Fussball

BVB: Christian Pulisic spricht über seinen Chelsea-Wechsel und Dortmunds Meisterchancen

Christian Pulisic wechselt im Sommer vom BVB zum FC Chelsea.

Christian Pulisic hat sich am Rande des Trainingslagers von Borussia Dortmund erstmals öffentlich zu seinem Wechsel zum FC Chelsea geäußert. Der US-Amerikaner wird den BVB im Sommer verlassen und in der Premier League anheuern. SPOX hat die wichtigsten Aussagen aus der Medienrunde mit Pulisic im Überblick.

Pulisic sprach dabei über die Gründe für seine Entscheidung, sein letztes halbes Jahr beim BVB, Trainer Lucien Favre und die Wichtigkeit von Axel Witsel.

Christian Pulisic ...

... über die Beweggründe für seinen Wechsel: "Ich wollte schon immer einmal in der Premier League spielen und freue mich sehr darauf. Wie ich aber schon in meinem Statement in den sozialen Medien sagte: Ich bin zu hundert Prozent für den Rest der Saison beim BVB. Ich möchte mit Dortmund ein gutes Ende haben und ich bin glücklich darüber, dass ich das versuchen darf."

... über die höhere Aufmerksamkeit in England als in Deutschland: "Das mag sein, aber darum geht es mir eigentlich nicht. Es ist einfach der Ort, an dem ich schon als Kind unheimlich gerne einmal spielen mochte. Die Bundesliga half mir enorm, meine Karriere zu beginnen und ich freue mich natürlich auch auf die restliche Zeit in Deutschland. Als ich aufwuchs, habe ich eben schon die Premier League verfolgt - gerade zu meiner Zeit als Kind in England. Damals bin ich mit meinem Vater zu Spielen gegangen. Das war einfach schon immer eine unglaubliche Liga und daher ein großer Traum für mich. Es gibt dort so viele Top-Spieler aus der ganzen Welt, auch einige Amerikaner wie ich spielen dort. Ich will dort mein Bestes geben und mich mit diesen Spielern messen."

... über den Grund, sich für Chelsea entschieden zu haben: "Mir gefiel es immer, wie Chelsea Fußball gespielt hat und auch heute spielt. Ich glaube, dass dieser Stil sehr gut zu mir passt."

... über die Möglichkeit, auch zum FC Liverpool zu wechseln: "Darüber möchte ich nicht sprechen. Ich bin glücklich, meine Entscheidung für Chelsea getroffen zu haben."

... über die Erleichterung, die Wechsel-Entscheidung getroffen zu haben: "Mein Kopf ist jetzt etwas freier. Ich hoffe, dass die Leute meine Entscheidung verstehen und auch wissen, dass ich hier bis zum Schluss alles geben werde und mithelfen will, dass unsere Saison eine großartige wird."

... ob er die Entscheidung auch als BVB-Stammspieler getroffen hätte: "Meine Entscheidung wäre dieselbe gewesen. Ich wollte das schon längere Zeit. Mir war es sehr wichtig, dass wir das mit Dortmund auf dem richtigen Wege über die Bühne bekommen. Wir haben schlussendlich eine großartige Lösung für beide Seiten gefunden."

... über seinen Anspruch, den BVB als Stammspieler zu verlassen: "Natürlich, ich möchte hier nicht meine Zeit absitzen. Ich möchte so viel wie möglich spielen. Ich musste nach einem guten Start in die Saison ein paar schwierige Verletzungen hinnehmen. Die Spieler, die dann gespielt haben, machten ihre Sache extrem gut. Ich muss daher nun wie jeder andere Spieler auf der Welt um meine Position kämpfen - und ich bin mehr als gewillt, das auch zu tun."

... über seine geäußerte Hoffnung, dass die Saison das Jahr des BVB wird: "Das ist ja verständlich: Wir sind Tabellenführer, spielen bislang eine tolle Saison und haben große Ziele und Hoffnungen. Innerhalb des Klubs gibt es einfach dieses spezielle Gefühl, dass es in diesem Jahr klappen könnte. Wir haben das richtige System, wir haben die richtigen Spieler - wir müssen nur so weitermachen wie im letzten halben Jahr. Gerade auch im Kopf."

... ob er traurig ist, den BVB zu verlassen: "Ohne den BVB hätte ich niemals die Möglichkeit gehabt, mir den Traum von England erfüllen zu können. Es war der perfekte Start in meine Karriere. Als ich hier ganz jung ankam, konnte ich ja nicht ahnen, ob das die richtige Entscheidung war oder nicht. Jetzt weiß ich es aber und bin deshalb sehr dankbar, für alles. Die Fans, die Stadt, der Verein - das werde ich hundertprozentig alles sehr vermissen."

... ob die aktuelle die beste BVB-Mannschaft ist, in der er bislang gespielt hat: "Die Mannschaft ist wirklich sehr stark, ohne dass ich unsere vorherigen Teams damit kleinreden möchte. Wir sind sehr ehrgeizig. Die Tabellenführung ist schön, aber sie sagt für den Rest der Saison letztlich nicht viel aus. Natürlich gibt sie uns Selbstvertrauen und wir wissen, dass wir nicht ohne Grund an diesem Punkt angekommen sind, an dem wir jetzt stehen. Aber wir müssen weiter in jedem einzelnen Spiel um die Punkte kämpfen. Das Spiel in Düsseldorf hat es gezeigt: Wir müssen in jeder Partie bereit sein, ohne Ausnahme. Sie haben ein gutes Spiel gegen uns gemacht und die Punkte geholt. Für uns war die Partie sehr schwer und wir wissen, dass das in der Bundesliga jederzeit wieder passieren kann."

... über Trainer Lucien Favre: "Er hat in Zusammenarbeit mit dem Team bislang einen super Job gemacht. Er hat einen bestimmten Spielstil, den er sehen möchte und er ist in der Lage, uns diesen gut zu vermitteln. Darauf ist die Mannschaft wirklich gut angesprungen. Wir respektieren ihn alle. Er kann auch mal härter im Umgang sein und seine Forderungen deutlicher machen. Er legt auf sehr viele kleine Details Wert, die er den Spielern individuell mitgibt. Bei mir geht es da zum Beispiel darum, immer zu wissen, ob ich die Position halten, nach innen ziehen und breit spielen soll."

... über die Ankündigung der Bayern, den BVB jagen zu wollen: "Nichts anderes hätte ich ohnehin erwartet. Das überrascht mich nicht. Wir dürfen uns aber nicht mit ihnen beschäftigen, denn es wird schwer genug, Platz eins zu verteidigen."

...über defensive Gegner: "Wir trainieren unterschiedliche Herangehensweisen, um auf die verschiedenen Spielstile unserer Gegner antworten zu können. Natürlich war es in dieser Saison häufiger der Fall, dass die Gegner uns nicht gepresst, sondern defensiv gespielt haben. Letztlich müssen wir aber auf beide Arten reagieren können und deshalb üben wir das auch. Wir wissen, dass es sehr wichtig für uns ist, mit Geduld zu spielen. Wir dürfen nicht panisch werden, wenn uns gegen ein defensives Team nicht dauernd ein Durchbruch gelingt oder das Spiel noch unentschieden steht."

 

...die Wichtigkeit von Axel Witsel für den BVB: "Er ist ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft in dieser Saison. Er kontrolliert unser Spiel, setzt seinen Körper stark ein, gewinnt Bälle und spielt gute Pässe. Er verlangsamt sozusagen das Spiel, wenn er am Ball ist - und das ist für uns enorm wichtig. Er versteht das Spiel wirklich sehr gut."

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