Fussball

Mario Götze vom BVB: "Sechs Punkte Vorsprung sind nicht die Welt"

Mario Götze durchlief beim BVB eine Hinrunde mit Höhen und Tiefen.

Mario Götze durchlief bei Borussia Dortmund eine Hinrunde mit Höhen und Tiefen. Am Mittwoch war Götze in der Medienrunde im BVB-Trainingslager in Marbella. SPOX hat die wichtigsten Aussagen im Überblick.

Götze sprach dabei über den Teamgeist der Mannschaft, die Ziele für die Rückrunde, seine Position als Stürmer und eine mögliche Vertragsverlängerung.

Mario Götze

...über das Winter-Trainingslager: "Es ist schon gut, auch einmal etwas Abwechslung zu haben. Die Winterpause ist ja nicht besonders lang. So dermaßen viele Trainingseinheiten kann man gar nicht abreißen. Wenn wir hier einen guten Grundstein legen, so wie wir es auch unter diesen Bedingungen hier versuchen, dann ist das sehr gut. Wir genießen es, eine gute Woche zusammen zu sein."

...über den Teamgeist innerhalb der Mannschaft: "Wir waren gestern alle zusammen essen, aber ob man einen guten Teamgeist nur an so etwas bewerten kann, das weiß ich nicht. Es ist wichtig, dass man den Teamgeist auf dem Spielfeld sieht und spürt - zum Beispiel, wenn man einmal zurückliegt oder grundsätzlich schwierige Situationen im Spiel zu meistern hat. Das ist uns in der Hinrunde gelungen. Aber es gehört schon auch dazu, dass wir hier im Trainingslager eine gute Zeit haben, gemeinsam trainieren und gemeinsam die Freizeit nutzen."

...über die Balance zwischen Wettkampfcharakter und Lockerheit in den Trainingseinheiten: "Das Training macht Spaß und das ist die Hauptsache für jeden Spieler. Es gehört eine gewisse Ernsthaftigkeit, aber auch Lockerheit dazu - gerade, wenn man viele Trainingseinheiten hat und über einen längeren Zeitraum so eng zusammen ist. Jeder ist bei der Sache. Das Wichtigste ist, dass wir die Trainingsziele gemeinsam angehen."

...über die Ziele in der Rückrunde: "Das Credo ist, von Spiel zu Spiel zu denken. Es bringt nichts, aktuell darüber zu sprechen, was in 17 Spieltagen sein oder in der Champions League passieren wird. Wir wissen, wie schnell es gehen kann, das hat das Düsseldorf-Spiel gezeigt. Wenn man zwei, drei nicht so gute Spiele hat, dann sieht das Ganze ganz schnell ganz anders aus. Uns ist dieser schmale Grad bewusst, wir wissen, was passieren könnte. Es ist wichtig, sich nun auf das Leipzig-Spiel zu konzentrieren und von da an die Rückrunde auf genau diese Weise einzuläuten."

...über die veränderte Ausgangssituation im Vergleich zur Hinrunde: "Es ist eine andere Situation, aber wir wissen auch, dass wir gerade einmal 50 Prozent gespielt haben. Wir haben noch viele schwere Auswärtsspiele vor uns, zum Beispiel gleich das zu Beginn in Leipzig. Sechs Punkte Vorsprung sind nicht die Welt. Es kann nur so gehen, dass man sich auf das Hier und Jetzt fokussiert. Es wird für uns kein unwichtiges Spiel mehr geben."

...über seine eigene Situation als Stürmer: "Ich fühle mich auch vorne drin ziemlich wohl - wenn ich eine spielerische Neun geben soll. Also wenn es ein Wechselspiel mit der Zehn oder mit den Außenspielern gibt, wenn viele Rotationen stattfinden, wenn Variabilität vorhanden ist, wenn man sich auch mal fallen lassen kann und wenn man nicht den klassischen Neuner spielt, der nur vorne wartet. Ich habe das so auch schon in der Nationalelf und der Jugend gespielt."

...über seine häufigen Auswechslungen: "Das gehört auch zum Fußball und ist Teil des Ganzen. Wenn Paco dann reinkommt und ein Tor macht, dann ist es okay - sonst nicht." (lacht)

...über sein gutes Spiel zum Hinrundenabschluss gegen Gladbach: "Wenn man den Verlauf meiner gesamte Vorrunde betrachtet, war es natürlich sehr, sehr wichtig für mich, einen positiven Abschluss zu finden. Da die Pause aber nicht besonders lang war, ist es eher ein kleiner Zwischenstopp als ein echter Abschluss. Wir und ich müssen jetzt immer weitermachen, denn die Vorrunde 2018 interessiert jetzt kaum jemanden mehr."

...Ähnlichkeiten zwischen der aktuellen Mannschaft und jener aus den Meisterjahren unter Klopp: "Es ist schwierig, Parallelen zu ziehen. Es war eine andere Zeit mit anderen Spielern, einem anderen Trainer, anderen Konstellationen. Natürlich sind Faktoren wie ein guter Teamgeist, großer Wille oder viele fitte Spieler wichtig, um Erfolg zu haben. Das gilt immer. Das ist am ehesten vergleichbar."

...über den Sprung, den die Nicht-Neuzugänge gemacht haben: "Es sind am Ende immer viele Dinge, die dafür zusammenkommen und passen müssen: Die nötige Disziplin, das entsprechende Glück in dem einen oder anderen Spiel, Kleinigkeiten im Training, das Integrieren der neuen Spieler. Das hat dieses Mal sehr gut geklappt und zum Erfolg geführt."

...über die Wertigkeit einer möglichen Meisterschaft nach den sechs Titeln der Bayern: "Die Meisterschaften 2011 und 2012 waren auch gigantisch. Die Voraussetzungen sind nun andere, daher hätte das schon eine neue Wertigkeit. Es wäre überragend, die deutsche Meisterschaft mal wieder nach Dortmund zu holen."

...über eine mögliche Vertragsverlängerung: "Wir setzen uns zeitnah zusammen. Ich bin total entspannt. Es gibt auch Wichtigeres in der momentanen Situation, denn wir haben große Ziele in der Rückrunde. Das wird alles zu seiner Zeit passieren."

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