Fussball

Preetz sieht Chancen auf deutschen Champions-League-Sieg

Von Martin Volkmar, Bastian Strobl
Michael Preetz sieht Chance auf einen deutschen Cl-Sieg.

Michael Preetz sieht realistische Aussichten auf den Gewinn der Champions League durch eine deutsche Mannschaft.

"Wir haben alle Chancen, dieses Jahr mal wieder einen internationalen Titel zu holen", sagte der Sportchef von Hertha BSC auf dem Sportbusinesskongress SPOBIS in Düsseldorf: "Wir haben mit Bayern eine Mannschaft, die immer sehr weit gekommen ist, und in Borussia Dortmund ein Team, das eine wahnsinnig starke Saison spielt. Und auch Schalke muss man trotz des schweren Gegners noch nicht aufgeben."

Auch insgesamt verteidigte Preetz das Niveau der Bundesliga: "Ich rate dazu, das eigene Produkt nicht schlecht zu reden. In diesem Jahr haben wir ein echtes Rennen um die Spitze. Ich glaube, dass das der Bundesliga gut tut."

Heidel und Bobic verteidigen Niveau der Bundesliga

So sahen es auch seine Kollegen Christian Heidel und Fredi Bobic, die mit Preetz zusammen auf dem Podium des SPOBIS diskutierten. "Die Bundesliga ist ein tolles Produkt und wir haben eine tolle Saison im Moment. Wir müssen uns nicht kleiner machen. Natürlich verlieren wir den ein oder anderen Spieler aus wirtschaftlichen Gründen, weil wir gesund sind und seriös haushalten", meinte Frankfurts Sportchef Bobic.

Dennoch sei die Premier League alles andere als ein Vorbild: "Die Engländer haben ein richtig großes Problem. Sie kaufen auch den ganzen Jugendmarkt auf und merken dann, dass sie nicht alle einsetzen können. Deshalb geht ein 18-Jähriger von ManCity jetzt auch zu Schalke.“

Heidel kritisiert englische Klubs

Dem stimmte Heidel zu, der am Mittwoch Nachwuchstalent Rabbi Matondo aus Manchester verpflichtet hatte. "Ich habe nie Angst gehabt, dass der Ausverkauf des deutschen Fußballs beginnt. Die Zahl der deutschen Spieler in England ist doch verschwindend gering. Und ich kann auch nicht sehen, dass die Bundesliga die Ausbildungsliga für England sein soll. Die müssen da ja schon die Stadien vergrößern, weil die Kader immer größer werden", meinte der Schalke-Boss: "Das Telefon klingelt momentan ohne Unterbrechung, weil uns Spieler aus England angeboten werden, die vor ein paar Jahren für 20 Millionen Pfund gekauft wurden und nun nicht mehr eingesetzt werden. Ich glaube, dass da irgendwann eine Blase platzt."

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