Fussball

Hannover 96 setzt nach Kopfverletzung von Sarenren auf TV-Unterstützung

Von SPOX
Noah Sarenren und Matthias Ginter prallten Kopf an Kopf zusammen.
© getty

Hannover 96 wird in Zukunft offenbar bei der Diagnose von Verletzungen auf TV-Bilder zurückgreifen. Einem Medienbericht zufolge ist dies die Reaktion auf den schweren Zusammenprall von Noah Sarenren mit Matthias Ginter von Borussia Mönchengladbach.

Sarenren war am 12. Spieltag Kopf an Kopf mit Ginter zusammengestoßen, spielte anschließend aber weiter. Der 22-Jährige musste nach einigen Minuten doch ausgewechselt werden, im Krankenhaus wurde ein Gehirnerschütterung festgestellt.

Team-Arzt Felix Hessel sowie Trainer Andre Breitenreiter hatten ihrem Spieler zugetraut, das Spiel fortzusetzen. In Zukunft will 96 in derartigen Fällen vorsichtiger vorgehen, ein Mitarbeiter soll von der Tribüne aus mit den TV-Bildern die Diagnose unterstützen.

Ande Breitenreiter erklärt Entscheidung zur TV-Diagnose

"Damit verlässt man sich nicht allein auf die Aussage des Spielers. Wenn man das von der Bank aus nicht so heftig wahrnehmen kann, macht so ein Supervisor, der die Bilder vielleicht auch mal in Zeitlupe sieht, Sinn", erklärte Breitenreiter die Entscheidung.

Kopfverletzungen sind im Sport ein viel diskutiertes Thema. Die stumpfe Gewalteinwirkung kann zu schweren Langzeitfolgen führen, nach einer bereits erlittenen Gehirnerschütterung muss im Normalfall enorm vorsichtig vorgegangen werden. Viele Ärzte klagen deshalb ein regelrechtes "Heldentum" im Fußball an.

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