Neuhaus, Lukebakio und Co.: Wie sich die jungen Bundesliga-Spieler schlagen

 
395 Spieler kamen bislang in dieser Saison in der Bundesliga zum Einsatz. Viele von ihnen stehen im medialen Fokus, viele fliegen aber auch unter dem Radar. SPOX hat sich einige dieser Spieler angeschaut und stellt sie vor.
© getty
395 Spieler kamen bislang in dieser Saison in der Bundesliga zum Einsatz. Viele von ihnen stehen im medialen Fokus, viele fliegen aber auch unter dem Radar. SPOX hat sich einige dieser Spieler angeschaut und stellt sie vor.
Dodi Lukebakio (21; 9 BL-Spiele): Wechselte im Sommer unter speziellen Umständen nach einem Testspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und dem FC Watford auf Leihbasis zum Aufsteiger und galt bei den Fortunan als die Positiv-Überraschung der Vorbereitung.
© getty
Dodi Lukebakio (21; 9 BL-Spiele): Wechselte im Sommer unter speziellen Umständen nach einem Testspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und dem FC Watford auf Leihbasis zum Aufsteiger und galt bei den Fortunan als die Positiv-Überraschung der Vorbereitung.
War anschließend bis Ende September "nur" Friedhelm Funkels Edeljoker, traf jedoch bereits zweimal. Hat sich nun durch seine Schnelligkeit, Dribbelstärke und Schusstechnik festgespielt und ist ein Lichtblick in der zuletzt trägen Fortuna-Offensive.
© getty
War anschließend bis Ende September "nur" Friedhelm Funkels Edeljoker, traf jedoch bereits zweimal. Hat sich nun durch seine Schnelligkeit, Dribbelstärke und Schusstechnik festgespielt und ist ein Lichtblick in der zuletzt trägen Fortuna-Offensive.
Linton Maina (19; 5 BL-Spiele): Verließ schon in jungen Jahren seine Berliner Heimat und wechselte zu Hannover 96 - RB Leipzig hatte ihn zuvor abgelehnt. Bei 96 durchlief er die U17 und U19 und kam bereits in der vergangenen Saison zum Profidebüt.
© getty
Linton Maina (19; 5 BL-Spiele): Verließ schon in jungen Jahren seine Berliner Heimat und wechselte zu Hannover 96 - RB Leipzig hatte ihn zuvor abgelehnt. Bei 96 durchlief er die U17 und U19 und kam bereits in der vergangenen Saison zum Profidebüt.
Seit dieser Saison auf den offensiven Außen gesetzt. Musste Ende September mit Knieproblemen fünf Wochen pausieren. Vor der Länderspielpause feierte er beim 2:1-Sieg über Wolfsburg sein Comeback und erzielte dabei sein erstes Tor bei den Profis.
© getty
Seit dieser Saison auf den offensiven Außen gesetzt. Musste Ende September mit Knieproblemen fünf Wochen pausieren. Vor der Länderspielpause feierte er beim 2:1-Sieg über Wolfsburg sein Comeback und erzielte dabei sein erstes Tor bei den Profis.
Evan N’Dicka (19; 11 BL-Spiele): Wechselte mit 18 Jahren für 5 bis 6 Millionen Euro vom französischen Zweitligisten AJ Auxerre zur Frankfurter Eintracht. Noch nie zuvor hatte die SGE so viel Geld für einen Spieler seiner Altersklasse in die Hand genommen.
© getty
Evan N’Dicka (19; 11 BL-Spiele): Wechselte mit 18 Jahren für 5 bis 6 Millionen Euro vom französischen Zweitligisten AJ Auxerre zur Frankfurter Eintracht. Noch nie zuvor hatte die SGE so viel Geld für einen Spieler seiner Altersklasse in die Hand genommen.
N’Dicka stellte sich nicht nur als Transfer mit Perspektive, sondern als unmittelbare Verstärkung in der Innenverteidigung heraus. Feierte ein starkes BL-Debüt gegen Freiburg und ist seitdem unumstrittener Stammspieler.
© getty
N’Dicka stellte sich nicht nur als Transfer mit Perspektive, sondern als unmittelbare Verstärkung in der Innenverteidigung heraus. Feierte ein starkes BL-Debüt gegen Freiburg und ist seitdem unumstrittener Stammspieler.
Machte 14 der 17 Pflichtspiele für die SGE von Beginn an, ist "taktisch gut geschult" (Bobic), zweikampfstark (53 Prozent) und schnell. Machte gegen Hannover am 6. Spieltag darüber hinaus sein erstes Tor für die Eintracht.
© getty
Machte 14 der 17 Pflichtspiele für die SGE von Beginn an, ist "taktisch gut geschult" (Bobic), zweikampfstark (53 Prozent) und schnell. Machte gegen Hannover am 6. Spieltag darüber hinaus sein erstes Tor für die Eintracht.
Louis Beyer (18; 3 BL-Spiele): Wechselte mit 15 aus der Jugend von Fortuna Düsseldorf an den Niederrhein zu Borussia Mönchengladbach und durchlief dort von der U16 bis zur U19 alle Mannschaften.
© getty
Louis Beyer (18; 3 BL-Spiele): Wechselte mit 15 aus der Jugend von Fortuna Düsseldorf an den Niederrhein zu Borussia Mönchengladbach und durchlief dort von der U16 bis zur U19 alle Mannschaften.
Wurde im Sommer von Dieter Hecking zu den Profis hochgezogen, überzeugte auf Anhieb und rutschte aufgrund der Verletzungsprobleme auf der Rechtsverteidigerposition sogar in die Startelf der Gladbacher beim Saisonauftakt gegen Leverkusen.
© getty
Wurde im Sommer von Dieter Hecking zu den Profis hochgezogen, überzeugte auf Anhieb und rutschte aufgrund der Verletzungsprobleme auf der Rechtsverteidigerposition sogar in die Startelf der Gladbacher beim Saisonauftakt gegen Leverkusen.
Hinterließ bei Hecking und Co. trotz seiner Unerfahrenheit einen bleibenden Eindruck und wurde von der Borussia mit einem Profivertrag bis 2022 ausgestattet. Wurde Ende September von Hüftproblemen ausgebremst und stand seitdem nicht mehr im Profikader.
© getty
Hinterließ bei Hecking und Co. trotz seiner Unerfahrenheit einen bleibenden Eindruck und wurde von der Borussia mit einem Profivertrag bis 2022 ausgestattet. Wurde Ende September von Hüftproblemen ausgebremst und stand seitdem nicht mehr im Profikader.
Roland Sallai (21; 7 BL-Spiele): Entschied sich im Sommer bewusst für einen Wechsel zum SC Freiburg, obwohl er mit 9 Toren in 29 Spielen auch Interesse in England geweckt hatte. Der SCF habe "bei jungen Spielern einen sehr guten Ruf", sagte Sallai.
© getty
Roland Sallai (21; 7 BL-Spiele): Entschied sich im Sommer bewusst für einen Wechsel zum SC Freiburg, obwohl er mit 9 Toren in 29 Spielen auch Interesse in England geweckt hatte. Der SCF habe "bei jungen Spielern einen sehr guten Ruf", sagte Sallai.
Schon bei seinem Debüt am 4. Spieltag gegen Wolfsburg deutete Sallai an, warum der SC für ihn 4,5 Millionen Euro hingeblättert hatte. Sallai traf zum 1:0 und holte den Elfmeter zum 2:0 raus, ehe er nach 41 Minuten verletzt ausgewechselt wurde.
© getty
Schon bei seinem Debüt am 4. Spieltag gegen Wolfsburg deutete Sallai an, warum der SC für ihn 4,5 Millionen Euro hingeblättert hatte. Sallai traf zum 1:0 und holte den Elfmeter zum 2:0 raus, ehe er nach 41 Minuten verletzt ausgewechselt wurde.
Doch bis auf die Partie gegen Gladbach (eingewechselt) und Bayern (verletzt) machte der Linksaußen jedes darauffolgende Spiel von Beginn an und traf am 11. Spieltag gegen Mainz zum zweiten Mal.
© getty
Doch bis auf die Partie gegen Gladbach (eingewechselt) und Bayern (verletzt) machte der Linksaußen jedes darauffolgende Spiel von Beginn an und traf am 11. Spieltag gegen Mainz zum zweiten Mal.
Matheus Cunha (19; 6 BL-Spiele): Wechselte im Sommer für 15 Millionen Euro vom FC Sion zu RB Leipzig und hat es dort in der Bundesliga aufgrund der Konkurrenzsituation (Werner, Augustin, Poulsen) im Sturm schwer, sich festzuspielen.
© getty
Matheus Cunha (19; 6 BL-Spiele): Wechselte im Sommer für 15 Millionen Euro vom FC Sion zu RB Leipzig und hat es dort in der Bundesliga aufgrund der Konkurrenzsituation (Werner, Augustin, Poulsen) im Sturm schwer, sich festzuspielen.
Cunha machte nur ein BL-Spiel von Anfang an (10. Spieltag gegen Hertha), erzielte dabei aber gleich sein erstes Saisontor. Bekommt von Rangnick aber reichlich Spielzeit in der Europa League und zahlt das mit Toren zurück (5 Treffer in 10 Spielen).
© getty
Cunha machte nur ein BL-Spiel von Anfang an (10. Spieltag gegen Hertha), erzielte dabei aber gleich sein erstes Saisontor. Bekommt von Rangnick aber reichlich Spielzeit in der Europa League und zahlt das mit Toren zurück (5 Treffer in 10 Spielen).
Cunha befindet sich bei RB in einem Entwicklungsjahr – das weiß auch Rangnick, der große Stücke auf den Brasilianer hält und ihm "ein tolles Repertoire" attestierte. Cunha passe "mit seinem Alter, seiner Schnelligkeit und seinem Offensivdrang sehr gut".
© getty
Cunha befindet sich bei RB in einem Entwicklungsjahr – das weiß auch Rangnick, der große Stücke auf den Brasilianer hält und ihm "ein tolles Repertoire" attestierte. Cunha passe "mit seinem Alter, seiner Schnelligkeit und seinem Offensivdrang sehr gut".
Florian Neuhaus (21; 11 BL-Spiele): Kehrte als Aufsteiger nach einem Jahr auf Leihbasis von Fortuna Düsseldorf zurück zu Borussia Mönchengladbach. Bei der Fortuna war Neuhaus noch unersetzlich, doch bei der Borussia drohte ihm die Bank.
© getty
Florian Neuhaus (21; 11 BL-Spiele): Kehrte als Aufsteiger nach einem Jahr auf Leihbasis von Fortuna Düsseldorf zurück zu Borussia Mönchengladbach. Bei der Fortuna war Neuhaus noch unersetzlich, doch bei der Borussia drohte ihm die Bank.
Doch Neuhaus setzte sich im zentralen Mittelfeld dank einer starken Saisonvorbereitung gegen Kramer, Cuisance und Zakaria durch. Hecking gratulierte Sportdirektor Eberl für "einen riesigen Schachzug", den er mit Neuhaus vor zwei Jahren gemacht habe.
© getty
Doch Neuhaus setzte sich im zentralen Mittelfeld dank einer starken Saisonvorbereitung gegen Kramer, Cuisance und Zakaria durch. Hecking gratulierte Sportdirektor Eberl für "einen riesigen Schachzug", den er mit Neuhaus vor zwei Jahren gemacht habe.
Der U21-Nationalspieler war in 13 Spielen schon an acht Toren (7 Vorlagen) direkt beteiligt und bestätigte "vom ersten Tag an" das, was sich Hecking von ihm erhofft habe. Neuhaus ist eine der Positiv-Überraschungen der bisherigen Saison.
© getty
Der U21-Nationalspieler war in 13 Spielen schon an acht Toren (7 Vorlagen) direkt beteiligt und bestätigte "vom ersten Tag an" das, was sich Hecking von ihm erhofft habe. Neuhaus ist eine der Positiv-Überraschungen der bisherigen Saison.
Dennis Jastrzembski (18; 3 BL-Spiele): Durchlief bei der Hertha ab der U16 alle Jugendmannschaften und gab in der 1. Pokalrunde gegen Braunschweig sein Profidebüt. Dabei bereitete der Linksaußen gleich einen Treffer vor.
© getty
Dennis Jastrzembski (18; 3 BL-Spiele): Durchlief bei der Hertha ab der U16 alle Jugendmannschaften und gab in der 1. Pokalrunde gegen Braunschweig sein Profidebüt. Dabei bereitete der Linksaußen gleich einen Treffer vor.
Jastrzembski erhielt bereits zuvor im April als Leistungsträger der A-Junioren einen Profivertrag – auch, weil der FC Arsenal und Manchester City interessiert gewesen sein sollen.
© getty
Jastrzembski erhielt bereits zuvor im April als Leistungsträger der A-Junioren einen Profivertrag – auch, weil der FC Arsenal und Manchester City interessiert gewesen sein sollen.
Aktuell pendelt der 18-Jährige immer wieder zwischen Profis, A-Jugend und Reserve. In der Bundesliga kommt er in 3 Spielen bislang auf 20 Einsatzminuten. Seit Mitte Oktober war er jedoch nur für die U19 im Einsatz.
© getty
Aktuell pendelt der 18-Jährige immer wieder zwischen Profis, A-Jugend und Reserve. In der Bundesliga kommt er in 3 Spielen bislang auf 20 Einsatzminuten. Seit Mitte Oktober war er jedoch nur für die U19 im Einsatz.
Jonathan Burkardt (18; 4 BL-Spiele): "Er hat seine Chance genutzt", sagte Mainz-Sportdirektor Rouven Schröder erst vor kurzem über den Stürmer, der Anfang November seinen Vertrag beim FSV bis 2022 verlängert hat.
© getty
Jonathan Burkardt (18; 4 BL-Spiele): "Er hat seine Chance genutzt", sagte Mainz-Sportdirektor Rouven Schröder erst vor kurzem über den Stürmer, der Anfang November seinen Vertrag beim FSV bis 2022 verlängert hat.
"In Lichtgeschwindigkeit" seien die letzten Monate vorbeigegangen, sagte Burkhardt. Monate, in denen der U-Nationalspieler bereits vier Bundesliga-Spiele von Beginn an machte und erste "Duftmarken in der Bundesliga" (Schröder) setzte.
© getty
"In Lichtgeschwindigkeit" seien die letzten Monate vorbeigegangen, sagte Burkhardt. Monate, in denen der U-Nationalspieler bereits vier Bundesliga-Spiele von Beginn an machte und erste "Duftmarken in der Bundesliga" (Schröder) setzte.
Ein Tor gelang Burkardt dabei zwar nicht und zuletzt lief er wieder ausschließlich für die A-Jugend auf, doch in Mainz wird man die Entwicklung mit "der nötigen Geduld und Weitsicht weiter vorantreiben".
© getty
Ein Tor gelang Burkardt dabei zwar nicht und zuletzt lief er wieder ausschließlich für die A-Jugend auf, doch in Mainz wird man die Entwicklung mit "der nötigen Geduld und Weitsicht weiter vorantreiben".
Jean-Philippe Mateta (21; 11 BL-Spiele): Wurde zum Rekordtransfer der Mainzer im Sommer und bildet mit Gbamin die besonders in den vergangenen Spielen erfolgreiche "French Connection" der Rheinhessen.
© getty
Jean-Philippe Mateta (21; 11 BL-Spiele): Wurde zum Rekordtransfer der Mainzer im Sommer und bildet mit Gbamin die besonders in den vergangenen Spielen erfolgreiche "French Connection" der Rheinhessen.
Nach einem guten Debüt gegen Stuttgart und seinem ersten Tor gegen Nürnberg durchlebte Mateta eine Torflaute, war jedoch an den vergangenen beiden Spieltagen mit Toren gegen Brmen und Freiburg der Matchwinner.
© getty
Nach einem guten Debüt gegen Stuttgart und seinem ersten Tor gegen Nürnberg durchlebte Mateta eine Torflaute, war jedoch an den vergangenen beiden Spieltagen mit Toren gegen Brmen und Freiburg der Matchwinner.
Gemeinsam mit Innenverteidiger Niakhate gehört Mateta zu den Gewinnern der aktuellen Mainzer Saison, ist extrem kopfballstark und hat offenbar nun auch seine Abschlussstärke wiedergefunden.
© getty
Gemeinsam mit Innenverteidiger Niakhate gehört Mateta zu den Gewinnern der aktuellen Mainzer Saison, ist extrem kopfballstark und hat offenbar nun auch seine Abschlussstärke wiedergefunden.
Florent Muslija (20; 4 BL-Spiele): Stand schon voll im Saft, als er nach dem 5. Spieltag der 3. Liga vom KSC (Ausbildungsverein) KSC zu Hannover 96 wechselte. Gegen die Niedersachsen hatte er zuvor 0:6 im Pokal verloren.
© getty
Florent Muslija (20; 4 BL-Spiele): Stand schon voll im Saft, als er nach dem 5. Spieltag der 3. Liga vom KSC (Ausbildungsverein) KSC zu Hannover 96 wechselte. Gegen die Niedersachsen hatte er zuvor 0:6 im Pokal verloren.
Bei seinem Debüt für die 96er gleich mit einem Treffer (6. Spieltag) und zwei Wochen später mit einem traumhaften Freistoß-Tor gegen Leverkusen. Noch ist der technisch beschlagene Offensivspieler aber "nur" Joker bei Trainer Breitenreiter.
© getty
Bei seinem Debüt für die 96er gleich mit einem Treffer (6. Spieltag) und zwei Wochen später mit einem traumhaften Freistoß-Tor gegen Leverkusen. Noch ist der technisch beschlagene Offensivspieler aber "nur" Joker bei Trainer Breitenreiter.
Am 11. Spieltag saß er beispielsweise 90 Minuten auf der Bank, doch der Plan mit Muslija ist klar: "Auf ein nächstes Level" (Breitenreiter) wolle man ihn heben, denn Muslija werde "zu Recht gehypt" (Horst Heldt).
© getty
Am 11. Spieltag saß er beispielsweise 90 Minuten auf der Bank, doch der Plan mit Muslija ist klar: "Auf ein nächstes Level" (Breitenreiter) wolle man ihn heben, denn Muslija werde "zu Recht gehypt" (Horst Heldt).
1 / 1
Werbung
Werbung