortete vage und wollte auf eine Szene in der 57. Minute hinweisen: Dort war Benjamin Pavard mit Freiburgs Kevin Schlotterbeck aneinander geraten. Der künftige Münchner trat zunächst leicht nach Schlotterbeck und brachte ihn anschließend zu Fall.

Es folgte eine Rudelbildung, an deren Ende Pavard "nur" die Gelbe Karte von Schiedsrichter Deniz Aytekin sah und die Fußball-Bundesliga um ein weiteres legendäres Streich-Interview beschenkt wurde.

Das Interview zwischen Streich und Sky-Reporter Lindemann im Wortlaut:

Streich: Zum Glück haben wir das Spiel nicht verloren. Wäre Wahnsinn, wenn du dieses Spiel verlierst.

Lindemann: Herr Streich, Ihr Trainerkollege Markus Weinzierl sagt: Wenn das Spiel Elf gegen Elf zu Ende geht, hätte der VfB Stuttgart gewonnen. Für ihn war die Gelb-Rote Karte gegen Mario Gomez spielentscheidend. Wie bewerten Sie die gesamte Gemengelage, ist das 2:2 okay?

Streich: Naja, ich sage jetzt nichts dazu. Sie wissen, dass noch andere Sachen stattgefunden haben auf dem Platz.

Lindemann: Nämlich?

Streich: Ich sag' nix.

Lindemann: Sagen Sie auch, dass die Gelb-Rote Karte gegen Gomez zu hart ist? Oder was meinen Sie? Sagen Sie es mir.

Streich: Sie wissen doch ganz genau, was vorher passiert ist.

Lindemann: Nein, sagen Sie mal. Ich weiß es wirklich nicht.

Streich: Ich sag' nix.

Lindemann: Bei Ihnen im Strafraum - was ist denn da passiert?

Streich: Nicht bei uns im Strafraum, im gegnerischen Strafraum.

Lindemann: Und was war da?

Streich: Ich sag' nix.

Lindemann: Irgendetwas gegen Ihren Spieler?

Streich: Sie haben es doch ganz genau gesehen.

Lindemann: Nein, wirklich nicht.

Streich: Sie haben nichts gesehen, ok. Ich will nichts dazu sagen.

Lindemann: Nein. Geht es um eine Schiedsrichterentscheidung?

Streich: Ich sag' nix.

Lindemann: Und generell: 2:2 okay?

Streich: Wenn du 2:1 hinten bist in der 93. Minute, okay. Aber... natürlich ist es dann okay, super. Und Moral und alles und Glaube. Wir sind 13,5 Kilometer (im Durchschnitt, Anm. d. Red.) gelaufen. Alles gut, super von der Mannschaft. Aber ich bin trotzdem nicht ganz zufrieden, weil wir auf dem Weg zum Sieg waren und dann zwei Tore kriegen, aber dann am Ende okay.

Lindemann: Können Sie mir denn ganz kurz sagen, in welcher Spielhälfte die Szene stattgefunden hat, von der Sie sprechen? Die Kollegen gucken nach gerade.

Streich: Als Trainer darf man nicht irgendwas fordern. Aber schauen Sie es sich nochmal an, was da passiert ist im Strafraum. Der Ball ist nicht da und dann geschlagen und umstoßen und alles, das haben Sie doch gesehen.

Lindemann: Meinen Sie die Szene mit Pavard?

Streich: Ja, haben Sie es gesehen oder nicht? Sie haben gesagt, Sie haben es nicht gesehen.

Lindemann: Ja,...was....

Streich: Da müssen wir nicht drüber reden. Ich sag nix mehr dazu. Alles okay.

Lindemann: Das heißt, Sie hätten in dieser Szene eine andere Bewertung vom Schiedsrichter erwartet?

Streich: Ich sag' nix dazu. Dankeschön.

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