Fussball

Jadon Sancho vom BVB warnt Bayern-Ziel Hudson-Odoi vor der Bundesliga

Jadon Sancho gelang beim BVB in der Hinrunde der Durchbruch.

Borussia Dortmunds Shootingstar Jadon Sancho hat seinem vom FC Bayern umworbenenen Landsmann Callum Hudson-Odoi eine große Zukunft vorausgesagt, ihn aber zugleich davor gewarnt, einen Wechsel in die Bundesliga auf die leichte Schulter zu nehmen.

"Man muss auf viele Dinge wie Familie oder Freunde verzichten, Opfer für den Fußball bringen. Dafür braucht man eine starke Mentalität", sagte Sancho am Donnerstag in der Medienrunde im BVB-Trainingslager in Marbella.

Der 18-jährige Engländer sprach außerdem über seine Entwicklung in Dortmund, die Rückrunde mit dem BVB und eine mögliche Rückkehr auf die Insel.

SPOX hat die wichtigsten Aussagen von Sancho im Überblick.

Jadon Sancho

...über die Ziele für die Rückrunde: "Wir wollen natürlich so weitermachen wie bisher. Wir sind Erster, Bayern steht aber nur sechs Punkte hinter uns und jede Mannschaft wird versuchen, uns Punkte wegzunehmen. Daher müssen wir weiter hart arbeiten. Wir haben noch nichts gewonnen."

...über die Unterschiede zur vergangenen Saison: "Die vergangene Saison war nicht unsere beste. Wir mussten uns verbessern. Das waren wir unseren Fans schuldig. Man sieht in dieser Saison, dass jeder Spieler in jedem Spiel 100 Prozent geben möchte und bis zum Ende kämpft. Das ist das Beste, was wir machen können. Wir haben einen tollen Spirit, jeder ist glücklich. Außerdem kommen viel mehr junge Spieler zum Einsatz und geben der Mannschaft neue Optionen. Das ist gut."

...über seine positive Entwicklung in Dortmund: "Ich habe mich sehr gut und schnell integriert, fühle mich wohl. Meine Familie und der Klub haben mir dabei geholfen. Die Atmosphäre im Klub und auch im Stadion ist großartig. Auch der Trainer (Lucien Favre; Anm. d. Red.) hat mir geholfen, in dieser Saison den nächsten Schritt zu machen."

...über den Schritt von England nach Deutschland: "Es war ein großer Schritt, England zu verlassen, aber ich hatte kein Problem damit. Ich war ja schon als kleiner Junge weiter weg von zu Hause (Sancho wuchs in London auf, wechselte mit 14 aber zu Manchester City; Anm. d. Red.) und dachte mir: 'Warum nicht Deutschland?' Ein paar Leute aus meinem Umfeld haben mir davon abgeraten und Zweifel geäußert, ins Ausland zu gehen, aber ich denke, dass es ganz gut gelaufen ist."

...über den vom FC Bayern umworbenen Callum Hudson-Odoi: "Wir sind gute Freunde. Wir haben zusammen für England gespielt. Ich weiß, was er alles drauf hat. Er kann der nächste sein, der groß rauskommt. Er ist sehr schnell und hat ein gutes Dribbling. Ich habe ihm erzählt, dass die Bundesliga eine gute Liga ist. Er soll einfach das machen, was das Beste für ihn ist und bei dem er sich wohl fühlt. Ich bin sehr glücklich, mich für einen Wechsel nach Deutschland entschieden zu haben. Es ist aber nicht so leicht, hierherzukommen und sich zu behaupten. Die Leute denken das vielleicht, weil es für mich so gut läuft, aber es ist hart. Man muss auf viele Dinge wie Familie oder Freunde verzichten, Opfer für den Fußball bringen. Dafür braucht man eine starke Mentalität."

...den Hype um englische Spieler in Deutschland: "Ich weiß nicht, ob die jungen englischen Spieler besser sind als die deutschen. Ich weiß nur, dass sie sehr hart für ihre Chance arbeiten. Sie wollen auch ihren Familien helfen, einfach jemand werden, der positiv in Erinnerung bleibt."

...die Unterschiede zwischen der Bundesliga und der Premier League: "Ich habe nie in der Premier League gespielt, also kann ich die beiden Ligen nicht miteinander vergleichen. Ich habe aber gemerkt, dass der Fußball in Deutschland auf Jugendebene ein bisschen aggressiver und schneller ist als in England. Die Bundesliga befindet sich auf einem sehr hohen, intensiven Level."

...über eine mögliche Rückkehr nach England: "Ich liebe es, Fußball zu spielen. Das ist das, was ich will und das mache ich hier. Ich bin Dortmund sehr dankbar, diese Chance zu bekommen. Ich will weiter hart arbeiten und mich der Welt zeigen. Ich bin glücklich, ein Teil dieses Klubs zu sein und will mit ihm Geschichte schreiben."

...über seine Spielweise: "Ich gehe gerne ins Dribbling und zeige meine Skills. Ich habe hier aber viel gelernt und mir von Spielern wie Marco Reus abgeschaut. Zum Beispiel wie und wann man Gegner attackiert. Ich habe mich weiterentwickelt, muss aber noch viel lernen."

...über Axel Witsel: "Er ist ein großes Vorbild. Er hat über 100 Spiele für sein Land bestritten. Das will ich auch schaffen. Er ist ein toller Spieler, eine große Inspiration für die Jüngeren."

...über seine Deutschkenntnisse: "Mein Deutsch ist nicht das beste. Ich lerne die Sprache natürlich. Das muss ich auch. Irgendwann kann ich ja mal versuchen, ein Interview auf Deutsch zu geben (lacht)."

...über sein Privatleben: "Ich lebe mit meinem Vater in einem Apartment. Ich habe in Deutschland keine richtigen Freunde, deshalb relaxe und chille ich gerne zu Hause, wenn ich nichts mit meinen Teamkollegen mache. Für mich zählt der Fußball."

...über seine Ernährung: "Ich habe einen Koch, der mir hilft, mich gut zu ernähren. Das ist Essen in Deutschland ist schon gesünder als in England. Das hilft mir zusätzlich."

...über den Wechsel von Christian Pulisic zum FC Chelsea: "Ich freue mich für Chris, er hat hart dafür gearbeitet. Ich hoffe, dass er seine Sache bei Chelsea gut macht. Aber jetzt ist er voll auf Dortmund fokussiert und will seinen Teil dazu beitragen, dass wir Meister werden."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung