Sperre für Freiburgs Nils Petersen aufgehoben: Der DFB schafft einen Präzedenzfall

Freitag, 06.04.2018 | 17:02 Uhr
Freiburgs Trainer Christian Streich echauffierte sich enorm nach Petersens Platzverweis.
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Das DFB-Bundesgericht hat die Sperre für Freiburgs Nils Petersen aus dem Spiel gegen den FC Schalke 04 aufgehoben und den Schiedsrichtern in Deutschland damit keinen Gefallen getan. Es gibt nun einen Präzedenzfall, der in Zukunft für Ärger sorgen könnte. Ein Kommentar von SPOX-Fußballchef Andreas Lehner.

Auf dem Fußballplatz werden Verwarnungen und Platzverweise nicht immer so konkret verhandelt wie im legendären Dialog zwischen Willi Ente Lippens und dem Schiedsrichter des Spiels Rot-Weiß Essen gegen Westfalia Herne.

Der Unparteiische sagte nämlich damals: "Ich verwarne Ihnen." Woraufhin Lippens antwortete: "Ich danke Sie." Der Stürmer flog vom Platz.

Im Falle von Nils Petersen ist in den Tagen seit Karsamstag ein regelrechter Streit über die Deutung dessen erster Gelben Karte im Spiel gegen Schalke 04 entstanden.

Freiburgs Trainer Christian Streich machte seine Sichtweise schon während der Partie übertrieben deutlich sichtbar und wurde in der Folge auf die Tribüne verwiesen. Die Freiburger waren sich einig, dass Petersen die Verwarnung durch Schiedsrichter Tobias Stieler in seinem Rücken nicht mitbekommen habe.

Stieler widersprach dieser Sichtweise. Und wer die Partie live verfolgte und sich die Bilder im Nachgang noch einmal anschaut, wird merken, dass es genügend Anhaltspunkte gibt, um der Argumentation des Schiedsrichters zu folgen. Das DFB-Bundesgericht tat das nicht.

DFB-Bundesgericht: Theorie schlägt Praxis

Es fällte eine sehr theoretische Entscheidung, da die Gelbe Karte "nicht ordnungsgemäß" erteilt worden sei und "mangels Kundgebung auch keine Wirkung erlangt" habe. Die Theorie setzt sich hier mal wieder über Praxis hinweg.

Denn der Gelben Karte ging ein andauernder Disput zwischen Schiedsrichter und Spieler voraus. Petersen meckerte vor Ausführung des Elfmeters, er meckerte nach Ausführung des Elfmeters und er meckerte auf dem Weg zum Mittelpunkt.

Wer Fußballspiele über einen längeren Zeitraum hinweg verfolgt, der wird solche Szenen immer wieder finden. Szenen, in denen Spieler den Schiedsrichter beschimpfen, sich dann wegdrehen und die Verwarnung in ihrem Rücken gar nicht mehr sehen, wohlwissend, was gerade passiert. Dass Stieler Petersen sogar noch angetippt hat, ist ein weiteres Argument pro Schiedsrichter.

Der DFB hat mit seiner Entscheidung einen Präzedenzfall geschaffen und den Schiedsrichtern keinen Gefallen getan. Die Referees müssen sich mit diesem Urteil im Kopf im Prinzip bei jeder Gelben Karte vergewissern, ob der Betroffene die Verwarnung schon wahrgenommen habe.

Das mag zwar in der Theorie dazugehören, ist aber in der Praxis kompletter Unfug und könnte weiteren Anfechtungen vor Gericht Tür und Tor geöffnet haben.

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