Fussball

Handspiele im Strafraum: Stanislawski plädiert für neue Art der Bestrafung

Von SPOX
Immer wieder sorgen Handspiele im Strafraum für Diskussionen.
© getty

Holger Stanislawski hat eine Regel-Neuerung für den Fußball vorgeschlagen. Er würde Handspiele im Strafraum in Zukunft mit einer "kurzen Ecke" bestrafen, wie sie aus dem Feldhockey bekannt ist.

"Wenn ein Verteidiger unabsichtlich mit der Hand einen Torschuss verhindert, sollte es eine kurze Ecke geben", schlug Stanislawski in der Sport Bild vor. Somit wäre ein Strafstoß nicht länger die Bestrafung eines unabsichtlichen Handspiels im Strafraum, sondern ein Eckball von der Strafraum-Begrenzung an der Grundlinie.

Gleichwohl allerdings würde Stanislawski nicht gänzlich auf die Elfmeter-Regelung verzichten. Bei absichtlichen Handspielen oder Handspielen, die in höherem Maße strafbar sind, würde der ehemalige Trainer weiterhin auf die bisherige Art der Konsequenz zurückgreifen.

Kurze Ecke im Feldhockey enorm gefährlicher Standard

Fraglich scheint in diesem Fall allerdings die Definition zwischen unabsichtlichem und absichtlichem Handspiel. Diese fällt bereits in der aktuellen Version der Handspiel-Regelung schwer. Die Bestrafung Stanislawskis würde allerdings eine Zwischenstufe darstellen, die in dieser Form bisher nicht existiert.

"Das wäre eine völlig neue Situation, mit 18 Mann im Sechzehner. Da ist dann richtig Musik drin", sagte Stanislawski. Im Feldhockey ist die kurze Ecke eine enorm gefährliche Situation, viele der Treffer fallen im Anschluss an einen derartigen Standard.

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