Hannover 96: Heldt sieht in geplatztem Wechselwunsch kein Problem - Kind übt Kritik

Von SPOX
Sonntag, 29.04.2018 | 12:37 Uhr
Horst Heldt (r.) zusammen mit Hannover-Trainer Andre Breitenreiter (l.)
© getty

Horst Heldt sieht in seinem geplatzten Wechsel zum VfL Wolfsburg kein Problem für die weitere Zusammenarbeit mit Hannover 96. Laut Bild am Sonntag könnte der Transfer nach dem Saisonende aber doch noch verwirklicht werden. 96-Präsident Martin Kind will jedoch keinerlei weitere Verhandlungen zulassen.

"Nur durch einen 100-prozentigen Fokus auf die jeweilige Aufgabe konnte ich in meiner bisherigen 11-jährigen Karriere als Manager immer alle Zielvorgaben erreichen. Glauben Sie mir, diese Haltung und der Anspruch an mich selbst ist ungebrochen", sagte Heldt der Bild am Sonntag.

Heldt schien bereits als sicherer Nachfolger für Wolfsburgs Sportdirektor Olaf Rebbe festzustehen. Als der am Freitag mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben freigestellt wurde, war der Wechsel von Heldt zu den Wölfen aber schon geplatzt.

"Ich habe Herrn Kind am Montag mitgeteilt, dass es mein Wunsch ist, nach Wolfsburg zu gehen. Die Vereine haben gesprochen und verhandelt. Bis zur zeitlichen Deadline von Herrn Kind für Donnerstag kam es zu keiner Einigung", erklärte Heldt, der sich vom Interesse des VfL geschmeichelt zeigte. Es sei "immer eine Wertschätzung der geleisteten Arbeit. Sowohl bei Spielern als auch bei Trainern und Managern".

Hannover 96: Heldt-Wechseltheater beeinflusst die Mannschaft

Derart gelassen wie Heldt sein Techtelmechtel mit Wolfsburg Revue passieren ließ, kam es in der Mannschaft offenbar nicht an. Kapitän Philipp Tschauner verriet nach der 1:3-Niederlage gegen 1899 Hoffenheim, er habe sich mit Heldt darüber unterhalten: "Es war ein sehr offenes Gespräch. Das werde ich demnächst in die Mannschaft weitertragen." Näher ins Detail gehen wollte der Keeper nicht.

Der Manager liebäugelte bereits im Winter mit einem Engagement beim 1. FC Köln. Hannover gewann derweil nur eines der letzten zehn Bundesligaspiele.

"Das Timing war sicher schwierig und man kann auch sagen nicht professionell. Wolfsburg als auch wir stehen noch in einer sportlich kritischen Situation. Da sind Ruhe und Orientierung auf den Sport gefordert. Darüber hinaus gibt es ja auch Spielregeln. Manchmal ist es sinnvoll, dass man erst mit dem Verein spricht und dann mit dem möglichen Sportdirektor. Das war hier alles anders", sagte Kind bei Sky Sport News HD.

Das Restprogramm des VfL Wolfsburg

SpieltagHeim/AuswärtsDatumAnstoßGegner
33ASa., 5.5.15.30 UhrRB Leipzig
34HSa., 12.5.15.30 Uhr1. FC Köln

Heldt-Wechsel zum VfL Wolfsburg nach Saisonende?

Trotz der klaren Statements von 96-Boss Kind, der die Verhandlungen mit Wolfsburg "unwiderruflich" abgebrochen hatte, halten sich Gerüchte, wonach Heldt möglicherweise doch noch zum VfL wechseln könnte.

Laut Bild am Sonntag seien die Gespräche lediglich ausgesetzt, um für Ruhe im Saisonendspurt zu sorgen. Wolfsburg wolle jedoch nach dem Saisonende einen neuen Versuch bei Heldt und Hannover unternehmen. Heldt wäre offenbar auch bereit, mit den Wölfen in die 2. Liga zu gehen.

Kind zeigte sich jedoch nicht bereit, noch einmal in Verhandlungen zu treten. Stattdessen müsse "zielgerichtet, professionell und erfolgreich" gearbeitet werden, sagte Kind bei Sky Sport News HD: "Insbesondere geht es da um die Planung der neuen Saison. Darüber muss dann eben schrittweise wieder Vertrauen erarbeitet werden."

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