Fussball

BVB - Kehl bedauert Vertragssituation von Hakimi: "Ihn zu verpflichten, wird schwierig"

Von SPOX
Spielt beim BVB gemeinsam mit Kapitän Marco Reus eine tolle Saison: Achraf Hakimi (links).

Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspieler-Abteilung von Borussia Dortmund, hat sich im Sport1 CHECK24 Doppelpass zu den Chancen der Dortmunder auf eine feste Verpflichtung von Achraf Hakimi geäußert. Kehl bedauert zudem die Situation von Shinji Kagawa.

"Leider haben wir ihn nur für zwei Jahre ausgeliehen", sagte Kehl über die aktuelle Vertragssituation von Hakimi, der beim 5:1-Sieg über Hannover einer der besten Dortmunder auf dem Platz war, den Führungstreffer erzielte und dazu noch ein Tor auflegte.

"Ihn zu verpflichten, wird schwierig", stellte Kehl fest, weil Real Madrid "ja auch seine Entwicklung" verfolge. Die Königlichen hatten Hakimi im vergangenen Sommer an den BVB verliehen und rechnen fest mit einer Rückkehr Hakimis zur Saison 2020/21. In Dortmund ist der marokkanische Nationalspieler mittlerweile gesetzt und mit neun Torbeteiligungen in 19 Pflichtspielen einer der Shooting-Stars der Schwarz-Gelben.

Kehl bedauert Kagawas Situation beim BVB: "Mir tut das im Herzen weh"

Der 38-Jährige bedauerte am Sonntag aber nicht nur die vertragliche Situation von Hakimi, sondern auch die schwierige Lage von Shinji Kagawa, der den BVB noch im Winter verlassen möchte.

"Wenn ich Kagawa sehe, tut mir das im Herzen weh", sagte Kehl über seinen ehemaligen Teamkollegen: "Er ist an uns herangetreten, er will gehen, er will auch in Europa bleiben. Er favorisiert Spanien, aber in der Winterpause einen passenden Verein zu finden, ist schwierig."

Der 29 Jahre alte Japaner kam in dieser Saison unter Lucien Favre kaum noch zum Zug und machte lediglich vier Spiele für die Dortmunder. Nach den bereits abgewanderten Aleksander Isak (Willem II) und Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt) dürfen neben Kagawa auch Dzenis Burnic und Jeremy Toljan den BVB dem Vernehmen nach bei einem passenden Angebot noch im Winter verlassen.

BVB plant mit Weigl - Vertragsverlängerung von Favre noch kein Thema

Im Kreise der Spieler, die keine Zukunft mehr beim BVB zu haben schienen, befanden sich lange Zeit auch Julian Weigl und Mario Götze, die bei Favre für den Großteil der Hinrunde außen vor waren.

Während Götze, dem beim Sieg über Hannover der Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0 gelang, Kehl beeindruckte, indem er "sich selbst aus dem Tief gezogen" und "sich immer wieder reingehängt" habe", wird auch Weigl in der Rückrunde eine größere Rolle zuteil.

Aufgrund der personell angespannten Lage in der Innenverteidigung und den zuletzt starken Auftritten des 23-Jährigen, soll Weigl zumindest bis zum Sommer in Dortmund bleiben. In der Winterpause hatte es vermehrt Gerüchte über einen Abgang des zentralen Mittelfeldspielers zu Paris Saint-Germain gegeben, wo Weigls "Entdecker" Thomas Tuchel als Trainer tätig ist und mehrfach das Interesse der Pariser an Weigl konkretierte.

"Wir planen mit Julian ganz klar die Rückrunde, weil wir das eine oder andere Problem in der Innenverteidigung haben", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc am Samstag bei Sky und erteilte somit allen Spekulationen über einen Weigl-Wechsel noch im Winter eine finale Absage.

Geplant wird in Dortmund langfristig selbstverständlich auch mit Trainer Lucien Favre, der den Dortmundern ein neues Gesicht gab und im Jahr des Umbruchs überraschend zur Herbstmeisterschaft geführt hatte. Auf eine mögliche vorzeitige Vertragsverlängerung mit Favre (Vertrag bis Juni 2020) reagierte Kehl am Sonntag jedoch zurückhaltend. Vorerst bestehe diesbezüglich kein Handlungsbedarf. "Er hat noch lange Vertrag, aktuell brauchen wir darüber nicht reden", sagte Kehl.

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