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Bundesliga, Stimmen zum 12. Spieltag - Eberl zum FCB? "Nie was ausschließen"

Von SPOX
Max Eberl wird mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht.
© getty

Dieter Hecking freut sich über die Mannschaftsleistung, schließt jedoch gleichzeitig einen Abgang von Max Eberl zu den Bayern nicht aus. Thomas Müller und Leon Goretzka sind dagegen nach dem 3:3 ihres FCB gegen Fortuna Düsseldorf fassungslos. Auch Hoffenheim-Coach Nagelsmann geht mit seinem Team hart ins Gericht. Die Stimmen zum 12. Spieltag.

Hier gibt es alle Stimmen und Reaktionen zum 12. Spieltag der Fußball-Bundesliga von Sky aus der Mixed Zone.

Borussia Mönchengladbach - Hannover 96 4:1 (2:1)

Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach)...

...zum Spiel: "Wir sind sehr froh, dass wir gewinnen konnten und damit unsere gute Heimbilanz weiter aufpoliert haben. Es war ein Spiel, wo man natürlich ungern nach 20 Sekunden in Rückstand gerät, aber was mich beeindruckt, ist, wie die Mannschaft sofort den Faden aufgenommen hat. Das macht man nicht so oft, das haben sie wirklich klasse gemacht. Am Ende war es ein verdienter Sieg für uns."

...zu einem möglichen Abgang von Max Eberl zum FC Bayern: "Also im Fußballgeschäft sollte man nie irgendetwas ausschließen. Max Eberl ist ein überragender Sportdirektor. Ich bin aber guter Dinge, dass die Zusammenarbeit von Max und mir noch über einen längeren Zeitraum bestehen wird."

Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach): "Natürlich war der Anfang nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Das müssen wir abstellen, denn das können wir nicht jedes Mal aufholen. Wir haben dann aber ganz ruhig weitergespielt und verdient gewonnen."

Andre Breitenreiter (Trainer Hannover 96): "Klar, gehören auch Auswärtspunkte dazu, um das Ziel zu erreichen. Wir hatten schon Spiele, wo wir kurz davor waren, Punkte mitzunehmen. Aber es fehlt der letzte Punch. Wir lassen den Gegner zu leichten Toren kommen und das verfolgt uns. Wir trainieren das intensiv, aber in den Spielen können wir es momentan nicht abstellen. Dann ist es schwer, immer wieder gegenanzuarbeiten."

SC Freiburg - Werder Bremen 1:1 (1:0)

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Es war eine echt komplizierte Woche. Ich freue mich darüber, was wir uns erarbeitet haben. Da war richtig Feuer drin. Es wird ein Hauen und Stechen bis zum Ende. Wenn die Bremer Kruse nicht mehr wollen, darf er gerne direkt hierbleiben."

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Es war ein spannendes Spiel mit Emotionen in beide Richtungen. Mit dem Ausgleich haben wir uns für einen sehr hohen Aufwand belohnt, auch wenn der Zeitpunkt glücklich war. Die drei Niederlagen haben uns nicht verunsichert, aber sie haben uns ein bisschen die Leichtigkeit genommen. Deshalb war der Punkt sehr wichtig."

Ludwig Augustinsson (Werder Bremen): Es war ein verrücktes Spiel. Und je länger wir kein Tor erzielt hatten, desto mehr haben wir es versucht und auch hinten ein bisschen mehr aufgemacht. Da konnten wir froh sein, Pavlenka im Tor zu haben. Heute war er ein Superman und wir haben ihn wirklich gebraucht. Er hat einige wirklich wichtige Paraden gemacht, was uns am Ende den Punkt gesichert hat.

Max Kruse (Werder Bremen): In Freiburg ist es nicht ganz so einfach zu bestehen. Das wissen wir alle, aber heute hatten wir die Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen und deswegen ärgern wir uns. Wir haben jetzt aber 18 Punkte, wir sind drei Punkte hinter Bayern. Wir sind in der Hinsicht ganz gut aufgestellt. Heute haben wir einen Punkt geholt und nächste Woche gegen Bayern wollen wir es wieder offensiv angehen und das Spiel gewinnen.

Christian Günther (SC Freiburg): Wir haben am Ende tiefer gestanden, weil wir das ganze Spiel über vorne angelaufen sind. Und am Ende haben dann ein Stück weit die Kräfte nachgelassen. Aber wir hatten die Chancen zum 2:0 und die müssen wir einfach nutzen. Dann ist es natürlich bitter, dass wir das 1:1 noch kriegen. Im Prinzip laufen wir viermal allein auf den Torwart zu, da müssen wir halt einen machen.

FC Bayern München - Fortuna Düsseldorf 3:3 (2:1)

Niko Kovac (Trainer FC Bayern): "Sie können sich vorstellen, wie ich mich innerlich fühle. Ich weiß nicht, ob es eine Steigerung von sauer gibt. Wenn du das Spiel im Griff hast und wieder zig Mal führst, dann bin ich alles andere als glücklich, sondern sehr sauer. Ich kann es einfach nicht verstehen, dass wir die Möglichkeiten, die wir trotzdem hatten, nicht realisieren konnten. Aber viel schlimmer ist die Art und Weise wie wir bei allen drei Gegentoren verteidigt haben. Dann ist es egal, ob auf der anderen Seite ein Aufsteiger ist oder ein Champions-League-Teilnehmer. Diese Fehler werden bestraft."

Leon Goretzka (FC Bayern): "Es ist für mich schwierig, die Gründe zu finden. Fakt ist, dass wir drei Tore schießen, noch viel mehr schießen hätten können und drei bekommen. Das darf niemals passieren. Woran das gelegen hat, kann ich nicht sagen. Wie oft wir schon geführt haben und nicht drei Punkte mitgenommen haben, habe ich noch nie erlebt. Die Stimmung ist schlecht. Es fehlen allen Erklärungen, für das, was passiert ist. Es ist fast ein bisschen surreal. Es fehlen mir die Worte. Es ist wie in einem schlechten Film. Klasse impliziert Mentalität. Wenn Klasse gegeben ist, sollte Mentalität eigentlich auch da sein. Natürlich ist die Meisterschaft immer noch das Ziel und davon werden wir auch nicht abrücken."

angesprochen auf Trainer Niko Kovac: "Dazu sage ich jetzt gar nichts."

Uli Hoeneß (Präsident FC Bayern): "Niko Kovac wird gegen Benfica Lissabon unser Trainer sein. Aber wir müssen beim FC Bayern jetzt alles hinterfragen, warum wir so spielen, wie wir spielen. Wir können nicht sagen: Das wird schon wieder. Wir müssen die nächsten Tage, vielleicht auch Wochen dazu verwenden, um die richtige Lösung zu finden. Wir müssen zu einem Ergebnis kommen. Daran müssen wir arbeiten."

über den Ausfall von Serge Gnabry: "Gnabry hat schon vor zwei Tagen etwas verspürt, gestern beim Abschlusstraining sagte er, er kann einfach nicht sprinten. Wir haben gestern Abend nochmal versucht, ihn zu reaktivieren. Es hat nicht geklappt. Aber es ist nichts Schwerwiegendes, der Adduktor macht zu, da muss man zwei, drei Tage warten. Ich hoffe, dass er schon zum Champions-League-Spiel am Dienstag wieder dabei ist."

Manuel Neuer (FC Bayern): "Das darf uns nicht passieren. Wir sind bitter enttäuscht von uns selbst, aber damit müssen wir leben. Wir hinterfragen uns immer und wollen immer unser Bestes geben. Wir sind unsere schärfsten Kritiker."

Thomas Müller (FC Bayern): "Wenn man drei Tore gegen Düsseldorf kassiert, muss man sich an die eigene Nase fassen. Ich bin selber perplex. Schon wieder ein Gegentor kurz vor Schluss. Vielleicht fehlt da die 100-prozentige Schärfe. Da sind wir zu leichtsinnig. Nach einem Last-Minute-3:3 sollten wir nicht von der Meisterschaft sprechen. Wir wollten siegen, drei Punkte holen und einen Schritt nach vorne machen."

Dodi Lukebakio (Fortuna Düsseldorf): "Es war ein schweres Spiel. Alle wussten, dass wir gegen das beste Team Deutschlands gespielt haben. Wir wollten alles geben. Das haben wir geschafft."

1. FSV Mainz 05 - Borussia Dortmund 1:2 (0:0)

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund):

über die torlose erste Hälfte: "Es war sehr schwer, der Sieg ist aber nicht unverdient. Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit total beherrscht, haben aber leider kein Tor gemacht, weil wir die Lücke nicht gefunden haben. Es haben Präzision und die richtige Bewegung gefehlt."

über Torjäger Paco Alcacer, der erneut als Joker knipste: "Er hat schon zwei, drei Mal von Anfang an gespielt, aber er braucht immer noch Zeit. Er hat in Spanien lange nicht regelmäßig gespielt. Das dauert."

die Meisterschaftshoffnungen angesichts nun neun Punkten auf Bayern: "Wir schauen natürlich auf die Tabelle, machen aber trotzdem Spiel für Spiel weiter. Nicht nur Bayern spielt gut, da sind auch noch Frankfurt, Gladbach, Leipzig, Leverkusen. Wir konzentrieren uns nur auf das nächste Spiel."

über die Saisonziele: "Unser Ziel ist es, Spaß zu haben im Training und uns zu verbessern, individuell und im Kollektiv."

Hertha BSC - TSG Hoffenheim 3:3 (1:2)

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Die ersten zwei Tore waren vorgezogene Nikolausgeschenke. Solche Tore darfst du nicht kassieren, das kannst du dir nicht leisten. Aber Respekt an meine Mannschaft für ihre Moral und ihre Spielweise, das tut uns gut. Wir haben aber zu viele Unentschieden. Fußball wird an Punkten gemessen."

Julian Nagelsmann (Trainer TSG Hoffenheim): "Ich bin nicht zufrieden mit unserem Auftritt. Wir hatten ordentliche erste 20 Minuten. Insgesamt war Berlin aber etwas besser. Aufgrund des Spielverlaufs musst du hier vielleicht gewinnen, aber ein megaverdienter Punkt ist es nicht zwingend."

FC Augsburg -Eintracht Frankfurt 1:3 (0:1)

Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): "Das Spiel ist extrem bitter gelaufen. Wir wussten um die Stärke der Eintracht mit ihren drei starken Stürmern. Deshalb ist es nicht ganz verständlich, was uns beim 0:1 geritten hat. Die Mannschaft hat es nach vorne ordentlich gemacht und war sehr nah am Ausgleich, da musst du eins machen. Wir haben immer was versucht, sind immer drangeblieben, das ist das Positive. Aber wir haben zu viele Chancen vergeben und uns hinten nicht clever verhalten. Die Niederlage ist verdient."

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Es war ein unglaublich schwieriges Spiel, ich bin sehr glücklich über das 3:1. Wir haben super Momente gehabt, bevor Augsburg in Fahrt kommt, müssen wir aber schon das 2:0 machen. Wir hatten noch einige Chancen, um höher zu gewinnen, hätten aber auch mehr Gegentore bekommen müssen. Die Eintracht hat hier noch nie gewonnen, daher bin ich stolz. Die Tabelle schaut jetzt noch besser aus, aber wir können das Ganze gut einordnen und ich besonders."

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