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BVB-Transfers in der Sommerpause: Diallo, Delaney und Co. - die Neuzugänge von Borussia Dortmund

Von SPOX
Zwei vielversprechende Neuzugänge beim BVB: Marius Wolf und Abdou Diallo beim Trainingsauftakt des BVB.
© getty

Der BVB hat bereits zahlreiche Neuzugänge für die Saison 2018/19 verpflichtet: Mit Abdou Diallo hat Borussia Dortmund den bislang teuersten Transfer aller Bundesliga-Teams getätigt. SPOX gibt eine Übersicht über die bisher feststehenden Zu- und Abgänge.

Der BVB hat schon über 50 Millionen Euro für Neuzugänge investiert- mehr als jeder andere Bundesligist. Diallo, Delaney und Wolf haben gerade alle erst ihre erste Bundesligasaison gespielt - dabei aber einen sehr starken Eindruck hinterlassen. Diese Leistung müssen sie jetzt beim BVB bestätigen.

BVB-Transfers: Neuzugänge von Borussia Dortmund

NameAlterVereinAblöse
Abdou Diallo22Mainz 0528,00 Millionen Euro
Thomas Delaney26Werder Bremen20,00 Millionen Euro
Marius Wolf23Eintracht Frankfurt5,00 Millionen Euro
Eric Oelschlägel22Werder Bremen IIablösefrei
Marvin Hitz30FC Augsburgablösefrei
Achraf Hakimi19Real MadridLeihe

BVB-Neuzugang Abdou Diallo: Ein Hauch von Hummels

  • Alter: 23
  • Position: Innenverteidigung
  • Vertrag bis: 30.06.2023

Abdou Diallo ist mit 28 Millionen Euro Ablöse bislang der zweitteuerste Verteidiger nach Mats Hummels in der Bundesliga-Geschichte. Das zeigt, wie groß der Nachbesserungsbedarf beim BVB in der Innenverteidigung gewesen ist.

Sportdirektor Michael Zorc bezeichnete Diallo als einen "modernen, spielstarken und dazu sehr intelligenten Innenverteidiger", der auch als Außenverteidiger oder als defensiver Mittelfeldspieler eingesetzt werden könne.

Diallo war erst im vergangenen Sommer für rund fünf Millionen Euro von seinem Ausbildungsverein AS Monaco zum FSV Mainz 05 gewechselt, stand dort in 30 Pflichtspielen auf dem Platz und zeigte eine starke Leistungen.

Thomas Delaney beim BVB: Gesicht der neuen Identität

  • Alter: 26
  • Position: zentrales Mittelfeld
  • Vertrag bis: 30.06.2022

Der dänische Nationalspieler kam für rund 20 Millionen Euro von Werder Bremen zum BVB. Dort soll er mit seinen ihm zugeschriebenen Attributen ein Stück weit die verloren gegangene Identität wieder zum Tragen bringen.

"Thomas Delaney ist ein physisch und charakterlich starker Spieler, der mit seiner offenen Art und seinem ausgeprägten Siegeswillen hervorragend in unsere Mannschaft und zum gesamten BVB passt. Er wird unser Spiel mit seiner körperlichen Präsenz bereichern", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc bei der Vorstellung des neuen Spielers.

Delaney war sowohl bei Werder als auch in der dänischen Nationalmannschaft bei der WM 2018 eine der wichtigsten Stützen im Team und bestach durch läuferischen und kämpferischen Einsatz. An der Weser kam Delaney in der abgleuafenen Saison auf 36 Pflichtspiele, drei Tore und sechs Vorlagen.

BVB-Neuzugang Marius Wolf: Shootingstar und Mentalitätsmonster

  • Alter: 23
  • Position: Rechtes Mittelfeld
  • Vertrag bis: 30.06.2023

Marius Wolf war neben Philipp Max vom FC Augsburg einer der Shootingstars der abgelaufenen Saison. Nach einer schweren Zeit bei Hannover 96, wo er ins Regionalliga-Team abgeschoben wurde, wurde ein Leihgeschäft zu Eintracht Frankfurt zum Glücksfall für den flexibel einsetzbaren Wolf.

Dort spielte er sich nach Startschwierigkeiten und Verletzungsproblemen in seinem zweiten Jahr in die Startelf, wurde zum Leistungsträger und DFB-Pokalsieger. Dank einer Ausstiegsklausel in Höhe von fünf Millionen Euro sicherte sich der BVB nach der starten Saison von Wolf die Dienste des 23-Jährigen, der sowohl auf der rechten Außenbahn als auch im Zentrum oder links eingesetzt werden kann.

In 38 Spielen erzielte Wolf sechs Tore und glänzte besonders als Vorlagengeber (11). "Die Kombination aus seinen sportlichen Fähigkeiten und seiner hervorragenden Mentalität macht ihn zu einem perfekten Spieler für Borussia Dortmund", sagte Michael Zorc zur Wolf-Verpflichtung.

BVB holt Achraf Hakimi: Wachablösung für Lukasz Piszczek?

  • Alter: 19
  • Position: Rechtsverteidigung
  • Vertrag bis: 30.06.2020

Der BVB ist auf der Suche nach einem neuen Rechtsverteidiger bei Real Madrid fündig geworden. In Achraf Hakimi haben die Schwarz-Gelben einen zumindest auf dem Papier adäquaten Ersatz für den verletzungsanfälligen Lukasz Piszczek an der Hand.

Zwar ist das Leihgeschäft zunächst auf zwei Jahre begrenzt, doch Medienberichten zufolge hält der BVB eine besondere Klausel, die Hoffnungen auf eine feste Verpflichtung des königlichen Eigengewächses schürt.

Hakimi kam in der vergangenen Saison unter Zinedine Zidane bei Real zu seinem Profidebüt und überzeugte auch bei seinen ersten Auftritten in der Champions League.

Der Marokkaner besticht als gelernter offensiver Flügelspieler durch seinen Zug nach vorne und Ballsicherheit, auch die Arbeit gegen den Ball sieht vielversprechend aus. Sollte Hakimi der Start gelingen, könnte es Piszczek schwer haben, seinen Stammplatz zu behaupten.

BVB: Marwin Hitz als Backup oder sogar Nummer eins?

  • Alter: 30
  • Position: Torhüter
  • Vertrag bis: 30.06.2021

Der BVB ist bei der Verpflichtung von Marwin Hitz dem Motto "Doppelt hält besser" gefolgt. Weil Torhüter Roman Bürki nach einigen Fehlern in der vergangenen Saison nicht unbedingt als unumstritten galt, haben die Schwarz-Gelben auf der Torhüter-Position in Hitz eine zweite potenzielle Nummer eins ablösefrei verpflichtet.

Bürki, dem von der Vereinsführung in der Vorsaison mitten in einer Phase schlimmer Patzer mit einer vorzeitigen Vertragsverlängerung bis 2021 der Rücken gestärkt wurde, geht als klarer Favorit ins Rennen mit seinem Schweizer Landsmann Hitz, der jahrelang unangefochtener Stammkeeper in Augsburg war.

BVB und Eric Oelschlägel: Dritter Mann und Keeper der Reserve

  • Alter: 22
  • Position: Torhüter
  • Vertrag bis: 30.06.2019

Eric Oelschlägel komplettiert das neue Torwart-Trio des BVB und wird als dritter Torhüter vornehmlich in der Regionalliga-Mannschaft der Schwarz-Gelben zum Einsatz kommen.

Der 22 Jahre alte Schlussmann war in der abgelaufenen Saison Stammkeeper der Drittliga-Mannschaft von Werder Bremen und kommt ursprünglich aus der Torwartschule von Dynamo Dresden.

BVB-Gerücht: Kommen Erick Pulgar oder Axel Witsel zum BVB?

Der BVB sieht trotz der Kaderbreite im zentralen Mittelfeld offenbar noch Nachrüstungsbedarf, insbesondere auf der Sechserposition. Nachdem bereits in der vergangenen Woche der Name Erick Pulgar vom FC Bologna als "Wunschspieler immer wieder mit den Schwarz-Gelben und Trainer Lucien Favre in Verbindung gebracht wurde, berichten mehrere Medien nun übereinstimmend, dass der BVB auch an Axel Witsel interessiert sein soll.

Der 29-Jährige absolvierte bei der WM sechs Spiele für die "roten Teufel" und überzeugte auf ganzer Linie. Probleme für die Realisierbarkeit könnten jedoch seine aktuellen Gehaltsvorstellungen sein. Beim chinesischen Klub Tianjin Quanjian erhält der Belgier offenbar 18 Millionen Euro pro Jahr und hat noch Vertrag bis zum 31.12.2019. In Dortmund müsste sich Witsel mit weit weniger Salär begnügen.

Sollte der BVB beim Belgier oder auch bei Pulgar zuschlagen, ist das Zentrum im Mittelfeld überbesetzt. Nach den Neuzugängen Delaney, stehen auch Weigl, Dahoud, Rode und Sahin im zentralen Mittelfeld im Kader des BVB. Insbesondere Rode und Sahin gelten bei den Schwarz-Gelben als Streichkandidaten.

BVB-Abgänge: Diese Spieler verlassen Borussia Dortmund

NameAlterVereinAblöse
Andriy Yarmolenko28West Ham United20 Millionen Euro
Sokratis30FC Arsenal16 Millionen Euro
Mikel Merino22Newcastle United7 Millionen Euro
Gonzalo Castro31VfB Stuttgart5 Millionen Euro
Dominik Reimann21Holstein Kielablösefrei
Erik Durm26Huddersfieldablösefrei
Felix Passlack20Norwich CityLeihe
Roman Weidenfeller37KarriereendeKarriereende
Michy Batshuayi24FC ChelseaLeihende

Mit Sokratis und Michy Batshuayi bis datp erst zwei nominelle Stammkräfte den BVB verlassen. Während Watzke und Co. für den Griechen bereits Abdou Diallo als Ersatz verpflichtet haben, erweist sich die Suche nach einem neuen Mittelstürmer als deutlich schwerer. Sportdirektor Zorc verkündete bereits, der BVB werde in diesem Sommer eher keinen, als einen schlechten Nachfolger für Batshuayi verpflichten.

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