Fussball

Thomas Delaney vom BVB: "Mich überraschen meine vielen Einsätze nicht"

Thomas Delaney spielt seit Sommer 2018 beim BVB.

Thomas Delaney hat sich bei Borussia Dortmund auf Anhieb zum Stamm- und Führungsspieler entwickelt. Im Trainingslager des BVB in Marbella stand der Däne den Fragen der anwesenden Journalisten Rede und Antwort. SPOX hat die wichtigsten Aussagen aus der Medienrunde mit Delaney im Überblick.

Delaney sprach dabei über seine Abwesenheit beim Training, seine persönliche Bilanz der Hinrunde, Dortmunds Systemwechsel und seinen Traum von der Premier League.

Thomas Delaney...

...über seine aktuellen Wadenprobleme: "Ich hatte am Ende der Hinrunde ein paar Probleme an dieser Stelle und möchte jetzt einfach nicht zu früh mit dem Training beginnen. Gerade nach einem Urlaub ist das eine Vorsichtsmaßnahme. Es wird immer besser und wird daher nicht mehr lange dauern, bis ich hier in Spanien wieder zum Team stoßen kann."

...über die hohe Belastung in der Hinrunde: "In Kopenhagen habe ich sechs von sieben Saisons international gespielt. Ich kenne das also, aber Bundesliga und Champions League sind schon nochmal zwei verschiedene Paar Schuhe. Es war ein hartes halbes Jahr, gerade für mich nach einer Weltmeisterschaft im Sommer. Ich habe am Ende der Hinrunde die Belastung an meinem ganzen Körper gespürt. Ich habe aber nichts Spezielles für das Thema Regeneration gemacht. So wenig Training wie möglich und dann spielen - das ist mein Lieblingsweg." (lacht)

...über seine Bilanz der Hinrunde: "Ich bin persönlich zufrieden. Ich war natürlich nicht sicher, wie viel Spielzeit ich bekommen werde. Mich überraschen meine vielen Einsätze aber nicht, denn ich bin nicht hier hergekommen, um auf der Bank zu sitzen. Ich möchte jetzt mehr: noch besser nach vorne spielen, eine noch höhere Passquote und so weiter."

...ob er nach seinem Wechsel gemerkt hat, dass dem BVB Aggressivität fehlt: "Ein bisschen. Es gibt mit Julian Weigl und Mo Dahoud sehr gute Spieler auf meiner Position. Sie sind in vielen Punkten bessere Fußballer als ich, aber sie sind ganz andere Spielertypen. In manchen Spielen ist es für uns besser, wenn wir mit Axel Witsel und mir auflaufen können, gerade wenn es eine hohe Intensität braucht. Andere Partien sind dann wieder prädestinierter für Spieler wie Julian oder Mo. Man braucht einen breiten Kader, der aus technisch starken und kämpferisch starken Spielern besteht. Das wird gerade im Laufe der Rückrunde noch wichtiger werden."

...über seine Rolle im Mannschaftsrat: "Ich war auch in Bremen von Beginn an im Mannschaftsrat. Überrascht hat es mich nicht. Ich habe vor meinem Wechsel mit allen Verantwortlichen gesprochen und sie haben mir gesagt, dass sie mich als Führungsspieler geholt haben. Natürlich muss man es dann auch leben und zeigen. Diese Aufgabe nehme ich gerne an."

...über Dortmunds Systemwechsel vom 4-3-3 zum 4-2-3-1: "Das 4-2-3-1 passt im Moment richtig gut. Ich finde es aber nicht entscheidend, welches System wir spielen, sondern dass wir für ein spezielles System die richtigen und besten Spieler auf dem Platz haben. Es ist nun ein großes Thema für uns, auf die veränderten Herangehensweisen unserer Gegner zu reagieren. Wir spüren es, dass es sich verändert hat. Zu Beginn der Saison war es vielleicht etwas einfacher für uns, wir haben viele Tore geschossen. Jetzt stehen viele Mannschaften sehr tief gegen uns. Dass wir auch gegen diese Gegner zu Lösungen kommen, müssen wir lernen und uns auf dem Platz erarbeiten. Vielleicht müssen wir künftig selbst etwas tiefer stehen."

...über Trainer Lucien Favre: "Er redet viel über die kleinen Dinge. Am Anfang hat er das gar nicht so häufig gemacht, es ist eher mit der Zeit mehr geworden. Das sind letztlich Tipps, um mit wenig Aufwand Verbesserungen zu erreichen. Bei mir geht es darum, rechtzeitig zu antizipieren, was der Gegner machen könnte, wenn er auf mich zukommt. Also meine Umgebung genau zu scannen, um nicht überrascht zu sein. Oder er sagt mir, wie ich Diagonalbälle verteidigen soll. Er ist etwas fokussierter auf diese Details als andere Trainer, über die gesamte Trainingswoche gesehen ist er aber nicht spezieller als andere."

...über die Tatsache, dass er der Spieler mit den meisten Fouls der Hinrunde war: "Das überrascht mich nicht. In der letzten Saison habe ich die meisten Fouls der gesamten Liga verursacht. In Dänemark habe ich die meisten Gelben Karten gesammelt. Das ist also ein alter Hut für mich. Ich habe allerdings noch nie Rot gesehen. Freistöße durch Fouls zu verursachen, ist grundsätzlich nicht ideal, aber manchmal muss es sein und dann ist es eine gute Maßnahme. Manchmal kommt man einfach nicht daran vorbei."

...über seinen Traum von der Premier League: "Ich habe mit dem Wechsel zum BVB alles richtig gemacht. Als der BVB mir das Angebot machte, war es für mich das klare Ziel, nach Dortmund zu wechseln. Die Premier League ist weiterhin ein Traum für mich, aber ich habe im Leben viele Träume. (lacht) Ich möchte eines Tages nochmal in Kopenhagen spielen - und vielleicht zum Karriereende auch in den USA oder in Japan."

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