Fussball

Eintracht Frankfurt: Kevin Trapp attackiert nach Pleite gegen Wolfsburg Schiri

SID
Kevin Trapp (r.) kritisierte nach der Pleite gegen Wolfsburg den Schiedsrichter

Eintracht Frankfurt kann doch noch verlieren. Gegen den VfL Wolfsburg mussten sich die Hessen 1:2 geschlagen geben und regten sich dann über den Schiedsrichter auf. Die Highlights im Video gibt es HIER.

Als die Frankfurter Himmelsstürmer jäh gestoppt worden waren, richtete sich nicht nur der Unmut der pfeifenden Eintracht-Fans gegen Schiedsrichter Sascha Stegemann. Auch Torwart Kevin Trapp schimpfte nach dem 1:2 (0:2) gegen den VfL Wolfsburg über den Unparteiischen.

"Es gibt Schiedsrichter, die sollen einfach ihren Pass abgeben und es sein lassen", motzte der angefressene Nationaltorhüter bei Sky nach der ersten Eintracht-Niederlage nach zuletzt zehn Siegen in elf Pflichtspielen: "Das ist ein Witz. Ich bekomme eine Gelbe Karte, weil ich zu ihm sage, dass er respektvoll mit uns reden soll."

Trapp-Kollegen nach Pleite selbstkritisch

Trapps Teamkollegen lenkten ihr Augenmerk nach dem verpassten Sprung auf Platz zwei lieber auf sich selbst und gaben sich kämpferisch. "Wir haben eine Woche Zeit, um zu realisieren, dass wir so nicht auftreten können", sagte Jetro Willems und warnte nach dem Abrutschen auf Rang fünf: "Wir haben eine große Chance dieses Jahr."

Admir Mehmedi (31.) und Daniel Ginczek (68.) hatten zwei der zahlreichen Konter der abgezockten Gäste vollendet, Luka Jovic (87.) machte es in einer hektischen Endphase noch einmal spannend. Wolfsburg hat mit nun 18 Punkten als Achter wieder Kontakt zu den Europapokal-Plätzen, was VfL-Trainer Bruno Labbadia sichtlich gute Laune machte: "Wir haben einen geilen Fight hingelegt, das hat Spaß gemacht."

Eintracht legt gut los

Drei Tage nach dem berauschenden 4:0-Erfolg im Europa-League-Spiel gegen Olympique Marseille hatte Frankfurt-Coach Adi Hütter wieder seine nominell stärkste Elf aufgeboten. Und diese machte anfangs klar, warum sie seit Wochen zu den heißesten Teams der Bundesliga zählt. Keine drei Minuten dauerte es, da feuerte Filip Kostic den ersten Warnschuss ab, keine fünf Minuten danach tauchte Ante Rebic erstmals gefährlich vor dem Tor auf.

Nur Sekunden später wurde der kroatische Vize-Weltmeister dann am Sechzehner zu Fall gebracht, das Foul nach Überprüfung durch den Videoschiedsrichter jedoch knapp außerhalb des Strafraums verortet. Den fälligen Freistoß schoss Kostic in die Mauer, doch spätestens nach Jonathan de Guzmans (13.) Pfostenschuss war klar: Die Eintracht wollte das nächste Offensiv-Feuerwerk zünden.

Wolfsburg bemühte sich vor 48.000 Zuschauern sichtbar, das Tempo aus der Partie zu nehmen und Frankfurts wild anstürmende "Büffelherde" dadurch etwas aus dem Tritt zu bringen. Das gelang allerdings nur phasenweise, sodass die Gastgeber weitere Chancen hatten. Es ergaben sich jedoch auch immer wieder Möglichkeiten zum Kontern für die Gäste.

Wolfsburg effektiver und gefährlicher

VfL-Stürmer Wout Weghorst (27.) schlenzte bei einer solchen zunächst noch an die Latte, doch Mehmedi traf beim nächsten gefährlichen Gegenangriff trocken ins lange Eck. Die Eintracht wirkte vom inzwischen ungewohnten Gefühl des Rückstands geschockt.

Auch in Halbzeit zwei hatte Wolfsburg durch John Anthony Brooks (55.) die erste gute Gelegenheit und war in der Folge das gefährlichere Team. Die zuletzt so dominante Eintracht stemmte sich zunehmend wütend gegen die drohende Niederlage. Ein Treffer von Sebastien Haller (67.) wurde wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen, stattdessen traf Ginczek im Gegenzug. Jovics achter Saisontreffer kam zu spät.

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